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100 Jahre Volksheim

Jubiläum wurde fest gefeiert.
Eine der ersten Tiroler Baugenossenschaften, an deren Spitze zwei engagierte Frauen stehen, konnte dieses Jubiläum kürzlich, mit zahlreichen Genossen-schafterInnen und Ehrengästen feiern.

Um die Jahrhundertwende war es um die Wohnungssituation in Innsbruck sehr schlecht bestellt und so gründeten einige engagierte Bürger im November 1911 die gemeinnützige Bauvereinigung „Christliches Volksheim“. Die Höhe des Geschäftsanteiles betrug 100 Kronen. Bereits Ende Oktober 1913 wurden die ersten Häuser in der Roseggerstraße übergeben. Darüber hinaus wurden auch neue Ideen zur Kapitalbeschaffung entwickelt. Sie bedienten sich einer Effekten Lotterie, wo es neben einer Wohnung auch zahlreiche Einrichtungen zu gewinnen gab. Der gesamte Erlös wurde für weitere Neubauten verwendet. Trotz Kriegszeit und ständigen Übernahmeszenarien ist es der Volksheim gelungen selbständig und unabhängig zu bleiben. Und gerade rechtzeitig zum 100 Jahr Jubiläum kann ein neues Projekt in Steinach am Brenner verwirklicht werden.

Seit 2008 liegt die Führung in den bewährten Händen von Renate Peer als Aufsichtsratvorsitzende und Obfrau Mag. Dr. Anna-Maria Zátura-Rieser, die für das Fest verantwortlich zeigten und inhaltsstarke Eröffnungsreden hielten. Es war ein gelungener Mix aus Reden, ansprechender Musik von Gerlinde Heis & Othmar Pichler, einem pointierten Impuls von Prof. Dr. Klaus Lugger und den Grußworten von Stadt und Land. Unter dem Titel „Genossenschaft im Spannungsfeld zwischen Gründungsidee und Moderne“ gab Ökonomierat Peter Hechenberger Einblicke in die Geschichte von damals und heute.
Danach gab es beim leckeren Hypobuffet noch einen regen Gedankenaustausch rund um das von Prof. Helmut Alexander herausgegebene Jubiläumsbuch.
22. November 2011