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IVB mit Anerkennung ausgezeichnet

Österreichischer Verwaltungspreis 2013
Mit einer Anerkennung im Rahmen des Österreichischen Verwaltungspreises 2013 im Gepäck reisten Martin Baltes, Geschäftsführer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), und IVB-Personalleiterin Birgit Haidacher gestern aus Wien zurück nach Tirol. Die IVB erhielten diese Auszeichnung in der Kategorie „ Management von Gender, Diversity und Integration – Potential für die Verwaltung von Morgen“. Überreicht wurde der Preis durch Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Frauen und Öffentlicher Dienst.

Alle Länder, Gemeinden und die Dienststellen der Bundesverwaltung waren eingeladen, an einem Wettbewerb teilzunehmen, und damit einer breiten Öffentlichkeit ihre Stärken sowie die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes sichtbar zu machen, „um von den Besten zu lernen“, so Heinisch-Hosek weiter. In ihrer Laudatio ließ die Ministerin wissen, „dass im öffentlichen Dienst mit immer weniger, dafür aber gut motivierten MitarbeiterInnen der Service an den BürgerInnen verbessert werden muss“. Dies bedeute, dass am Steigern der Effizienz und an innovativen Lösungsansätzen permanent zu arbeiten sei.

Die IVB tut dies, indem sie im Jahr 2012 ein Projekt zur Verbesserung der Deutschkenntnisse ihrer FahrerInnen startete. Unter Anleitung von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) und dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) büffeln IVB-LenkerInnen aus Herkunftsländern wie Polen, Türkei, Serbien, Kroatien oder Tunesien jeweils ein Semester lang die notwendige Fachsprache und interkulturelle Kommunikation unter dem Motto: „Besser fahren mit Deutsch.“ Fachleute der IVB haben dazu eine Liste von 100 zentralen Vokabeln von „AnrainerIn“ bis „Straßenverkehrsordnung“ zusammengestellt und in die wichtigsten Herkunftssprachen übersetzt. Auch Dialektworte, mit denen die FahrerInnen in ihrer täglichen Arbeit in Berührung kommen, wurden übersetzt.

Diese Kooperation bringt aber nicht nur den FahrerInnen von Bus und Tram Vorteile, auch die Studierenden der Pädagogischen Hochschule profitieren davon. „Der Unterricht wird ihnen als Pflichtpraktikum im Rahmen ihres Studiums angerechnet“, freut sich Haidacher über die dadurch gewonnenen Synergien. Und Haidacher weiter: „Am Ende des Kurses wird der Lernerfolg des IVB-Fahrpersonals in Form von Interviews und Fragebögen evaluiert“.

IVB-Geschäftsführer Baltes zieht ebenfalls eine rundum positive Bilanz: „Unsere MitarbeiterInnen haben ihre kommunikative Kompetenz merklich erhöht. Sie fühlen sich damit in ihrer täglichen Arbeit wohler und sind speziell auf herausfordernde Situationen im Alltag einer/s FahrerIn besser vorbereitet“.

Wegen des großen Erfolges befindet sich der Kurs bereits in der dritten Runde und auch schon für das Herbstsemester laufen die Vorbereitungen.

08. Mai 2013