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Josef-Franz-Würlinger-Preis 2013

Verleihung an Anemona Crisan
Seit 2005 stiftet der passionierte Kunstmäzen Josef Franz Würlinger jährlich einen Förderpreis, um junge KünstlerInnen der Galerie im Andechshof zu unterstützen. Kulturreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer überreichte am 2. Mai den mit 3.500 Euro dotierten Würlinger-Preis an Anemona Crisan. Auch Preisstifter Josef Franz Würlinger, Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Abteilungsleiterin Mag.a Birgit Neu, Kulturamtsleiter Horst Burmann und die Gemeinderätinnen Angela Eberl und Gerda Springer waren bei der Festveranstaltung im Bürgersaal des historischen Rathauses anwesend.

„Es ist allgemein bekannt, dass das Künstler-Dasein nicht immer leicht ist“, eröffnete Bürgermeisterin Oppitz-Plörer ihre Ansprache: „Die Kultur ist ein wichtiger Teil unseres Lebens und der Kitt unserer Gesellschaft. Daher ist es wichtig, ambitionierten KünstlerInnen wie Anemona Crisan unter die Arme zu greifen und sie zu fördern, so wie es dieser Preis ermöglicht.“

Jurymitglied Dr. Günther Dankl (Kurator am Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum) betonte in seiner Rede die Bedeutung der Galerie im Andechshof, „die eine wichtige Institution für junge KünstlerInnen ist und ihnen oft als Plattform für den ersten öffentlichen Auftritt dient.“ An der Ausstellung von Anemona Crisan habe die Jury vor allem das Konzept einer raumgreifenden Installation fasziniert.

Die Künstlerin
Anemona Crisan wurde 1980 in Bukarest geboren und ist in Tirol aufgewachsen. Sie studierte zunächst Kunstgeschichte an der Universität Wien und machte 2011 ihren Abschluss an der Akademie der bildenden Künste Wien in den Studien Bildende Kunst, sowie Kunst- und Kulturwissenschaften. Die Preisträgerin lebt und arbeitet in Wien.

Die ausgezeichnete Ausstellung
Im Dezember 2012 wurde ihre raumgreifende Installation „Raum-Verleibung“ in der Andechsgalerie ausgestellt und für den Kunstpreis ausgewählt. Anemona Crisan widmete sich mit ihrer Arbeit dem Verhältnis von Körper und Raum. Überlebensgroße, gezeichnete Körper expandierten in einem Liniennetz entlang der Raumoberfläche auf Boden, Decke und Wänden, wodurch Raumübergänge perspektivisch aufgehoben wurden. Der Ausstellungstitel verweist dabei auf den Prozess der Einverleibung des realen Raumes durch die virtuellen Körper und den aus dieser Verbindung entstehenden synthetischen, dritten Raum, der für BesucherInnen sinnlich erfahrbar und zugleich real betretbar war.

Der Preis
Der oberösterreichische Kunstliebhaber Josef Franz Würlinger engagierte sich schwerpunktmäßig im Bereich der etablierten Kunst. Aufgrund seiner Liebe zur Tiroler Landeshauptstadt und mit dem Ziel, die junge Kunst zu unterstützen, stiftete er schließlich den gleichnamigen Kunstpreis. Außerdem übermachte er der Stadt Innsbruck im Jahr 2004 ein besonderes Geschenk: Er überließ ihr elf Originale des Meisterzeichners Paul Flora.

Der Würlinger-Preis wurde heuer bereits zum neunten Mal an die „würdigste und qualitativste“ Ausstellung, die im Rahmen der Galerie im Andechshof präsentiert wurde, vergeben. Für die Auswahl des Siegerprojektes ist eine Fachjury, bestehend aus dem Preisstifter, Dr. Edith Schlocker (Kulturjournalistin), Dr. Günther Dankl und Kulturamtsleiter Horst Burmann zuständig.
02. Mai 2013