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20 Jahre im Zeichen der Menschlichkeit

Besuch der Selbsthilfe Tirol im Rathaus
Niemand ist alleine – das zu vermitteln, ist der Sinn und Zweck von Selbsthilfegruppen und -vereinen. Die Selbsthilfe Tirol unterstützt seit nunmehr 20 Jahren als Dachverband Entstehung, Entwicklung und Aktivitäten von Tiroler Selbsthilfegruppen. Als Zusammenschluss von 24 Gruppen gegründet, zählt der Dachverband mittlerweile über 150 Mitglieder.

Maria Grander, Pflegedienstleiterin im Haller Krankenhaus, ist nunmehr seit sieben Jahren Präsidentin des Dachverbands. Am 19. September besuchte sie Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer im Rathaus und informierte sowohl über die Tätigkeiten des Dachverbands im Jubiläumsjahr, als auch über die Bilanzzahlen der letzten zwei Jahrzehnte: „Unsere Besuchszahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Suchten 1997 noch 1.300 Personen den Kontakt zum Büro so waren es 2012 bereits über 4.000 Besucher. Seit der Gründung wurden über 30.000 Anfragen beantwortet“, resümierte Grander.

„Die Gründung vor 20 Jahren war eine tolle Entscheidung. Vereint im Dachverband können Synergien genutzt werden“, freute sich die Bürgermeisterin über die positiven Entwicklungen der Selbsthilfe Tirol: „Diese Einrichtung ist mittlerweile nicht mehr aus Tirol und Innsbruck wegzudenken.“

„Selbsthilfe wirkt“
Unter diesem Motto steht das heurige Jubiläumsjahr der Selbsthilfe Tirol. Mit zahlreichen Projekten sollen so Interessierte animiert werden, Selbsthilfegruppen zu gründen und sich mit dem Dachverband zu vernetzen.

Für seine Mitglieder veranstaltet der Dachverband Fortbildungsseminare und Workshops in Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), organisiert Gruppensprechertreffen zum gegenseitigen Austausch, erstellt und verteilt ein Mitgliederverzeichnis und gibt vier mal jährlich das Kommunikationsblatt „intern“ heraus.

Die Arbeit der Selbsthilfe Tirol erstreckt sich jedoch nicht nur auf die Betreuung der Mitglieder. Die VertreterInnen des Dachverbandes arbeiten in diversen Gremien mit, wie der Ethik Kommission der Medizin-Uni oder auch im Behindertenbeirat der Stadt Innsbruck. Das aktuellste Projekt der Selbsthilfe Tirol ist das „Selbsthilfefreundliche Krankenhaus“ um die Kooperation zwischen Krankenhaus und Selbsthilfe dauerhaft und systematisch zu etablieren. „Derzeit werden die Kriterien für diese Zusammenarbeit erstellt“, so Maria Grander.
20. September 2013