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Heilstättenschule: Berufsfeuerwehr übergibt Scheck

Eine stolze Summe von 14.000 Euro.
Erfreulicher Besuch an der Heilstättenschule Innsbruck in der Kinderklinik: Die Innsbrucker Berufsfeuerwehr hat den Erlös aus dem Verkauf des Feuerwehrkalenders 2012 zur Gänze an die Betreuungseinrichtung übergeben. Kinder- und Jugendreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Amtsleiterin Dr. Karin Zangerl (Familie, Bildung und Gesellschaft) übergaben am 30. März gemeinsam mit Branddirektor Mag. Erwin Reichel und mehreren Feuerwehrmännern den Scheck über 14.000 Euro an Schulleiter Andreas Waidhofer.

„Schon nach meinem ersten Besuch der Heilstättenschule war ich sehr bewegt von den menschlichen Schicksalen, mit denen das Personal hier täglich konfrontiert wird“, so Vizebürgermeister Kaufmann. „Es war mir daher ein großes Anliegen, dass neben unserer Soforthilfezuwendung diese schulische Einrichtung weiter unterstützt wird. Deshalb freut es mich sehr, dass sich die Berufsfeuerwehr entschlossen hat, den Verkaufserlös aus dem Kalenderverkauf der Heilstättenschule zu spenden. Dieser große Betrag ist hier sicher gut aufgehoben und stellt auch für das Projekt Feuerwehrkalender einen schönen Abschluss dar.“

Bildungsarbeit unter schwierigen Voraussetzungen
Damit PflichtschülerInnen auch während ihres Klinikaufenthalts nicht zu viel vom Lernstoff versäumen, bietet die Heilstättenschule Innsbruck schulische Betreuung in enger Absprache mit der jeweiligen Stammschule. Die Tilak stellt dabei die Räumlichkeiten und diverse andere Ressourcen zur Verfügung, Schulerhalterin ist die Stadt Innsbruck.

Insgesamt zehn PädagogInnen sind auf den verschiedenen Stationen der Kinderklinik im Einsatz. Viele der Kinder, beispielsweise auf der Onkologie oder den Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, sind zwar längerfristige PatientInnen, dennoch erfordert die Arbeit an der Heilstättenschule viel Flexibilität. So ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Klinikpersonal unabdingbar, da der Arbeitsalltag präzise aufeinander abgestimmt werden muss. Die Tagesverfassung der Kinder ist oft nicht absehbar, darauf müssen Lehrpersonen bei der Gestaltung der Unterrichtsplanung Rücksicht nehmen. Ein Klassenunterricht im herkömmlichen Sinn findet daher nur in wenigen Fällen statt.

Flexible Betreuung notwendig
„Wir verstehen uns als das Bindeglied zur Herkunftsschule während des Klinikaufenthalts“, erläuterte Schulleiter Andreas Waidhofer. „Uns geht es neben der schulischen Förderung aber auch darum, die Tagesstruktur und die sozialen Kontakte der Kinder zu den Mitschülerinnen und Mitschülern aufrecht zu erhalten.“

Pro Jahr werden rund 800 Kinder an der Heilstättenschule betreut. Das Engagement der PädagogInnen geht oft über den eigentlichen Unterricht hinaus: Die LehrerInnen der Heilstättenschule organisieren auch einen häuslichen Unterricht, denn häufig dürfen gerade die an Krebs erkrankten Kinder wegen der Infektionsgefahr ihre Stammschule über einen längeren Zeitraum hinweg nicht besuchen.

Mit Hilfe der Spende sollen in erster Linie Lehr- und Lernmittel angekauft werden. Dazu gehören neben Kinder- und Jugendliteratur auch Schulbücher sowie Fachliteratur für das Personal. Auch Lernsoftware, Bewegungsspiele und Material für kreatives Gestalten werden damit finanziert.

02. April 2012