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ISD-Sozialservice ist mehr als die Zentrale der Heimaufnahme

Soziale Kompetenz wird in der Clearingstelle der ISD groß geschrieben
Die Innsbrucker Sozialen Dienste GmbH (ISD) bieten seit nunmehr elf Jahren ein breites Angebot im Bereich der sozialen Daseinsfürsorge für die InnsbruckerInnen. Das Leistungsspektrum umfasst auch das dort angesiedelte Sozialservice, welches als zentrale Heimaufnahme sowie als Beratungs- und Koordinationsstelle für Tages- und Kurzzeitpflegeplätze und als Vermittler mobiler Dienstleistungen (Haushaltshilfen, Hauskrankenpflege…) dient.

Im Rahmen des Pressegesprächs präsentierten Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Sozialstadtrat Ernst Pechlaner, ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner und Robert Senn eine Bilanz des Sozialservice.

„Kommunale Verantwortung bedeutet vor allem soziale Verantwortung für alle Generationen in unserer Stadt. Hier leistet das Sozialservice wertvolle Dienste“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Sozialstadtrat Ernst Pechlaner unisono. Für den Geschäftsführer der ISD, Dr. Innerebner, steht fest: „Das Sozialservice der ISD hat sich in den letzten Jahren zur unverzichtbaren Drehscheibe für Hilfestellungen im Sozialbereich entwickelt, insbesondere hinsichtlich Pflege und Betreuung.“

Robert Senn steht als Leiter des ISD-Sozialservice tagtäglich an vorderster Front und beschreibt seine Tätigkeit so: „Im Sozialservice haben wir täglich damit zu tun, dass sich Menschen mit Betreuungs- und/oder Pflegebedürftigkeit konfrontiert sehen. Hier ist es ganz wichtig, empathisch auf diese Menschen zuzugehen, sie aufzufangen, über ihre Sorgen zu sprechen und sie ernst zu nehmen. Unser Ziel ist es, so rasch als möglich Hilfeleistungen zu organisieren.“

Hintergrund
Das ISD-Sozialservice ist aus der zentralen Heimaufnahme entstanden, die ursprünglich im Innsbrucker Sozialfond (ISF) eingebettet war. Dieser ist gemeinsam mit dem Verein Wohin, dem Sozial- und Gesundheitssprengel, dem Essen auf Rädern sowie den städtischen Kinderzentren Mariahilf und Pechegarten 2003 unter dem Dach der ISD zusammengeführt wurden. Mit der Gründung der ISD wurde die Heimaufnahme um einige Aufgabengebiete erweitert und zur Abteilung Sozialservice. Die Vergabe freier Heimkapazitäten nach einer ständig aktualisierten Dringlichkeitsliste (in Kooperation mit den übrigen Heimplatzanbietern im Stadtgebiet und in den Umlandgemeinden) sowie die Organisation von Tagesheim- und Kurzzeitpflegeplätzen, die Vermittlung von mobilen Dienstleitungen (Haushaltshilfen, Einkaufsdienste, Hauskrankenpflege, medizinische Krankenpflege und ambulante Therapie) sowie die fundierte Beratung in all diesen Bereichen gehören zum Aufgabengebiet. Beratende Funktion übernimmt das ISD-Sozialservice darüber hinaus im Sinne eines Projektmanagements auch für neu geplante SeniorInnenwohnungen.

Zahlen und Fakten
Im Schnitt werden beim ISD Sozialservice täglich 41,3 KlientInnen und 114 Anrufe bearbeitet. Im vergangenen Jahr konnten lediglich zwei Anfragen zu mobiler Hauskrankenpflege nicht in einem angemessenen Zeitrahmen einer Lösung zugeführt werden.

2013 gab es insgesamt 741 Neuanmeldungen für Heimplätze und 502 Anfragen zu mobiler Betreuung. Die Heimanmeldungen waren nicht in allen Fällen als dringlich zu bezeichnen, sondern vielfach eher als Vormerkungen zu betrachten. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 18 Auswärtigenzuschläge bewilligt (sechs davon sind dadurch zustande gekommen, dass nicht zeitnah ein Heimplatz angeboten werden konnte).

Insgesamt betreibt die ISD sieben Heime und eine Außenstelle in der Seniorenresidenz mit rund 930 Heimplätzen. Weiters werden acht Wohnanlagen mit 206 Wohnungen von den ISD betrieben. Letztere werden aktuell von 231 MieterInnen bewohnt. Darüber hinaus gehören drei Kurzzeitpflegeplätze und ein Tagesheim zum ISD-Angebot. 2014 wurden 23 Kurzzeitpflegegäste aufgenommen und sechs neue Gäste im Tagesheim aufgenommen. 2014 erfolgten bisher 120 Neuaufnahmen in eine der ISD Einrichtungen.

Das Durchschnittsalter der HeimbewohnerInnen beträgt 86,34 Jahre, das der MieterInnen 74,04 Jahre. Das Alter der SeniorInnen, die 2014 neu aufgenommen wurden, liegt durchschnittlich bei 84,44 Jahren.

Im Rahmen der ISD-Hauskrankenpflege wurden seit Jänner 2014 insgesamt 242 Betreuungsanfragen abgeklärt. 133 davon konnten übernommen werden, nur 27 wurden weiter vermittelt. 82 Anfragen wurden zurückgezogen – weil doch kein Bedarf war oder die/der Klientin/Klient merkte, dass sie/er für die Leistung einen Selbstkostenanteil zu tragen hat. Insgesamt verrichten die MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege bis zu 100.000 Leistungsstunden pro Jahr.

In der Mobilen Pflege und Betreuung werden derzeit rund 800 Innsbrucker BürgerInnen regelmäßig versorgt.

05. Mai 2014