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IIG übergibt 72 Mietwohnungen

Erschwinglich und modern
Das Ersetzen von unsanierbarem Wohnraum durch moderne, energieeffiziente Gebäude hat eine entscheidende Voraussetzung: Das Verständnis der bisherigen MieterInnen und ein gut funktionierendes Absiedelungsmanagement. Beides ist der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) in der Premstraße ausgezeichnet gelungen. Deshalb konnten Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und IIG-Geschäftsführer Franz Danler im Beisein zahlreicher Ehrengäste 72 moderne und vor allem erschwingliche Wohnungen an die Mieterinnen und Mieter übergeben. Mit der Übergabe des 3. und letzten Bauabschnittes wurden innerhalb von sechs Jahren
20 Mio. € investiert und ist das Geviert Premstraße zu einem städtebaulichen Kleinod geworden.

Oppitz-Plörer: Stadtteil aufgewertet
BM Oppitz-Plörer verwies darauf, dass die IIG damit einen wesentlichen Beitrag zum Neubau jener 2000 Wohnungen leiste, „die wir in unserem Arbeitsübereinkommen bis 2018 schaffen wollen“. In der Prem-straße wurden im ersten und zweiten Bauabschnitt bereits 94 Wohneinheiten übergeben. Nun folgten im dritten und letzten Abschnitt weitere 72 Mietwohnungen. Oppitz-Plörer: „Das Ersetzen des alten Substandards durch hochwertigen und auch architektonisch ansprechenden Wohnraum bedeutet gleichzeitig eine Aufwertung für diesen Stadtteil“.

Kaufmann: Erlebbare Nachhaltigkeit
Von besonderem Erfolg gekrönt war ein von der IIG im Juni organisierter Workshop gemeinsam mit den neuen BewohnerInnen.
Zur Freude von Vizebürgermeister und Wohnungsreferent Christoph Kaufmann trainierten rund 60 Er-wachsene und etliche Kinder gemeinsames Gestalten des neuen Lebensumfeldes im Außenbereich und gute Nachbarschaft. Schon damals sei das Entstehen eines guten Geistes in der Wohngemeinschaft erkennbar gewesen, betonte Kaufmann, dem auch die Einzugsbegleitung der IIG ein besonderes Anlie-gen ist. Deshalb unterstütze er auch die im Rahmen der IIG-Nachhaltigkeitsstrategie „Hallo Nachbar“ den Mietern angebotene weitere Unterstützung.

Von dem beim Workshop ausgearbeiteten Wunschkatalog konnte die IIG laut Danler bereits erfüllen:
• Sitzbänke mit Lehnen aus Holz statt lehnenlose Betonbänke (werden nächste Woche montiert)
• Eine Nestschaukel
• Fallschutz aus weichen Matten
• Pflanzung von drei Obstbäumen (Apfel, Birne, Zwetschke) und über 100 Nutzsträucher (Ribisel, Stachelbeeren)
• Aktion Nachbarschaft: Hallo, wie geht’s – samt gegenseitiger Hilfe
• Im Frühjahr folgen Kletterbaumstämme sowie
• Picknicktische und Bänke – falls der Platz dafür ausreicht
• Auf Eigeninitiative setzt die IIG beim Organisieren eines Sommerfestes

Erschwingliche Wohnungen
Die von der Zirler Architektin Julia Fügenschuh geplanten neuen Passivhäuser entstanden im Rahmen der Wohnbauförderungsrichtlinien des Landes Tirol. Frau Fügenschuh ist aus einem Architektenwettbe-werb als Siegerin hervorgegangen Die Passivhäuser ersetzen die alten „Energieschleudern“ und sorgen dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner deutlich weniger von Öl- oder Gaspreiserhöhungen ab-hängig sein werden. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf ca. netto € 9,5 Millionen.
Die Wohnungen mit insgesamt 4.429 m2 Wohnnutzfläche sind alle nach Süden und Westen hin orientiert und verfügen über vorgelagerte Balkone, Loggien bzw. Terrassen. Die Wohnanlage wurde im Pas-sivhausstandard errichtet und erfüllt die Vorgaben der Wohnbauförderung. Die Wärmeerzeugung erfolgt über einen zentralen Gasheizkessel und über Sonnenkollektoren am Dach. Der Energieverbrauch beträ-ge ca 10 kWh/m2/Jahr. Im Norden des Gebäudes ist eine großzügige Grünfläche mit Kinderspielplatz situiert.
Die Miete beträgt ca. € 7,50 pro m² inkl. Betriebs- und Heizkosten, Warmwasser und Tiefgaragenplatz. Danler: „375 Euro für eine moderne 50-m²-Wohnung ist ein leistbarer Preis und widerspricht der gängigen Ansicht, dass Wohnen in Innsbruck unerschwinglich sei.“
24. Oktober 2014