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Kranebitter Allee neu: Trassenführung wird geändert

Präsentation von Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider
Am 13. März befasste sich der Stadtsenat mit dem Entwurf für die weiteren Planungsschritte der neuen Regional- und Straßenbahntrasse in der Kranebitter Allee (zwischen Fischerhäuslweg und Technikerstraße). Bezüglich der Neugestaltung entschied der Stadtsenat mehrheitlich zugunsten eines Trassentauschs.

Die für Mobilität zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und Ing. Harald Muhrer (IVB) stellten gemeinsam mit Mag. Lucas Krackl (Obmann des Ausschusses für Stadtentwicklung) und Mag.a Uschi Schwarzl (Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Schienengebundene Mobilität“) die geplanten Maßnahmen vor, die künftig weiter verfolgt werden sollen.

Die Planung sieht vor, die Landesstraße als Trasse südlich des derzeitigen Straßenverlaufs bzw. der südseitigen Baumreihe neu zu bauen und tiefer zu legen, was auch einen Schallschutz gegenüber der Lohbachsiedlung nördlich der Kranebitter Allee mit sich bringe. Die bisherige Landesstraße hingegen werde zu einem selbstständigen Gleiskörper für den öffentlichen Verkehr umgebaut. Die Nebenfahrbahn bleibe in ihrer jetzigen Form bestehen und stehe für Radwege in beide Richtungen zur Verfügung.

Kostengünstig und praktikabel
„Wir sind stolz auf dieses Stadtentwicklungsprojekt, das das Optimale in allen Belangen herausholt“, betonte Pitscheider. Dieser Neubau betreffe schließlich die gesamte Verkehrsanbindung im Nordwesten Innsbrucks. „Der Trassentausch ist in mehrerlei Hinsicht die beste Lösung“, informierte die Vizebürgermeisterin. „Dadurch liegen beispielsweise der öffentliche Verkehr und der Radweg künftig direkt am Wohngebiet. Die Kranebitter Allee muss nicht mehr überquert werden, um zu den Haltestellen zu gelangen. Eine Mauer entlang der Trasse wird als Schallschutz gegenüber dem Wohngebiet dienen.“

Diese Variante wurde im Zuge der Vorbereitungen von den IVB vorgeschlagen und seitens Ing. Harald Muhrer (IVB) vorgestellt. „Die Variante des Trassentauschs stellte sich als kostengünstigste und zugleich praktikabelste heraus“, erläuterte Muhrer. Gegenüber anderen Lösungsvorschlägen könne bis zur Hälfte der Kosten eingespart werden. Durch den Umbau der bisherigen Straße zur Trasse ergebe sich laut Muhrer vor allem der Vorteil, dass die bestehenden O-Bus-Masten entlang der Straße für die Regionalbahn weiter verwendet werden können.

Nicht nur optische Verbesserung
Die Kranebitter Allee erfährt durch die Neugestaltung nicht nur eine optische Aufwertung. Das Projekt beweise Weitblick der Stadtregierung, so GR Krackl: „Denn im Westen Innsbrucks gibt es noch Potenzial für Wohnbau und dieses Gebiet muss verkehrstechnisch optimal versorgt werden – man denke nur an die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs durch die eigene Trasse.“ Zudem werde der Ausbau des öffentlichen Verkehrs langfristig eine Reduzierung des Individualverkehrs mit sich bringen, zeigte sich GR Krackl überzeugt.

Der Alleecharakter bleibe selbstverständlich erhalten, betonte GRin Schwarzl:
„Der nördlich der Kranebitter Allee liegende Baumbestand hat unter dem Verkehr massiv gelitten. Dies wird sich durch den kompletten Austausch des kontaminierten Erdreichs, eine Verbreiterung und eine anschließende Neubepflanzung ändern.“

Der Kreuzungsbereich beim Fischerhäuslweg soll im Zuge des Umbaus ebenfalls entschärft werden. Durch eine neue Fahrbahn- und Ampelregelung werde die bisherige Unterführung nur noch für RadfahrerInnen und FußgängerInnen zur Verfügung stehen.

Details zum Bau
Die Gesamtkosten des Umbaus sollen 10,2 Millionen Euro betragen. Vorbehaltlich eines positiven Gemeinderatsbeschlusses wird noch heuer mit der Detailplanung begonnen und eine Information der AnrainerInnen stattfinden. Der Bau der neuen Landesstraße soll im Jahr 2015 erfolgen. Bis Ende 2016 ist mit der Gesamtfertigstellung zu rechnen.

Weitere Details sind aus angehängtem PDF ersichtlich.
13. März 2013