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Inn-Sill-Hochwasserschutz

Schweizer StudentInnen auf Exkursion in Innsbruck
Im Rahmen der Abschlussexkursion der ETH Zürich, Fachrichtung Wasserbau und Umweltingenieure, besuchten 22 StudentInnen gemeinsam mit Prof. Dr. Robert Boes am 11. Juli Innsbruck und informierten sich über die Hochwasserschutzmaßnahmen an Inn und Sill.
Die StudentInnen wurden von Bürgermeisterin Mag.a Oppitz-Plörer zu einem Mittagessen im Restaurant des Wohnheims Reichenau eingeladen, wo sie von der ressortverantwortlichen Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und Inn-Sill-Koordinator Ing. Gerhard Dendl gemeinsam mit Vertretern des Tiefbauamtes und Hofrat DI Hubert Steiner (Chef der Abteilung Wasserwirtschaft im Amt der Tiroler Landesregierung) begrüßt wurden.

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider wies die Gäste auf den Hauptwert der Hochwasserschutzmaßnahmen hin, die im Jahr 2005 dafür gesorgt haben, dass die Stadt Innsbruck vor großen Schäden bewahrt wurde und gleichzeitig großzügige Erholungsflächen mit Rad- und Fußwegen entwickelt werden konnten. Die Vertreter des Tiefbauamtes erklärten die Funktionsweise der technischen Einbauten bei der neuen Sillmündung, die mit den Hochwasserschutzanlagen große technische Herausforderungen darstellen.

Hochwasserschutz, verbesserte Gewässerökologie und Naherholungsraum
Die StudentInnen zeigten sich anschließend vor Ort an der neuen Sillmündung sehr interessiert bezüglich des Hochwasserschutzes in Innsbruck – insbesondere an der in der Tiroler Landeshauptstadt seit mehr als 40 Jahren praktizierten Verbindung von Hochwasserschutz, Stadtentwicklung, umweltgerechter Mobilität und der Kombination von verbesserter Gewässerökologie und Vermehrung von öffentlichen Grünflächen – trotz sehr begrenzter Flächenressourcen.

Inn-Sill-Koordinator Dendl informierte darüber, dass es gelungen ist, mit den Maßnahmen an der neuen Sillmündung den Hochwasserschutz für die angrenzenden Stadtteile wesentlich zu verbessern und einen sehr beliebten Erholungsraum zu entwickeln, der als attraktive Ergänzung zu den gewässerökologischen Begleitmaßnahmen bereits als fixer Bestandteil des Lebensraumes von der Bevölkerung angenommen wird.
Dieses Projekt konnte in Verbindung mit der Entwicklung und Realisierung der angrenzenden Wohnbauten sowie wichtigen Infrastrukturmaßnahmen (Kanaldüker, Fernwärmedüker, Tiflisbrücke) mit Gesamtkosten von rund 9 Millionen Euro innerhalb des vereinbarten Kosten- und Zeitrahmens von 2009 bis 2011 realisiert werden.

DI Steiner betonte zusätzlich, dass der Hochwasserschutz in Innsbruck auch für die Republik Österreich und das Land Tirol eine große Priorität hat und mit großzügigen Förderungen durch Bund und Land diese wirksamen und ausgedehnten Hochwasserschutzmaßnahmen in der Landeshauptstadt Innsbruck unterstützt werden.
25. Juli 2013