Logo Innsbruck informiert
1024590883_0.jpg

„Klare Sicht“ am Internationalen Frauentag

Gleiche Chancen und Gleichberechtigung für die Frauen.
Unter dem Motto „Klare Sicht für ein faires Miteinander“ verteilte Frauenstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser gemeinsam mit dem Team des Referates Frauenförderung, Familien und Senioren am Internationalen Frauentag, dem 8. März, Brillenputztücher an die Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger. Mit dieser Aktion soll „der Blick für die Ungleichbehandlung hinsichtlich Verdienst und Karrierechancen geschärft werden. Gleiches Gehalt und gleiche Anerkennung für gleiche Leistung und gleiche Qualifikation müssen in unserer Gesellschaft selbstverständlich sein“, fordert Stadträtin Moser.

Fahne am Rathaus
Um ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit allen Frauen zu setzen und gleichzeitig all jene Frauen zu würdigen, die sich für die Rechte der Frauen eingesetzt haben und einsetzen, wehte am 8. März 2012 die Fahne zum Internationalen Frauentag vom Innsbrucker Rathaus. Damit sollen Frauen und Männer dazu angeregt werden, über Chancengleichheit und gelebte Gleichberechtigung nachzudenken.

Über 100 Jahre im Zeichen der Frau
Laut einem soeben veröffentlichten EU-Kommissionsbericht verdienen in Österreich Frauen immer noch durchschnittlich 25,5 % weniger als Männer. Damit liegt Österreich im EU-Vergleich vor Estland am vorletzten Platz. Neue Rechtsvorschriften sollen die Lohntransparenz verbessern und das Lohngefälle vermindern.
Was die Anzahl der Frauen in Führungspositionen betrifft, so liegt Österreich mit 11,2 % an 16. Stelle der 27 Mitgliedstaaten. Vor einem Jahr wurden in Österreich Frauenquoten in staatsnahen Betrieben eingeführt.

Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, der Schweiz, in den USA und in Österreich statt. Im Jahr 1921 wurde der Internationale Frauentag auf den 8. März festgelegt, an dem seither weltweit mit Veranstaltungen und Aktionen auf die Anliegen der Frauen aufmerksam gemacht wird. In diesen mehr als 100 Jahren hat sich die Lebenssituation von Frauen entscheidend verbessert, dennoch gilt es nach wie vor, die unerfüllten Grundforderungen weiter zu verfolgen und neue frauenpolitische Anliegen zu formulieren.

08. März 2012