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Impulstage 2010: Innsbrucks PädagogInnen bilden sich weiter

Insgesamt 40.000€ jährlich werden in ein maßgeschneidertes Programm investiert.
(RMS) Damit die Kindergarten und HortpädagogInnen der Stadt Innsbruck den Anforderungen ihres Berufes bestmöglich gewachsen sind, setzt die Stadt Innsbruck auf ein vielfältiges Fortbildungsangebot gesetzt. Insgesamt 40.000€ jährlich werden in ein maßgeschneidertes Programm investiert. Die im Betreuungsjahr 1995/1996 eingeführten „Impulstage“ - traditionell im Herbst - bieten die Gelegenheit, an Workshops und Vorträgen namhafter ReferentInnen teilzunehmen. 2010 konnte u.a. DDDr. Clemens Sedmak gewonnen werden. Das Thema der zweitägigen Veranstaltung lautet „Frühkindliche Bildung aktuell“. Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Mag.a Brigitte Berchtold (Amt Kinderbetreuungseinrichtungen) stellten am 6. September das Programm im Rahmen eines Pressegesprächs vor.

„Es ist zu wenig nur in die Hardware zu investieren auch die Software ist wichtig. Eltern wollen verständlicherweise genau wissen, wie mit ihren Kindern gearbeitet wird“, so Vizebgm. Kaufmann zum Thema Impulstage 2010.

Auch Clemens Sedmak ist der Überzeugung, dass in die Institution Kindergarten zu investieren Sinn macht. Vor allem in Sachen „Soziale Kompetenzen“ gibt es Forschungsergebnisse die belegen, dass alles was nach dem 6. Lebensjahr passiert, zwar gut gemeint, aber schon beinahe zu spät ist. „Im Kindergarten wird das Fundament gelegt, deshalb ist auch das verpflichtende Kindergartenjahr als vernünftig einzustufen. Kinder brauchen einen geschützten Raum, in dem sie sich in ihrem Tempo entwickeln können und haben das Recht auf eine offene Zukunft“, so Sedmak. Auch Familien- und Elternbildung sind als sehr sinnvoll einzustufen und erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Familie, so der Experte.

Die Aufgaben und Erwartungen, die an den Kindergarten herangetragen werden, sind vor allem von Elternseite in den letzten Jahren gestiegen, weiß Mag.a Berchtold. Sie reichen von der „Gesunden Ernährung“ bis zur „Sprachförderung“. Die Stadt Innsbruck ist auch hier am Puls der Zeit: Die „Gesunde Jause“, bei der Kinder sinnliche Erfahrungen zum Thema Essen machen können, gehört integral zum Kindergartenalltag dazu. Auch mit Projekten wie der „Sprachstadtgruppe“ im Kindergarten Walderkammweg wird Kindern mit Migrationshintergrund durch hohen personellen und ideellen Einsatz ein Startvorteil ermöglicht.

Impulstage 2010
Insgesamt bieten die Impulstage 2010 sieben einerseits persönlichkeitsbildende und andererseits praxisorientierte Workshops. Die Teilnahme von rund 120 PädagogInnen zeigt, dass das Angebot der Stadt bestens angenommen wird und die MitarbeiterInnen sich gerne weiterbilden. Am 6. und 7. September werden verschiedene Vorträge und Workshops zum Schwerpunkt „PädagogInnen in Zeiten des Aufbruchs“ angeboten. So beschäftigt sich Univ.Prof. DDDr. Clemens Sedmak in seinem Eröffnungsvortrag mit der Ethik im Familienalltag. Die Grundlagen der alterserweiterten Kindergartengruppen erläutert wiederum der Diplom-Sozialpädagoge Matthias Schäfer in einem Workshop. Know-how für eine nachhaltige Bildungsqualität vermittelt die Erzieherin Marlies Wagner in ihrem Workshop. Grundlage bilden dabei die neuesten Erkenntnisse aus der Bildungsforschung. Wie man Kindern am besten mathematische Zusammenhänge erklärt, erfahren die PädagogInnen beim Workshop von Gabriele Steixner. In der Veranstaltung des Therapeuten Jürgen Sturm geht es schließlich um „Harmonie im Beruf- und Privatleben“.

Kinderbetreuung in Innsbruck
Die Stadt Innsbruck beschäftigt in ihren 27 Kindergärten und 10 Schülerhorten ca. 250 MitarbeiterInnen, die rund 2.500 Kinder betreuen.

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Biografie DDDr. Clemens Sedmak
DDDr. Clemens Sedmak ist Theologe, Philosoph und Sozialwissenschafter. Sedmak ist Leiter des F.D. Maurice Lehrstuhls für Sozialethik am King’s College London (Universität London) sowie Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung in Salzburg. Zudem ist der Wissenschafter u.a. Präsident der Salzburg Ethik Initiative, einer Kooperation von Wissenschaft (Universität Salzburg), Kirche (Erzdiözese Salzburg) und Wirtschaft (Raiffeisenverband Salzburg). Seine Tätigkeitsfelder umfassen weiters: wissenschaftlicher Beirat der Österreichischen Armutskonferenz und des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin (Universität Wien), Mitglied des Kuratoriums der Katholischen Sozialakademie Österreich und Mitglied der Kommission „Iustitia et Pax“ der Österreichischen Bischofskonferenz.

Allgemeine Informationen und Fragen
Amt für Kinder- und Jugendbetreuung
Referat Kinderbetreuungseinrichtungen
Amtsvorständin Mag.a Brigitte Berchtold
Telefon 53 60-4216
post.kinder.jugendbetreuung@innsbruck.gv.at
06. September 2010