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100 Jahre Internationaler Frauentag

Die Stadt Innsbruck setzt Zeichen.
Anlässlich des diesjährigen runden Jubiläums des internationalen Frauentages weht zum ersten Mal die Fahne zum Frauentag vom Innsbrucker Rathaus. Frauenstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser: „Damit setzt die Stadt Innsbruck ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit allen Frauen“. Die Fahne soll Frauen wie Männer dazu anregen, über Chancengleichheit und gelebte Gleichberechtigung nachzudenken. Die Stadt Innsbruck möchte durch diese Aktion auch all jene Frauen würdigen, die in diesen 100 Jahren für die Rechte der Frauen gekämpft und vieles erreicht haben.

Rundes Jubiläum
Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, der Schweiz, in den USA und in Österreich statt. Im Jahr 1921 wurde der Internationale Frauentag auf den 8. März festgelegt, an dem seither weltweit mit Veranstaltungen und Aktionen auf die Anliegen der Frauen aufmerksam gemacht wird. In diesen 100 Jahren hat sich die Lebenssituation von Frauen entscheidend verbessert, dennoch gilt es nach wie vor, die unerfüllten Grundforderungen weiter zu verfolgen und neue frauenpolitische Anliegen zu formulieren.

„Die andere Seite sehen“
Unter diesem Motto verteilte StRin Patrizia Moser gemeinsam mit dem Team des Referates Frauenförderung, Familien und Senioren ca. 3.000 Pfannenwender an die Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer, und die Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, immer auch die andere Seite zu sehen. Wir wollen Bewusstsein und Akzeptanz schaffen, um gemeinsam die Situation zur Zufriedenheit zu wenden, deshalb auch die Pfannenwender“, erklärt StRin Moser.

Laut einem Bericht des Rechnungshofes betrug das mittlere Einkommen der Frauen (inkl. Lehrlinge) 2010 nur 60 % des mittleren Männereinkommens. Ein Teil der Einkommensdifferenz zwischen den Geschlechtern lässt sich nach den Experten darauf zurückführen, dass Frauen überproportional in Teilzeitverhältnissen beschäftigt sind. Aber auch beim Vergleich von nur ganzjährig Beschäftigten beträgt der Median des Fraueneinkommens nur 81 % des mittleren Männereinkommens.
08. März 2011