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Innsbruck hört auf seine Jugend

Wenn in der Tiroler Landeshauptstadt von BürgerInnenbeteiligung die Rede ist, ist auch die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am Stadtgeschehen gemeint. Der MyInnsbruck Jugendrat verschafft in Zusammenarbeit mit der Stadt jungen InnsbruckerInnen ab etwa 13 Jahren Gehör.

Der MyInnsbruck Jugendrat ist eine Initiative des Innsbrucker Kinder- und Jugendbüros, das zum Verein „Kinderbüro – Die Lobby für Menschen bis 14“ gehört und seit März 2014 besteht In regelmäßigen Abständen treffen sich junge Leute, um zu diskutieren und sich auszutauschen Vizebürgermeister Christoph Kaufmann unterstreicht die Wichtigkeit des Jugendrates: „Dass Kinder und Jugendliche sich aktiv am Stadtleben beteiligen können, ist kein Service, sondern selbstverständlich Die gute Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro ermöglicht der Politik auch die Anliegen der jungen Innsbruckerinnen und Innsbrucker
zu erkennen. “ 

Jugendbeteiligung ist facettenreich

Susanne Meier ist in Innsbruck für Jugendbeteiligung zuständig: „Die Stadt Innsbruck ist quasi meine Auftraggeberin. Wir arbeiten nun schon seit einiger Zeit zusammen und es funktioniert sehr gut Aktuell liegen einige Projekte vor, bei denen die Beteiligung des MyInnsbruck Jugendrates und anderen Jugendgruppen
angefragt wurde“, erklärt Meier. So wurde beispielsweise bei der Gestaltung des Parks am Gutshofweg oder des Huttererparks auf die Vorschläge der jungen Leute
Rücksicht genommen. Auch bei den bevorstehenden Planungen der Sauerweinwiese und des Baggerseeareals werden Jugendliche eingebunden. Ganz wichtig ist Meier, die Bandbreite des Begriffs Jugendbeteiligung zu sehen „Man glaubt gar nicht, welche Bereiche des städtischen Lebens die jungen Bürgerinnen und Bürger betreffen. Jedes Projekt bei dem Jugendliche beteiligt sind, fällt für mich unter Jugendbeteiligung.“

„Auf das Mitwirken von Kinder und Jugendlichen wird in der Stadt Innsbruck großer Wert gelegt. Oftmals haben Kinderaugen ganz einen anderen, viel erfrischenderen Blick auf die Dinge. Ich schätze die Arbeit des Kinderbüros in diesem Zusammenhang sehr.“

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann

Jugendrat ist kein Wunschkonzert

Wunschkonzert ist der Jugendrat keiner – das erklärt Meier den teilnehmenden Jugendlichen gleich zu Beginn. Bei den Treffen erarbeiten die Jugendlichen gemeinsam
Ansatzpunkte, bei denen Veränderung stattfinden soll. Anschließend überlegen sie gemeinsam, was gemacht werden kann. Die erarbeiteten Lösungsvorschläge übermitteln dann die Jugendlichen und Susanne Meier an die zuständigen Stellen. So schrieben die jungen TeilnehmerInnen des Jugendrates im
Frühjahr 2015 beispielsweise eine Stellungnahme bezüglich des Rauchens an Kinderspielplätzen „Wenn man das Rauchverbot an Spielplätzen als Beispiel heranzieht, zeigt sich, dass jungen Leuten absolut nicht egal ist, was in der Stadt passiert. Dass die Vorschläge auch ernst genommen werden, beweist der Gemeinderatsbeschluss vom 18. Juni 2015. Das Rauchen auf Kinderspielplätzen ist inzwischen verboten“, erklärt Vizebürgermeister Kaufmann. Am MyInnsbruck Jugendrat kann jede/r Jugendliche teilnehmen, die/der sich aktiv am Stadtgeschehen beteiligen möchte. „Je mehr Mädchen und Burschen zu den Treffen kommen, desto vielfältiger
werden die Ideen. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird in den Innsbrucker Schulen geworben. Ich hoffe, dass sich ein paar junge Leute dafür entscheiden,
vorbeizuschauen“, freut sich Meier über jede/n interessierte/n Jugendliche/n. Da es keine fixierten Zeiten für die Treffen gibt, sollte man sich am besten telefonisch
oder auf der Facebookseite des Innsbrucker Jugendrates informieren, wann das nächste Mal diskutiert wird. 

Veränderung durch „Spirit of Change"

Ein weiteres Beteiligungsprojekt für Jugendliche, das vom Kinderbüro koordiniert wird, heißt „Spirit of Change“. An einem Workshoptag im Juni trafen sich rund 300 SchülerInnen und Lehrlinge mit Flüchtlingen und tauschten sich aus. Gemeinsam wurde die aktuelle Flüchtlingsproblematik genauer beleuchtet. Ziel der Veranstaltung war, Wissen zu vermitteln und die jungen Menschen zu aktivieren. An einem Wochenende Ende August trafen sich die TeilnehmerInnen erneut und entwickelten aus den Ergebnissen der verschiedenen Workshops mögliche Projekte, um die Situation zu verbessern. So werden in der HTL Anichstraße im kommenden Schuljahr beispielsweise kostenlose Deutschkurse für Flüchtlinge und AsylwerberInnen angeboten.

Mehr Infos:
Susanne Meier
Tel.: +43 650 833 66 15
susanne.meier@kinderbuero.at
www.kinderbuero.at
www.spiritofchange.co
Facebook: Innsbrucker Jugendrat