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Hochwasserschutz an Inn und Sill

Neue Einmündung mit Rampenbauwerk eröffnet.
Die neue Einmündung der Sill in den Inn, die über ein kombiniertes Rampenbauwerk und durch ein neu erschlossenes Flussbett führt, wurde nach rund sechsmonatiger Bauzeit im März 2011 fertig gestellt. Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich und Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer leiteten am 10. März in Anwesenheit der Stadtsenatsmitglieder und zahlreicher Ehrengäste die Sill in ihr neues Flussbett um.

Zeitgemäßer Hochwasserschutz und attraktiver Naherholungsraum
„Das Projekt ist aus meiner Sicht ein absolutes Win-Win Projekt für Mensch und Natur. Für mich ist es wichtig, dass sich die Menschen hier in Innsbruck an der Sill und am Inn wohl fühlen, ein attraktiver Freizeit- und Erholungsraum geschaffen wird und die Menschen vor Hochwasser bestmöglich geschützt werden. All diese Ziele werden mit diesem Projekt hervorragend erfüllt. Zudem können wichtige ökologische Ziele der Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt werden ganz nach dem Motto - Neue Wege für das Wasser" betonte Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich des Besuches der Baustelle in Innsbruck.

„Die neue Sillmündung wird ein Schmuckstück für alle Innsbruckerinnen und Innsbrucker“, so Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. „Zeitgemäßer Hochwasserschutz, attraktive Freizeit- und Sporteinrichtungen und ein innovativer Beitrag für Fisch- und Gewässerökologie, kombiniert in einem Projekt, das oben drauf partnerschaftlich von Bund, Land, Stadt und Leitungsbetrieben finanziert und umgesetzt wird. Zusätzlich sorgt die neue Rad- und Fußwegbrücke für eine noch bessere Zugänglichkeit der innerstädtischen Uferzonen an Sill und Inn. Ich freue mich schon sehr auf die Fertigstellung im Herbst 2011.“

Herzstück des Gesamtprojektes „Hochwasserschutz an Inn und Sill“
Das im Bauabschnitt 3 umgesetzte kombinierte Rampenbauwerk kurz vor der Einmündung in den Inn ist der Länge nach zweigeteilt. Auf der orographisch rechten Flusshälfte erzeugt eine Kajakrampe eine stehende Welle für WassersportlerInnen. Auf der linken Seite wurde eine aufgelöste Blocksteinrampe geschaffen, die mit ihren neun Stufen und acht Becken eine Fischaufstiegshilfe bildet – entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie. „Die neue Mündung gilt als Schlussstein im Hochwasserschutzprojekt entlang der Sill“, so Ing. Gerhard Dendl (Projektmanagement).

Für die Stadt Innsbruck ist der Hochwasserschutz eine vordringliche Aufgabe, die gemeinsam mit den Bundes- und Landesdienststellen in mehreren Bauabschnitten umgesetzt wird. Im Rahmen dieses Hochwasserschutzprojektes wurden wichtige Infrastruktureinrichtungen (Kanal, Wasser, Strom) erneuert und verbessert, innerstädtische umweltfreundliche Verkehrsverbindungen (Rad- und Fußwege) errichtet sowie wertvoller Lebensraum für Mensch und Tier geschaffen.

Kosten des gesamten Hochwasserschutzprojektes
Bauherr für das Gesamtbauvorhaben ist die Stadt Innsbruck. Derzeit sind 8,25 Millionen Euro vom Lebensministerium als Gesamtkosten genehmigt. Davon werden 4,27 Millionen Euro von der Republik Österreich, Lebensministerium, und 1,24 Millionen Euro durch das Land Tirol gefördert. Die Stadt Innsbruck übernimmt 2,74 Millionen Euro. Die Umsetzung des Projektes geschieht im genehmigten Zeit- und Kostenrahmen.
10. März 2011