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Innsbruck trägt ein Fördervolumen von rund 100.000 Euro

SeniorInnen-Wohnpauschale: Neues Fördermodell bringt finanzielle Entlastung von bis zu 70 Prozent
Der Stadt Innsbruck ist es ein Anliegen, dass SeniorInnen ihren Lebensabend möglichst lange in den eigenen vier Wänden verbringen können. Damit gerade BezieherInnen geringerer Einkommen nicht aus wirtschaftlichen Gründen frühzeitig in ein SeniorInnenwohnheim umziehen müssen, hat die Stadt Innsbruck – auf Initiative von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer – gemeinsam mit den Innsbrucker Sozialen Diensten (ISD) ein neues, transparentes und sozial besonders verträgliches Fördermodell für die SeniorInnen-Wohnpauschale ausgearbeitet.

„Diese neue Förderrichtlinie ist ein Meilenstein des städtischen Betreuungsangebotes, der den Lebensalltag für viele SeniorInnen deutlich erleichtern wird“, ist Bürgermeisterin Oppitz-Plörer stolz auf die effiziente Neuordnung. „Da das Land Tirol bisher kein entsprechendes landesweites Fördermodell ausgearbeitet hat, reagieren wir damit unmittelbar auf die Bedürfnisse der einkommensschwächeren SeniorInnen Innsbrucks. Die sozial gestaffelte und ausgewogene Regelung federt die finanzielle Belastung für Mindest-PensionistInnen und BezieherInnen von Ausgleichszulagen deutlich ab.“

„Als SeniorInnen-Referent ist es mir ein besonderes Anliegen, auch für die ältere Bevölkerung adäquaten und vor allem leistbaren Wohnraum zu bieten, um ein möglichst langes und unbeschwertes Verbleiben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, ist auch der ressortzuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann von der neuen Lösung begeistert. „Das neue Fördermodell geht individuell auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen ein.“

Sozial gestaffelte Regelung ermöglicht Förderung von bis zu 70 Prozent
Derzeit werden durch die ISD an acht Standorten 210 SeniorInnenwohnungen betrieben. Unterschiedliche Bauträger mieten diese an und vermieten sie an die BewohnerInnen ohne Aufschlag weiter.
Um seniorInnenspezifische Zusatzangebote (Notruf zum Roten Kreuz, Veranstaltungen, Gemeinschaftsräume, etc.) zu decken, entrichten die BewohnerInnen eine einkommensunabhängige Pauschale. Diese wird im kommenden Jahr 100,10 Euro betragen. Mindest-PensionistInnen bzw. Ausgleichszulagen-BezieherInnen verbleiben so allerdings, nach Abzug der Wohnungskosten, zum Teil nur etwa 400 bis 500 Euro für den Lebensunterhalt.

Das neue Fördermodell zieht als Bemessungsgrundlage das Einkommen abzüglich der Mietkosten heran, wobei Annuitätenzuschüsse oder Mietbeihilfen miteingerechnet werden. Bis 500 Euro wird nun die Pauschale von 100,10 Euro auf einen Sockelbetrag von 30 Euro gefördert – die Stadt Innsbruck trägt also bis zu 70,10 Euro Förderung pro Wohnung. Ab einer Bemessungsgrundlage von mehr als 500 Euro wird ein 14-prozentiger Anteil als Eigenleistung dem Sockelbetrag von 30 Euro hinzugerechnet.

Das jährliche Fördervolumen beläuft sich auf rund 100.000 Euro und wird von der Stadt Innsbruck getragen. Die Abwicklung selbst wird von der ISD übernommen.
10. Dezember 2013