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Innsbruck finanzkräftig und investitionsfreudig

Positiver Finanzabschluss für 2011.
Budgetüberschuss, große Investitionen ohne Kreditaufnahme, historisch niedriger Schuldenstand: „Eine Jahresrechnung, die viel Freude macht“, konnte Finanzreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer gemeinsam Finanzdirektor Dr. Josef Hörnler im Rahmen eines Pressegesprächs am 10. April präsentieren.

Niedriger Schuldenstand
Insgesamt ergibt sich im Haushaltsjahr 2011 ein Plus von 352.107,83 Euro, anstelle des budgetierten Abgangs von 4,49 Mio. Euro. Investitionen in Höhe von 52,2 Mio. Euro konnten getätigt werden und zwar ohne die Aufnahme von Darlehen, zur Gänze aus Eigenmitteln der Stadt.

„Der Schuldenstand bewegt sich auf einem historischen Tiefstand“, konnte die Bürgermeisterin zudem berichten. 14,29 Mio. Euro Gesamtschulden stehen Rücklagen von 19,43 Mio. Euro gegenüber. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist bei niedrigen 120,08 Euro angelangt (2010: 125,86 Euro). Auch nach den Maastricht-Konvergenz-Kriterien wurde für den Gesamthaushalt 2011 mit plus 2,5 Mio. Euro ein positives Ergebnis erwirtschaftet. „Innsbruck trägt damit zum gesamtstaatlichen Stabilitätspakt bei“, erläuterte Finanzdirektor Hörnler.

Neue Investitionen
„Die Stadt kann aus eigener Kraft in den nächsten Jahren Infrastruktur und Rahmenbedingen für die Bevölkerung noch weiter verbessern“, erläuterte die Bürgermeisterin die Folgen des positiven Haushalts. Gleichzeitig dankte sie allen MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung für den disziplinierten Umgang mit öffentlichen Geldern. Langfristiges und konsequentes Handeln und Denken bei der Budgetpolitik hätten sich bezahlt gemacht.

So konnten 2011 im außerordentlichen Haushalt 52,2 Mio. Euro ohne Kreditaufnahmen investiert werden – z. B. in den öffentlichen Verkehr, den Umbau der Messe, Grund- und Gebäudeerwerb (etwa die Markthallengarage) oder die Errichtung der WUB-Trendsporthalle. „Die Stadt Innsbruck kann damit auch bei zukünftigen Infrastrukturprojekten, die gemeinsam mit Land und Bund verwirklicht werden, ihren eigenen Anteil leisten“, freute sich Bürgermeisterin Oppitz-Plörer über die Finanzkraft der Stadt. Dazu zählen etwa das Haus der Musik, das Frauenhaus, Pflegeheime, neue Kindergartengruppen etc.

Die Kommunalsteuereinnahmen (47,8 Mio. Euro) stiegen auch im Jahr 2011. „Ein Zeichen der Wirtschaftskraft der Stadt“, so die Bürgermeisterin: „In den letzten Jahren ist in Innsbruck in den Bereichen Betriebsansiedelung und Arbeitsplätze viel weitergegangen.“

Einmal mehr sprach sich die Bürgermeisterin aber gegen die Einführung unüberlegter Gratis-Angebote aus: „Was heute gratis erscheint, ist morgen teuer. Zukünftige Generationen müssen dafür bezahlen.“

Die freie Finanzspitze – Ausdruck der finanziellen Leistungskraft einer Gemeinwirtschaft – liegt 2011 bei 13,4 Mio. Euro.

„Der Jahresabschluss 2011 ist ausgeglichen bei hohem Investitionsniveau und Aufrechterhaltung des städtischen Finanzierungspotenzials für neue Projekte ohne Darlehensaufnahme“, resümierte Finanzdirektor Hörnler.

10. April 2012