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Kanalvortrieb am Bozner Platz

Der Gemeinderat besichtigte den Kanalvortrieb am Bozner Platz.
Der unterirdische Kanalvortrieb, der seit Jänner 2011 im Zuge der Kanaloffensive 2020 der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG realisiert wird, ist mittlerweile am Bozner Platz angelangt. Um sich von den Bauarbeiten tief unter der Oberfläche selbst ein Bild zu machen, besichtigte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer mit zahlreichen Mitgliedern des Innsbrucker Gemeinderates am 24. November die Baustelle am Bozner Platz.

Großangelegte Kanaloffensive
Innsbrucks „Unterwelt“ hat dringenden Erneuerungsbedarf. In Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck erweitern und modernisieren die IKB daher seit Jahresbeginn die Kanalisation Innsbrucks. Aufgrund des Bauzustandes sind rund 60 Kilometer der teilweise 100 Jahre alten Kanalisationsleitungen zu sanieren – das entspricht einem Viertel des gesamten Innsbrucker Kanalnetzes.

Im Zuge dieser Bauoffensive wird mit dem unterirdischen Kanalvortrieb auch das Entwässerungssystem der (Alt-)Stadt bei Starkregen bzw. Hochwasser grundlegend verbessert. Dieser Abwasserkanal ist gut einen Kilometer lang und wurde in den vergangenen Monaten von der König-Laurin-Allee über die Museumstraße, Meinhardstraße und Brixnerstraße bis zum Bozner Platz vorangetrieben.

Modernste Technik
Etwa acht Meter unter der Oberfläche kommt dabei innovativste Technik zum Einsatz: Eine Vortriebsmaschine, auch Maulwurf genannt, arbeitet sich durch das Erdreich und gräbt dabei einen Schacht, in den die Kanalrohre mit einem Durchmesser von 2,2 Metern nachgeschoben werden. Dank dieser Methode sind kaum oberirdische Aufgrabungen notwendig und die Bauzeit halbiert sich. Gut 3.500 LKW-Fahrten für Materialtransporte können damit im Stadtgebiet eingespart werden, was auch die Lärm- und Feinstaubbelastung deutlich reduziert.

Die Bauarbeiten sind voraussichtlich im März 2012 abgeschlossen.
25. November 2011