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65 Jahre gemeinsam statt einsam

Eiserne Hochzeit von Ruth und Karl Huber.
Stark wie Eisen ist die Beziehung von Ruth und Karl Huber auch noch nach 65 Ehejahren. Davon konnte sich Vizebürgermeister Franz X. Gruber am 31. August selbst ein Bild machen, als er das Ehepaar in der Seniorenresidenz Veldidenapark besuchte. „Ich freue mich sehr, Ihnen im Namen der Stadt zu Ihrer Eisernen Hochzeit zu gratulieren“, begrüßte der Sozialreferent das Paar.

Kennengelernt hat Karl Huber seine Frau während des Krieges in ihrer Heimat Deutschland. 1946, sofort nach dem Krieg, schlossen sie den Bund fürs Leben und zogen kurze Zeit später nach Tirol. „Ich danke dem Herrgott, dass er uns hierher verpflanzt hat“, schwärmt Ruth Huber über ihre schöne Wahlheimat. Die Eheleute lebten jahrelang zusammen mit ihrer Tochter in ihrem eigenen Haus. Als ihnen die 200 Quadratmeter Wohnfläche im Alter dann doch zu viel wurde, zogen sie in die Seniorenresidenz Veldidenapark, wo sie sich inzwischen sehr wohl fühlen.

Karl Huber, ein geborener Klosterneuburger, arbeitete schon früh im väterlichen Betrieb, einer Schaufensterverglasung, mit. Im Krieg war er als Soldat sowohl in der Luft als auch am Boden im Einsatz und wurde zum Flugzeugwaffenwart ausgebildet. Das rüstige Seniorenpaar berichtete Vizebürgermeister Gruber von den Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt, wenn Karl seine Ruth sehen wollte. Immerhin musste er von Klosterneuburg aus drei Grenzen passieren um zu seiner Geliebten zu gelangen.

Zu den gemeinsamen Hobbies des Ehepaares gehörte das Reisen und Wandern. Das hat sie fit und jung gehalten. Eine besondere Liebe verbindet die inzwischen 88-jährige Ruth nicht nur mit ihrem 91-jährigen Mann, sondern auch mit der Gartenarbeit. „Früher war ich von morgens bis abends in unserem Garten und bekam sogar jedes Jahr eine Medaille beim Innsbrucker Blumenschmuckwettbewerb“ berichtete Ruth Huber mit strahlenden Augen. Da das Spazierengehen inzwischen nicht mehr so leicht fällt, lässt sich das Ehepaar heute gerne bei einer Massage verwöhnen.

Abschließend luden die munteren Jubilare den Vizebürgermeister ein, „wieder einmal auf a Glaserl vorbeizukommen“, woraufhin dieser nur meinte, er komme in Zukunft sowieso öfter, da es ja bald runde Geburtstage und die Steinerne Hochzeit zu feiern gäbe.
01. September 2011