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Keine Angst vor Bienenschwärmen

Wichtig: Immer Ruhe bewahren
Ein Bienenschwarm ist ein beeindruckendes Schauspiel der Natur: Tausende Bienen bedecken den Himmel und sammeln sich mit ihrer Königin auf Ästen, Mauervorsprüngen, aber gerade in der Stadt auch häufig an ungünstigen Stellen. Am 13. Mai trafen sich Ing. Reinhard Hetzenauer (Präsident Landesverband für Bienenzucht in Tirol), Imker August Ackerl, Branddirektor Mag. Erwin Reichel und Feuerwehrreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann im Rathaus, um über das richtige Verhalten mit Bienenschwärmen zu informieren.

Bienenschwärme treten vor allem in den Monaten Mai und Juni auf, da die Königin in dieser Zeit mit einem Teil der Bienen auszieht und sich auf die Suche nach einer neuen Behausung macht. Auf diese Art und Weise hat die Natur seit Millionen von Jahren den Fortbestand der Bienen gesichert.

Was tun, wenn…
Wer in einen Bienenschwarm gerät, sollte keine raschen Bewegungen machen, mit den Armen um sich schlagen oder in Panik geraten. In einer solchen Situation heißt es Ruhe bewahren, da sich die Bienen in einer Art Trance befinden und bloß ihrer Königin folgen wollen.

Wenn sich der Bienenschwarm niederlässt und eine Schwarmtraube bildet, das heißt nur mehr einzelne Bienen herumfliegen, ist der richtige Zeitpunkt um zu handeln. „Bitte rufen Sie die Feuerwehr (Leitstelle Tirol) unter der Notrufnummer 122 und geben Sie den genauen Ort und ihre Telefonnummer an, damit eine Kontaktperson für eventuelle Rückfragen zur Verfügung steht“, erklärte Imker Reinhard Hetzenauer. Die Leitstelle verständigt im Anschluss entweder die Feuerwehr oder einen Imker, von denen der Bienenschwarm schließlich eingefangen wird. „Die eingefangenen Bienen werden jedoch keinesfalls vernichtet. Der Imker gibt ihnen, wie es auch die Natur vorgesehen hätte, eine neue Behausung und eine neues Bienenvolk ist gegründet“, so Vizebürgermeister Kaufmann, der sich für ein friedliches Miteinander von Menschen und Bienen einsetzt: „Je nach dem Zeitpunkt, wann der Imker den Schwarm einlogiert, kann er vielleicht noch ein wenig Honig ernten.“
14. Mai 2013