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Historische Messefassade wiederentdeckt und restauriert

Messehalle B bildet Kontrast zur modernen neuen Messe Innsbruck
Es war bereits im Wettbewerb 2006 Absicht der Architekten, im Zuge des Um- und Neubaus der Messe Innsbruck die denkmalgeschützte Halle B aus den Jahren 1892/93 freizulegen und wieder als zentrales Element zu positionieren.

Die ursprünglich außen sichtbare und verglaste Stahlkonstruktion der Halle war schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts teilweise verändert und ab den 30er Jahren vollständig verbaut worden. Sie war somit über 80 Jahre nicht mehr sichtbar.

Im Zuge einer bauhistorischen Befundung wurde festgestellt, dass unter der Überbauung die fast vollständig erhaltene Stahlkonstruktion samt Giebel und auch noch Teile der historischen Verglasung vorhanden waren. Nun konnte nicht nur wie geplant die Stahlkonstruktion, sondern auch die Holzverschalung des Giebels sowie die Verglasung wiederhergestellt werden. Mit der Freilegung der immer noch erhaltenen Fassadenstruktur wurde der ursprüngliche Charakter der historischen Stahlhalle wieder spürbar gemacht. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit dem Landeskonservator Werner Jud.

Mit den nun abgeschlossenen Renovierungsarbeiten erfährt die denkmalgeschützte Halle B der Messe Innsbruck ihren Stellenwert als einmaliges Bauwerk. In den Jahren 1892/93 wurde sie in der damaligen K&K Monarchie am Messegelände in Prag abgetragen und im Innsbrucker Stadtteil Saggen auf der grünen Wiese wieder aufgebaut. Das besondere Ambiente der historischen Halle B ist nun auch von außen erlebbar und entfaltet im Innenbereich die volle Strahlkraft der Stahlbauarchitektur des späten 19. Jahrhunderts. Mit unterstützenden Subventionen des Bundesdenkmalamts und der Landesgedächtnisstiftung konnten die Renovierungsarbeiten mit erfahrenen Tiroler Unternehmen umgesetzt werden.

04. September 2012