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Innsbrucks Ampeln werden FußgängerInnen-freundlicher

Verlängerte Grünphasen auf Knopfdruck.
(RMS) Zu kurze Schaltintervalle bei Fußgängerampeln sind besonders für ältere bzw. gehbehinderte Menschen sowie für Schulkinder ein Problem, dem die Stadt Innsbruck nun entgegenwirkt. Verkehrsstadtrat Ernst Pechlaner stellte am 20. Dezember gemeinsam mit Amtsvorstand DI Dr. Reinhard Fischer und DI Michael Kaufmann vom städtischen Amt für Verkehrsplanung und Umwelt die neuen Verkehrslichtsignalanlagen vor, die es FußgängerInnen erlauben, bei Bedarf selbstständig eine längere Freigabezeit zu schalten.

„Es war uns wichtig, dass wir an den kritischen Kreuzungen so schnell wie möglich eine befriedigende Lösung im Sinne unserer älteren oder gehbehinderten Mitbürgerinnen und -Bürger finden“, so StR Pechlaner. „Anfang nächsten Jahres werden vier Anlagen dazukommen und bei Bedarf kann dieses intelligente System noch an weiteren Standpunkten eingesetzt werden. Demnächst werden wir auch eine breite Informationsoffensive starten, um über Vorzüge und Funktionsweise der neuen Anlagen aufzuklären.“

An der Unterseite der Anmeldetaster an Fußgängerampeln befindet sich ein Knopf, der die Freigabezeit um bis zu 50 Prozent verlängert. Inklusive der Schutzzeit (nach Ende des Grün-Blinkens) steht somit an neuralgischen Kreuzungen wie etwa am Sillpark eine sehr viel längere Grünphase für die FußgängerInnen zur Verfügung.
Bisher sind die Übergangszeiten für kritische Überwege an 17 Kreuzungen verlängerbar.

Die Informationskampagne soll mit Broschüren vor allem an Schulen oder Altersheimen die Zielgruppen erreichen. „Wir möchten besonders das richtige Verhalten am Schutzweg kommunizieren“, betonte Amtsvorstand DI Dr. Reinhard Fischer. „Die Möglichkeit, die Freigabezeit zu verlängern, sollte an sich nur von jenen in Anspruch genommen werden, die wirklich mehr Zeit zum Überqueren der Straße benötigen.“
20. Dezember 2010