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Innsbruck feiert 50 Jahre Olympiastadt

Viele Highlights anlässlich des Olympia-Jubiläumsjahres
1964, 1976 und 2012 (Youth Olympic Games/YOG) – weltweit ist Innsbruck die einzige Stadt, die dreimal Austragungsort Olympischer Winterspiele war. Begonnen hat alles mit den IX. Olympischen Winterspielen 1964 und damit feiert Innsbruck heuer sein 50-jähriges Jubiläum als Olympiastadt.
Am 20. Jänner stellte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer gemeinsam mit Sportreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, Dr. Karl Gostner (Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer), Sportamtsleiter Romuald Niescher und Mag. Georg Spazier (innsbruck-tirol sports legacy) die vielseitigen Highlights und Veranstaltungen im Olympia-Jubiläumsjahr 2014 vor.

„Die Olympischen Winterspiele waren und sind unverzichtbarer Bestandteil der Stadtgeschichte, der Stadtentwicklung und des Selbstverständnisses der Innsbruckerinnen und Innsbrucker“, so Bürgermeisterin Oppitz-Plörer: „Die Stadt begeht mit einer bunten Vielfalt an Veranstaltungen dieses erfreuliche Jubiläumsjahr und es steht im Vordergrund, den Menschen die Bedeutung der Olympischen Spiele für Innsbruck wieder ins Bewusstsein zu rufen. Das Land Tirol, der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer sowie innsbruck-tirol sports legacy sind für uns dabei sehr wichtige Partner. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit und das ausgezeichnete Programm.“

„2014 ist für uns ein ganz besonderes Jahr“, so Sportreferent Vizebürgermeister Kaufmann: „Höhepunkte wie der Neujahrsempfang im Olympischen Dorf, das Stadtteilfest ‚50 Jahre Olympisches Dorf‘ oder die Eröffnung des ‚Walk of Fame‘ werden das Jubiläum das ganze Jahr hindurch würdig in Erinnerung rufen. Auch in Zukunft werden wir uns aktiv um die Ausrichtung sportlicher Großveranstaltungen bemühen und ausgezeichnete Gastgeber sein.“ Kaufmann erinnerte daran, dass 2016 die International Children Games (ICG) in Innsbruck stattfinden und die Bewerbung für die Kletter-Weltmeisterschaft 2018 eingereicht wurde.

„Im Namen des Landes Tirol darf ich der Stadt Innsbruck danken, dass das 50-jährige Jubiläum mit so einem umfangreichen Jahresprogramm gefeiert wird“, betonte Landtagspräsident van Staa: „Es war damals eine unglaubliche Leistung, Olympia nach Innsbruck zu holen. Nach den Besatzungsjahren fanden Österreich, Tirol und Innsbruck damit wieder Anschluss an die Welt. Heute ist es aber wichtiger denn je, dass Sport-Großveranstaltungen in einem reduzierten und für die Menschen verträglichen Maß durchgeführt werden. Innsbruck hat das auch in jüngster Vergangenheit etwa mit der Winter-Universiade 2005 oder den YOG 2012 eindrucksvoll geschafft.“

„Die Olympischen Winterspiele 1964 waren die ersten, die im Fernsehen übertragen wurden. Der Werbewert, besonders in den USA oder Großbritannien, war unvergleichlich“, erinnerte TVB-Chef Gostner: „Auch die YOG 2012 haben das positive Image Innsbrucks in der Welt verstärkt. Mittlerweile sind wir als Tourismusverband auf über 30 Märkten aktiv vertreten und die Tourismuszahlen verdeutlichen den Erfolg unserer Maßnahmen.“

„Wir haben gemeinsam viele Events und Veranstaltungen zum Jubiläum ausgearbeitet und ich freue mich schon auf dieses Olympische Jahr“, so Geschäftsführer Spazier: „Uns liegt besonders viel daran, Projekte aus dem Schulsportbereich weiterzuentwickeln, beispielsweise mit der Rodel-JuniorInnen-WM. Diese Initiativen festigen den Ruf der Sport- und Olympiastadt Innsbruck, der zuletzt gerade durch die YOG 2012 wieder exzellent bestätigt wurde.“

Veranstaltungs-Höhepunkte würdigen Innsbrucks Olympia- und Sportgeschichte
Schon am 1. Jänner läutete das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck (TSOI), das beim traditionellen Neujahrskonzert im Congress Innsbruck für ein „Olympisches Feuerwerk“ gesorgt hatte, den Veranstaltungsreigen der Sonderklasse ein.

Sportliche Highlights erwarten die InnsbruckerInnen bereits am 25. und 26. Jänner, wenn der JuniorInnen-Weltcup im Eisschnelllauf in der Olympiaworld stattfindet. Am 30. Jänner wird außerdem die Rodel-JuniorInnen-Weltmeisterschaft, die in der Olympia Bob-, Rodel- und Skeletonbahn in Innsbruck-Igls durchgeführt wird, am Sparkassenplatz eröffnet. „Innsbruck zeigt mit der Serie an internationalen Veranstaltungen, speziell in den Nachwuchsklassen, ein starkes Bekenntnis zum Nachwuchssport sowie zur Nachhaltigkeit der Olympia-Sportstätten“, freute sich der zuständige Vizebürgermeister Kaufmann.
„In der Nachnutzung der Sportstätten ist Innsbruck weltweit führend. Das wird auch seitens des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) beobachtet und bestätigt“, ergänzte Spazier.

Erster gesellschaftlicher Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der Neujahrsempfang im Olympischen Dorf am 29. Jänner: Auf den Tag genau 50 Jahre nach Eröffnung der Winterspiele laden Stadt Innsbruck und Land Tirol offiziell zum Olympiaempfang in das Veranstaltungszentrum Olympisches Dorf am DDr. Alois-Lugger-Platz ein. Dieser Empfang wird eingebunden in den traditionellen Neujahrsempfang des Verbandes Neu Arzl/Olympisches Dorf (VNO). TeilnehmerInnen der Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 sind eingeladen und OlympiasiegerInnen werden einmal mehr auf der Bühne stehen. Filmische und musikalische Darbietungen begleiten den Empfang. „An dieser Stelle bedanke ich mich bei den seinerzeitigen Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass sie sich im O-Dorf einfinden. Vor allem aber richtet sich mein Dank an den Obmann des VNO, Hofrat Prof. Mag. Friedl Ludescher“, so Bürgermeisterin Oppitz-Plörer: „Er zeichnet nicht nur für die Auftaktveranstaltung verantwortlich, sondern ist schon seit vielen Monaten aktiv mit den Vorbereitungen beschäftigt.“

Schon am 30. Jänner folgt die Eröffnung des „Walk of Fame“: Ähnlich den berühmten Sternen am Hollywood-Boulevard in Los Angeles werden 100 Sterne mit den Namen der Olympiamedaillen-GewinnerInnen der Spiele 1964, 1976 und 2012 im Innenstadtbereich aufgeklebt. Über dieses Jubiläumsevent wird in einem Pressetermin am 30. Jänner noch ausreichend informiert.

Buntes Programm für Jung und Alt
Traditionell veranstaltet die Stadt Innsbruck nun schon seit zehn Jahren die Wintersporttage. Heuer finden diese vom 31. Jänner bis zum 2. Februar unter dem Titel Olympiasporttage statt. „Neu ist unter anderem, dass Seefeld mit den Biathlon-Bewerben mit dabei ist“, erklärte Sportamtsleiter Romuald Niescher: „Die bewährten Sportprogramme auf der Nordkette und am Patscherkofel, das Kennenlernen verschiedenster Sportarten, das Gratis-Ausleihen von Sportgeräten und deutlich vergünstigte Tagestickets für Erwachsene und Kinder sind wieder fixer Bestandteil.“
Am 2. Februar gibt es – nach entsprechender Anmeldung – außerdem die Möglichkeit für Gästefahrten im Bob und Skeleton im Eiskanal Innsbruck-Igls. Von 5. bis 9. Februar lädt außerdem das Snow-Festival wieder zur sportlichen Betätigung für die ganze Familie auf den Marktplatz.

Eine kurze Olympiapause legt Innsbruck dann vom 7. bis zum 22. Februar ein – in dieser Zeit sind alle Augen auf die Olympioniken der Winterspiele 2014 in Sotchi gerichtet. „Auch Tirol und Innsbruck hoffen auf Medaillen, wie beispielsweise mit Janine Flock im Damenskeleton“, drückt Vizebürgermeister Kaufmann schon jetzt die Daumen.

Würdiger Empfang für erfolgreiche Olympioniken
Der entsprechende Medaillenempfang, der bereits nach den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 stattfand, ist für den 24. Februar in bewährter Form in der Maria-Theresien-Straße geplant. Die Stadt Innsbruck arbeitet dabei bestens mit dem Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) und dem Land Tirol zusammen, um den AthletInnen ein weiteres Mal einen würdigen Empfang zu bieten. Im Zuge dieser Veranstaltung findet auch die Startnummernauslosung für das Ski-Weltcup-Rennen am nächsten Tag statt.

Ebenfalls am 24. Februar werden die Eisstock-Weltmeisterschaft und
-Europameisterschaft
in der Altstadt vor dem Goldenen Dachl eröffnet. „Mit dem Weltcup-Rennen wird sich Innsbruck erneut international in den Medien präsentieren. Besonders Veranstaltungen wie die Eisstock-Meisterschaften sind aus touristischer Sicht für uns sehr wichtig“, betonte Gostner.

Der Skizirkus zu Gast in der Landeshauptstadt
Der Olympiawinter 2014 wird auf der Heiligwasserwiese am Patscherkofel nahtlos fortgesetzt. Beim Ski-Weltcup am 25. Februar werden alle aktuellen Größen des Skisports erwartet. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) und der Skiclub Patscherkofel-Innsbruck zeichnen als Veranstalter für das Rennen verantwortlich. Die Stadt Innsbruck sorgt in Kooperation mit dem ÖSV für ein entsprechendes Olympia-Rahmenprogramm.

Einen weiteren Höhepunkt stellt am 7. Mai die traditionelle SportlerInnen-Ehrung der Stadt Innsbruck dar, die heuer natürlich ganz im Zeichen des Olympia-Jubiläums stehen wird.

Eines der größten Veranstaltungs-Highlights im Jubiläumsjahr ist die Festveranstaltung „50 Jahre Olympisches Dorf“ am 21. und 22. Juni. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des jüngsten Innsbrucker Stadtteiles wird auch hier – wie schon beim Neujahrs-Empfang im Jänner – die Bevölkerung stark eingebunden. „Mit den Spielen 1964 wurden auch wertvoller Wohnraum und wichtige Infrastruktur geschaffen. Bis heute profitieren Innsbrucks Bürgerinnen und Bürger von den rund 800 Wohnungen, die erstmals im Sommer 1964 bezogen wurden“, so Bürgermeisterin Oppitz-Plörer.
Die Vorbereitungen für dieses Stadtteilfest, das am DDr. Alois-Lugger-Platz stattfinden und in enger Zusammenarbeit mit dem VNO organisiert wird, laufen auf Hochtouren. „Ich freue mich schon jetzt auf das bunte Programm des Festaktes“, betonte Vizebürgermeister Kaufmann: „Alle sind herzlich eingeladen, mit uns den 50. Geburtstag des Olympischen Dorfes gebührend zu feiern.“

Eine Überraschungs-Abschlussveranstaltung für Ende November ist ebenfalls geplant. Darüber wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgiebig informiert.

Marketing-Maßnahmen begleiten das Jubiläumsjahr
Begleitet werden die zahlreichen Veranstaltungen des Jubiläumsjahres durch umfangreiche Marketing-Maßnahmen: Eine 50-seitige Festbroschüre erscheint am 27. Jänner als Beilage einer Tageszeitung tirolweit mit einer Auflage von rund 120.000 Stück. Poster, Filme, Fahnen, Pins sowie eine Schaufenster-Kampagne in der Innenstadt verhelfen zu einem sogenannten „City Dressing“. Eine eigene Website www.olympiastadt.at sowie die Präsentation einer Olympia-Briefmarke rufen das Jubiläum zusätzlich in Erinnerung. Darüber hinaus gibt es anlässlich der diesjährigen Winterspiele in Sotchi Public-Viewing.

Erfolgreiche Winterspiele 1964 – Grundstein für die Sportstadt Innsbruck
Elf Goldene, acht Silberne und sechs Bronzene Medaillen – mit dieser Bilanz führte die ehemalige Sowjetunion den Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck an. 1.091 AthletInnen traten bei 34 Wettbewerben in acht Sportarten gegeneinander an. Für die Spiele vom 29. Jänner bis zum 9. Februar wurden damals durch das Bundesheer 20.000 Eisblöcke zu den Bob- und Rodelbahnen sowie 40.000 m³ Schnee für die alpinen Skistrecken herangeschafft.
Die Spiele waren ein großer Publikumserfolg – dank hervorragender Infrastruktur konnten erstmals mehr als 1 Million ZuschauerInnen in den modernen Sportstätten begrüßt werden. Diese Tage Ende Jänner und Anfang Februar waren damit auch richtungsweisend für die Tiroler Landeshauptstadt und das Sportland Tirol. Mittlerweile hat sich Innsbruck international einen exzellenten Ruf als alpin-urbane Sportstadt erarbeitet, die bereits zahlreiche Großveranstaltungen in den verschiedensten Sportarten beherbergen durfte.

Heute kann Innsbruck auf die erfolgreiche Austragung von drei Olympischen Winterspielen zurückblicken: Die Winterspiele 1964, die Winterspiele 1976 und die ersten Winter-Jugendspiele (Youth Olympic Games) 2012. Als sichtbares Zeichen der Erinnerung stehen am Bergisel die drei Schalen, in denen jeweils im Rahmen der Eröffnungszeremonien das Olympische Feuer entzündet wurde. An mehreren Sportstätten der Landeshauptstadt – allen voran an der Olympiaworld – zeugen darüber hinaus die Olympischen Ringe von diesen historisch bedeutsamen Veranstaltungen.
Nicht zuletzt deshalb hat der Innsbrucker Stadtsenat im Dezember 2013 beschlossen, der World Union of Olympic Cities, einer Vereinigung von ehemaligen olympischen Austragungsorten, beizutreten.
20. Jänner 2014