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ISD: ArbeiterInnen werden Angestellten gleichgestellt

Regelung aus der Zeit der Monarchie beseitigt
Die Innsbrucker Soziale Dienste (ISD) sind Arbeitgeber von derzeit rund 1.200 MitarbeiterInnen – etwa 350 davon sind ArbeiterInnen. Auf Initiative des Angestellten-Betriebsrates und nach einstimmigem Beschluss des Aufsichtsrates vom 11. März werden diese nun den Angestellten innerhalb der ISD vertraglich gleichgestellt.

„Mit dieser Gleichstellung der ArbeiterInnen und Angestellten geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer ihren Einsatz für diese Entwicklung. „Ungleichheiten werden beseitigt und ich bedanke mich bei den Verantwortlichen, allen voran dem Betriebsrat und dem Aufsichtsrat, für die rasche Umsetzung. Wie die Stadt Innsbruck sind die ISD ein verlässlicher und wichtiger Arbeitgeber und diese Maßnahme verdeutlicht unsere hohe Wertschätzung der zahlreichen ArbeiterInnen.“

„Die ArbeiterInnen in den ISD leisten jeden Tag wertvolle Arbeit in Betreuung und Pflege. Vor diesem Hintergrund ist es uns wichtig, dass sie sich nicht als DienstnehmerInnen zweiter Klasse fühlen – die Angleichung ist ein deutliches Signal dafür“, bestätigt ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner. „Mit dieser Maßnahme nimmt die ISD eine Vorreiterrolle ein und ich bin davon überzeugt, dass dieser Trend zur Gleichstellung österreichweit anhalten wird.“

Vorreiterrolle in der Gleichstellung
In der Vergangenheit wurde von verschiedenen Seiten die Angleichung von Angestellten und ArbeiterInnen gefordert. In Österreich geht diese Unterscheidung bis in die Zeit der Monarchie zurück. Im Nachbarland Deutschland beispielsweise gibt es diese bereits seit mehreren Jahren nicht mehr. Dieser Trend erreicht nun auch Österreich und die ISD nehmen hier eine klare Vorreiterrolle, vor allem in Tirol, ein.

Innerhalb der ISD sind die ArbeiterInnen unter anderem als HilfspflegerInnen, in den Küchen sowie in der Reinigung beschäftigt. Auch wenn es bisher aus dienstrechtlicher Sicht nur mehr wenige Unterschiede zwischen ArbeiterInnen und Angestellten gab, so werden auch diese durch die Angleichung endgültig beseitigt, beispielsweise im Hinblick auf Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall. In Zukunft gibt es innerhalb der ISD auch nur mehr einen Betriebsrat für Angestellte, was die Organisation und Arbeit innerhalb des Unternehmens vereinfacht.
„Die Schaffung eines einheitlichen ArbeiternehmerInnen-Status ist eine klare Aufwertung und Besserstellung der ArbeiterInnen“, freut sich ISD-Angestellten-Betriebsrat Ambros Knapp. „Wir haben damit nun eine Gleichstellung in der ISD erreicht.“
Die Angleichung tritt mit 1. Juli 2014 in Kraft.
14. März 2014