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Heimat auf den Kopf gestellt

Roland Maurmair stellt in der Andechsgalerie aus
Die Andechsgalerie präsentiert im Rahmen ihres Förderprogramms junger talentierter KünstlerInnen, auch immer wieder bereits ausgestellte Kunstschaffende, um ihren Entwicklungsprozess aufzuzeigen. Auch Roland Maurmair gehört dazu, seine aktuellste künstlerische Auseinandersetzung ist in der Juni-Ausstellung der Andechsgalerie zu sehen. Am 6. Juni wurde „Pimp mei Heimat“ von Galerieleiter Horst Burmann und der Obfrau des Kulturausschusses Gemeinderätin ao. Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser eröffnet. „Danke, dass Sie alle so zahlreich in die Andechsgalerie gekommen sind, das ist eine tolle Wertschätzung dem Künstler gegenüber“, begrüßte Gemeinderätin Moser die Gäste: „Und Roland Maurmair ist kein Unbekannter, er hat schon 1999 ausgestellt und wurde bereits mit dem Arthur-Haidl-Preis ausgezeichnet. Nun ist es spannend zu sehen, was seither passiert ist.“
Im Anschluss stimmte Dr. Elsbeth Wallnöfer die Gäste auf die Ausstellung ein, indem sie über das Schaffen des Künstlers erzählte.

„Pimp mei Heimat“
Maurmair, das enfant terrible der jungen Tiroler Künstlergeneration, traut sich seine Heimat, sein Landl Tirol, auf den Kopf zu stellen. Mehr noch, er wagt Heimat aufzumotzen! Mit „Pimp mei Heimat“ liefert er eine höchst kunstvolle wie witzige Wiedererzählung von Heimat, die stereotype Bilder wie das Goldene Dachl, die Europabrücke oder den Verkauf von Speck zu einer ungeahnten Freundlichkeit werden lassen. Längst krank geschriebene Klischees, auch Wahrzeichen Tirols genannt, werden vom Künstler aus dem Rhythmus hyperschnellen Ausverkaufs und Konsums genommen, spielerisch verfremdet und den Einwohnern in einer fast schon reinen Weise zurück gegeben. Mit „Pimp mei Heimat“ setzt Maurmair seine cross-culture-Kunst konsequent fort. Er schöpft aus seinen unmittelbaren Lebenswelten, seinen vielen Heimaten, nutzt eine Anzahl von traditionellen Kunstfertigkeiten und modernen Techniken, um das Vorgefundene zu verfremden.

Der Künstler
Roland Maurmair wurde 1975 in Innsbruck geboren. Er studierte Visuelle Mediengestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien und promovierte am Institut für Kunst- und Wissenstransfer. Maurmair lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Wien. Er hatte bereits zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und erhielt Preise und Stipendien (Forschungsstipendium Universität für angewandte Kunst Wien, Stipendium an der Gerrit Rietveld Academie, Amsterdam).
07. Juni 2013