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„Ich bau mir einen Kindergarten“

Firstfeier im Kindergarten Innerkoflerstraße
Die Stadt Innsbruck baut insbesondere im Bereich der städtischen Kindergärten und Schülerhorte das Angebot laufend familienfreundlich aus. Der Kindergarten Innerkoflerstraße ist einer der 27 städtischen Kindergärten. Um auch hier den stetig steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen abdecken zu können, wird die bestehende Betreuungsstätte vergrößert. Der Kindergarten wird um zwei Kindergartengruppen – von vier auf sechs Gruppen – erweitert. Im Frühsommer erfolgte der Baustart, am 26. September wurde nun, nachdem der Rohbau fertiggestellt wurde, die Firstfeier begangen.

Neben zahlreichen MitarbeiterInnen der ausführenden Baufirmen und der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) ließen sich auch Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner sowie IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler das Richtfest nicht entgehen.

„Die IIG leistet stets erstklassige Arbeit wenn es um die Stadtentwicklung Innsbrucks geht“, bedankte sich die Bürgermeisterin bei allen Beteiligten: „Firstfeiern sind eine schöne Tradition, die es hochzuhalten gilt. Heute stehen die Bauarbeiter im Mittelpunkt – ihnen gilt mein besonderer Dank. Ich wünsche allen eine weiterhin unfallfreie Fertigstellung.“

IIG-GF Danler zeigte sich erfreut über die Qualität der Ausführung: „Das Zusammenspiel der Baufirmen, der IIG-Bauleitung sowie der Kindergartenleitung hat sehr gut funktioniert. Durch den Erweiterungsbau können wir eine hohe Aufenthaltsqualität schaffen.“

KG Innerkoflerstraße: Pädagogische Vorreiter
Neben dem traditionellen Richtspruch der Bauarbeiter, sorgte ein Gedicht der Kindergartenkinder für strahlende Augen bei den Anwesenden:

„Ich bau mir einen Kindergarten, ganz allein.
In ein paar Monaten soll er fertig sein.
Im Mai wird der Bauplatz frei,
im Juni schaffe ich die Steine herbei.
Im Juli stell ich die Mauern auf,
im August gieße ich den Estrich drauf.
Im September stell ich ein paar Möbel hinein,
und ziehe dann ins Provisorium ein.
Ab jetzt kannst du mich besuchen,
manchmal gibt’s Kaffee und Kuchen!“

Seit Jahren gilt der Kindergarten Innerkoflerstraße als Vorreiter in Sachen pädagogischer Innovation, betonte auch die Bürgermeisterin: „Es handelt sich hier um eine besonders erfahrene und profilierte Betreuungseinrichtung, die mit dem umfangreichen Angebot von Mittagstisch, Ganztagsbetreuung, Sommerbetreuung und Alterserweiterung ein Leuchtturm in der städtischen Kindergartenlandschaft ist.“ Mit dem Erweiterungsbau werde dieser Qualität nun Rechnung getragen.

Das Projekt im Detail
Bereits im März 2011 lud die die IIG zu einem Architektenwettbewerb, wobei die Jury das Projekt der Architekten „Giner + Wucherer“ einstimmig zur Ausführung empfahl: „Die Erweiterung bezieht den vorhandenen Grünraum stark mit ein und erhält die pavillonartige Wirkung des Bestandes. Durch den sehr kompakten Baukörper kann die erforderliche Kubatur des Bestandes erweitert werden, ohne die großzügigen Grünflächen stärker in Anspruch zu nehmen“, erklärte Dr. Danler.

Auf dem Niveau des Gartens wird ein neuer Bewegungsraum errichtet, der ehemalige Bewegungsraum wird zum Speiseraum mit angegliederter Terrasse umfunktioniert. In der Aufstockung sind zwei Gruppenräume mit einem Teilungsraum, einem Ruheraum, einem Personalraum und den erforderlichen Nebenräumen situiert. Um ein angenehmes Raumklima zu schaffen, wird über Tiefensonden die Kühle des Erdreiches zur Klimatisierung der Räume über Kühldecken genützt.

Die Gesamtbaukosten betragen ca. 1,85 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für März 2014 vorgesehen. Dann werden im Kindergarten Innerkoflerstraße nicht mehr wie bisher 90, sondern 120 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut.

26. September 2013