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Kosovo-Delegation zu Gast im Rathaus

Bürgermeister von Gjakova wünscht sich Zusammenarbeit mit Innsbruck.
Eine Delegation der kosovarischen Großgemeinde Gjakova war am 20. Juni in Innsbruck bei Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Vizebürgermeister Franz X. Gruber zu Gast. Die Delegation setzte sich aus dem Bürgermeister der 157.000 Einwohner zählenden Gemeinde, Dr. Pal Lekaj, aus dem Leiter der medizinischen Abteilung Gjakovas, Krist Deda, dem Leiter der Gemeindebibliothek Gjakovas, Engjell Berisha, und aus Vertretern der Kosovarischen Botschaft in Wien zusammen.

Nach einleitenden Worten zur Stadt Innsbruck durch Vizebürgermeister Franz X. Gruber und der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer erzählte Bürgermeister Lekaj über die Großgemeinde Gjakova an der albanischen Grenze Kosovos. Gjakova sei eine Stadt, die vor dem Krieg einen ersten industriellen Aufschwung erlebt hat. „Durch den Kosovo-Krieg ist leider ein Großteil dieser Industrialisierung wieder zerstört worden. 4.800 Häuser, darunter medizinische Zentren und soziale Einrichtungen wurden vernichtet, die Menschen haben stark unter diesen Ereignissen gelitten“, erzählt Bürgermeister Lekaj. Heute herrscht in der Balkanstadt eine Arbeitslosenquote von 80 Prozent, diese zu senken ist Lekajs erklärtes Ziel.

Austausch in Sachen Bildung und Medizin.
Von diesem ersten Kennenlernen in Innsbruck erhofft sich die Kosovarische Delegation eine engere Zusammenarbeit der beiden Städte. „Österreich hat auch in der Vergangenheit immer gute Beziehungen zu Albanien und dem Kosovo unterhalten. Mit großer Dankbarkeit kommen wir nach Innsbruck und wollen diese Freundschaft weiter festigen“, so Lekaj. Innsbrucks Bürgermeisterin Oppitz-Plörer kann sich vor allem eine Zusammenarbeit im Bildungs- und medizinischen Sektor vorstellen. „Wir forcieren den Austausch der Jugend, wir laden zwei Studenten aus Gjakova herzlich dazu ein, ein Auslandsjahr an einer der Bildungseinrichtungen in Innsbruck zu absolvieren“, schlug die Bürgermeisterin vor. Weiters würden die Organisation von Praktika oder die Besichtigungen medizinischer Einrichtungen in Innsbruck durch Ärzte aus Gjakova ins Auge gefasst.

Nach dem offiziellen Begrüßungstreffen standen für die Delegation noch zwei Termine mit der Industriellenvereinigung Tirol und den MitarbeiterInnen des Stadtarchivs an.
20. Juni 2011