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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Mitte) präsentierte gemeinsam mit Projektleiterin Natalie Pedevilla, wissenschaftlichen Projektbegleiter Martin Sexl, Birgit Neu (Abteilungsleiterin Magistratsabteilung V) und Maria-Luise Mayr (Kulturamtsleiterin) das „Innsbruck liest“-Buch 2015.
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Mitte) präsentierte gemeinsam mit Projektleiterin Natalie Pedevilla, wissenschaftlichen Projektbegleiter Martin Sexl, Birgit Neu (Abteilungsleiterin Magistratsabteilung V) und Maria-Luise Mayr (Kulturamtsleiterin) das „Innsbruck liest“-Buch 2015.

„Innsbruck liest 2015“: Frühling der Barbaren von Jonas Lüscher

Neues Auswahlkriterium fördert junge AutorInnen

Bereits zum zwölften Mal in Folge werden 10.000 Bücher an die InnsbruckerInnen verschenkt. Im Rahmen der Literaturförderaktion „Innsbruck liest“ werden diese ab 16. April an 14 Verteilerstellen kostenlos verteilt. Erstmals kam bei der Auswahl des Buches ein neues Kriterium zu tragen. Dieses stellte Bürgermeisterin und Kulturreferentin Mag.a Christine Oppitz-Plörer gemeinsam mit Projektleiterin Mag.a Natalie Pedevilla (Referatsleitung Bildende Kunst und Kulturprojekte) sowie dem wissenschaftlichen Begleiter des Projekts Dr. Martin Sexl im Zuge der Präsentation des Buches 2015, das den Titel „Frühling der Barbaren“ trägt, vor. Gleichzeitig stand auch das bunte Rahmenprogramm im Fokus.

Das Rahmenprogramm der Aktion wird von erfahrenen Innsbrucker LiteraturveranstalterInnen vorgeschlagen und gemeinsam mit der Stadt umgesetzt.

„Insgesamt wird mit dem Projekt ‚Innsbruck liest‘ auch dieses Jahr wieder ein starkes Zeichen für die Literaturszene in Innsbruck gesetzt. Neben dem kostenfreien Buch für die Bürgerinnen und Bürger geht es auch darum, ortsansässige Literaturbetriebe zu stärken“, erklärt Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. Das Budget der Stadt Innsbruck für „Innsbruck liest 2015“ liegt bei 30.000 Euro (Rahmenprogramm und Werbung ohne Sponsorengelder).

Neuer Aspekt

Neu ist im Jahr 2015, dass bei der Auswahl des Buches darauf geachtet wird, dass es sich um ein Debüt einer Autorin bzw. eines Autors handelt. Projektleiterin Mag.a Natalie Pedevilla begründet die Neuerung so: „Damit rückt der Fördergedanke von jungen, angehenden Autorinnen und Autoren deutlich in den Vordergrund.“

Insgesamt wurde bei der Auswahl nach folgenden Kriterien vorgegangen:

  • Das Buch soll sowohl für eine breite LeserInnenschaft gut lesbar als auchliterarisch anspruchsvoll sein.

  • Die Lektüre ist für eine literarische Diskussion geeignet.

  • Das Werk wurde von einer lebenden Autorin/einem lebenden Autor aus dem deutschsprachigen Raum geschrieben.

  • Es soll sich um ein Debüt handeln (NEU!)

Das Buch

Die Jury bestehend aus Sylvia Treudl (Unabhängiges Literaturhaus NÖ), Peter Clar (Autor) und Maria Ruetz-Pechtl (Studia Innsbruck) wählte für 2015 das Buch „Frühling der Barbaren“ von Jonas Lüscher aus.

Die Novelle handelt vom reichen und hilflos wirkenden Schweizer Fabrikserben Preising, der nach einem Zusammenbruch in einer psychiatrischen Klinik dem Ich-Erzähler des Buches – ebenfalls Patient in der Klinik – im Rückblick von seinem Leben und von jenem Ereignis erzählt, das letztlich für seine Einlieferung in die Klinik auslösender Faktor war und im Buch den größten Raum einnimmt.

Insgesamt greift das diesjährige Buch ein hochaktuelles Thema auf, nämlich das finanzkapitalistische System und die Konsequenzen auf die Menschen bei einem Zusammenbruch.

Ein Aspekt, der die Jury in ihrer Auswahl bestärkt hat, ist die Tatsache, dass die LeserInnen bei diesem Buch zwar auch nach- und mitdenken müssen, aber doch auch immer wieder lachen werden – letztlich auch über sich selbst.

Der Autor

Jonas Lüscher, Autor des diesjährigen Buches kommt aus der Schweiz, wo er 1976 geboren wurde. Nach seiner Lehrerausbildung arbeitet er einige Jahre als Stoffentwickler und Dramaturg in der Münchner Filmwirtschaft. Anschließend nahm er 2005 sein Studium an der Hochschule für Philosophie in München auf, welches er 2009 mit der Erlangung des Magistergrades abschloss. Nebenbei arbeitete Lüscher als freiberuflicher Lektor. 2013 erhielt der Autor den Berner Literaturpreis und den Bayrischen Kunstförderpreis.

Rahmenprogramm und Verteilerstellen

Zusätzlich zu den Büchern, die verteilt werden, findet im April ein umfangreiches Rahmenprogramm statt. In Zuge dessen werden beispielsweise Szenen aus dem Buch in Zusammenarbeit mit der Schauspielschule Innsbruck inszeniert. Außerdem finden unter anderem Lesungen und Podiumsdiskussionen statt.

Auch 2015 gibt es wieder mehrere Verteilstellen und Signiermöglichkeiten. Diese können, wie das gesamte Rahmenprogramm, dem angehängten Dokument entnommen werden.

Sponsoren

Folgende Unternehmen beteiligen sich an der diesjährigen Aktion „Innsbruck liest“:

  • IKB – Innsbrucker Kommunalbetriebe

  • Land Tirol

  • UPC Tirol

  • IVB – Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH

  • Wirtschaftskammer Tirol - Buch und Medienwirtschaft

  • AK-Bücherei

  • Flughafen Innsbruck (Flugpassagiere, die ab 16. April einchecken, bekommen ein

    Innsbruck-liest Buch als Reiseliteratur – solange der Vorrat reicht!)

Außerdem wird das Projekt von den beiden Kooperationspartnern Tiroler Tageszeitung und dem ORF Tirol unterstützt.

 

Sämtliche Informationen zur Aktion finden Sie auch auf:

www.innsbruck.gv.at/innsbruck-liest

(DH)