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Herausgeputzt für den Schulstart

Sanierung und Adaptierung von Innsbrucker Bildungseinrichtungen
Bevor sich in der nächsten Woche wieder die Türen und Tore der städtischen Bildungseinrichtungen öffnen und zahlreiche junge InnsbruckerInnen in das neue Kindergarten- und Schuljahr starten, besichtigte Stadtrat Ernst Pechlaner einige Einrichtungen, die den Sommer über gesamtsaniert bzw. teilweise erneuert wurden. Gemeinsam mit Dr. Franz Danler, Geschäftsführer der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und Bauleiter Klaus Nagl (IIG) besuchte der für Bildung, Kindergärten und Schulen zuständige Stadtrat die Volksschule Reichenau, die Neue Mittelschule Gabelsbergerstraße sowie den Kindergarten Mitterweg.

„Wir arbeiten daran den Lebensraum Schule bzw. Kindergarten neu zu gestalten“, erklärt Stadtrat Pechlaner: „Dabei gehen wir sowohl auf die Bedürfnisse und Wünsche der Schülerinnen und Schüler, der Kindergartenkinder aber auch auf jene der Pädagoginnen und Pädagogen ein.“ Weiters führt er aus, dass auch der Umweltfreundlichkeit und einer energiesparenden Bauweise bei allen Sanierungsarbeiten ein zentraler Platz eingeräumt wird.

„Im Jahr 2014 werden ca. 7,5 Millionen Euro in die Großinstandsetzung, ca. 1 Million Euro in die laufende Instandhaltung und ca. 5,5 Millionen Euro in den Neubau der Schulen und Kindergärten in Innsbruck investiert, insgesamt somit ca. 14 Millionen Euro. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IIG ist es jedes Jahr eine große Herausforderung die umfangreichen Sanierungsarbeiten möglichst während der Sommerferien umzusetzen“, so Geschäftsführer Franz Danler.

Energiesparende Vorzeigeschule
Mit der Volksschule Reichenau befindet sich die größte Volksschule Westösterreichs in der Innsbrucker Wörndlestraße. Rund 440 SchülerInnen verbringen dort ihren Schulalltag. In Zukunft wird dieser noch angenehmer, wurde die Schule in den Sommermonaten doch für etwa 3,7 Millionen Euro komplett saniert. Zu den durchgeführten Arbeiten zählen etwa der Einbau einer mechanischen Lüftung, eine Verbesserung des Schallschutzes, die Erneuerung der Fassade, die Neuverkabelung des Internets sowie der Einbau einer neue Sprechanlage. Durch den Einbau einer Komfortlüftung und eines intelligenten Sonnenschutzes sollte die Lebens- und Lernqualität positiv beeinflusst werden. Das gesamte Gebäude wurde zudem ausgemalt und mit LED-Lampen ausgestattet. Durch die Sanierung mit Passivhauskomponenten werden sich die Energiekosten sehr stark verringern, der Heizwärmeverbrauch, eine Kenngröße für die thermische Qualität des Gebäudes, verbessert sich von 168 auf 21 kWh/m2. In den Brandschutz dieser Schule wurde im Jahr 2013 bereits ca. 1,7 Millionen Euro investiert, insgesamt somit über 5 Millionen Euro.

Die Fertigstellung des Innenraums erfolgt mit Ferienende, die Arbeiten an der Fassade werden im Oktober beendet.

Schöne Aussichten an zwei Neuen Mittelschulen
Sowohl in der NMS Gabelsbergerstraße, die im letzten Schuljahr 236 SchülerInnen besuchten, als auch in der NMS Pembaurstraße, die 260 SchülerInnen zählt, wurden die Fenster komplett ausgetauscht und mit einer vollautomatischen Verdunklung ausgestattet. Die Kosten der Sanierungsarbeiten betragen ca. 800.000 Euro pro Schule.

Rundumerneuerung des Kindergartens Mitterweg
Einer Generalsanierung wurde den Sommer über auch der Kindergarten Mitterweg, der 78 Kinder betreut, unterzogen. Hier geht es nicht nur um energetische Verbesserungen, sondern auch um notwendige Instandsetzungsarbeiten und vor allem auch um eine Verbesserung der Innenluftqualität und des Sommerverhaltens des Gebäudes. Neben der Sanierung von etwa 1.000 Quadratmetern Dach und der Fassade erfolgte der Austausch von allen 180 Fenstern sowie der Einbau einer Komfortlüftung und die Optimierung des Fluchtweges. Zudem wurde das Gebäude bis zu den Grundmauern hin gedämmt, wozu extra Grabungen erfolgten. Mit den umgesetzten Maßnahmen kann der Heizwärmeverbrauch von 129 auf
42 kWh/m²a verbessert werden. Durch den Einbau einer Komfortlüftung sollte die Lebensqualität im Gebäude deutlich verbessert werden.

Die Arbeiten begannen mit Ende des Schuljahres, mit Beginn des neuen Schuljahres sind die Sanierungsarbeiten im Innenbereich abgeschlossen. Wetterbedingt verzögert sich die Fertigstellung der Arbeiten an der Fassade. Insgesamt betragen die Kosten für die Bauarbeiten etwa 1 Million Euro.

04. September 2014