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Kompositionsstipendien vergeben

Stadt Innsbruck vergab Kompositionsstipendien.
Seit 2007 ist die jährliche Kompositionsförderung des Kulturamts der Stadt Innsbruck in der Höhe von 10.000 Euro ein Signal der Wertschätzung an die heimische Komponistenszene.
Gunter Schneider und Marco Döttlinger wurden von der Jury für die Kompositionsstipendien 2011 ausgewählt. Am 27. September begrüßte Kulturstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser gemeinsam mit Kulturamtsleiter Horst Burmann und Dr. Daniela Weiss-Schletterer (Referatsleiterin Kultur – Konzepte und Veranstaltungen) die beiden Stipendiaten.

Neue Vergabe für „Neue Musik“
„Nachhaltig fördern und kooperieren“ lautet der selbst erteilte Auftrag des Kulturamts seit 2011, festgeschrieben durch eine Richtlinienänderung bei der Vergabe der Förderung unter der Schirmherrschaft von Kulturstadträtin Moser.

Neu ist, dass in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Komponistenbund die Beteiligung von heimischen Musikinstitutionen und Ensembles aus dem Bereich der „Neuen Musik“ in die Ausschreibung mitaufgenommen wurde. Durch die aktive Einbindung der Aufführenden können rasche und qualitätsvolle Uraufführungen der Werke im Interesse der KomponistInnen und der Öffentlichkeit kontinuierlich und auf lange Sicht ermöglicht werden.

Ebenfalls neu ist heuer auch die Aufteilung der Gesamtförderung in ein „großes“ Kompositionsstipendium (7000 Euro) und ein Förderstipendium (3000 Euro), das speziell der Nachwuchsförderung dient. Die unterschiedliche Ausrichtung der Stipendien soll gewährleisten, dass sowohl die Förderung von Werken größeren formalen Zusammenhangs etablierter KomponistInnen der heimischen Szene, als auch Kompositionen junger Talente ermöglicht werden.

Die Jury
Wie schon in den vergangenen Jahren entscheidet eine jährlich wechselnde, unabhängige Fachjury über die Auswahl der zu fördernden KomponistInnen.
2011 war diese besetzt mit Christoph Altstaedt (Chefdirigent Tiroler Symphoni-orchester Innsbruck), Prof. Erich Urbanner (Komponist) und Mag.a Ivana Pristasova (Violinistin).

Zu Vorschlägen eingeladen waren 2011 folgende Musikinstitutionen und Ensembles:

- Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
- Tiroler Landeskonservatorium
- Tiroler Kammerorchester InnStrumenti
- Tiroler Ensemble für Neue Musik
- Kraftfeld Neue Musik Tirol
- Akademie St. Blasius
- Klangspuren Schwaz

Ausgewählt wurden in der Jurysitzung vom 12. September 2011 Gunter Schneider für das „Kompositionsstipendium der Stadt Innsbruck“, dotiert mit 7000 Euro, und Marco Döttlinger für das Förderstipendium, dotiert mit 3000 Euro.

Die Stipendiaten 2011
Gunter Schneider (Jahrgang 1954) studierte Gitarre und Musikwissenschaft in Innsbruck und unterrichtet an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Gitarre, Improvisation und Musik der Gegenwart. Als Komponist hat er neben Stücken für Gitarre auch Chor-, Kammer- und Orchestermusik geschrieben und erhielt Kompositionsaufträge vom BMUKK, Land Tirol, ORF und den Klangspuren Schwaz. Seine Werke wurden u.a. beim Musikprotokoll des Steirischen Herbstes, Wien modern, dem Osterfestival Innsbruck und dem ORF aufgeführt. 2010 entwickelte und gestaltete er den Klang des neuen Tirol Panoramas am Bergisel in Innsbruck.

Marco Döttlinger (Jahrgang 1984) studierte Trompete am Tiroler Landeskonservatorium bei Andreas Lackner und ab 2004 Komposition und Musiktheorie an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Christian Ofenbauer sowie „Elektronische Komposition“ bei Achim Bornhöft. Seit 2007 ist er als künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studio für Elektronische Musik (SEM) des Mozarteums beschäftigt. Marco Döttlinger arbeitete bereits mit zahlreichen Spezialistenensembles zeitgenössischer Musik zusammen, darunter das ensemble recherche, das oenm (Österreichisches Ensemble für Neue Musik), das Duo Enssle-Lamprecht sowie das Tiroler Ensemble für Neue Musik (TENM).
28. September 2011