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Haus der Musik

Rege Teilnahme am ersten ArchitektInnen-Hearing
Mit einem Auftragsvolumen von knapp 50 Millionen Euro ist das Haus der Musik eines der größten Infrastruktur-Projekte in der Landeshauptstadt Innsbruck. Im Dezember 2013 wurde der Architekturwettbewerb freigegeben. Am 24. März 2014 fand ein erstes Hearing statt, an dem über 100 ArchitektInnen teilnahmen.

„Das Haus der Musik wird ein enormer Zugewinn für alle. Die Teilnahme so vieler ArchitektInnen am ersten Hearing verdeutlicht, welche Bedeutung die Realisierung dieses kulturellen Großprojektes für die Stadt hat“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. „Die prominente Lage im Herzen der Innenstadt erfordert eine architektonisch und städtebaulich besonders qualitätsvolle Planung und Bauausführung. Dank der gemeinsamen Finanzierung von Stadt, Land Tirol und Bund können wir ein innovatives und technisch hoch stehendes Zentrum für Musik und Kultur realisieren.“

„Das Haus der Musik, das Musik- und Kultureinrichtungen des Bundes, des Landes und der Stadt Innsbruck in prominenter Lage unter einem Dach vereinen wird, ist ein wichtiges kulturpolitisches Projekt für das gesamte Land. Die Architektinnen und Architekten sind nun gefordert, kreative Lösungen zu finden, die sowohl die vielfältigen Nutzungsvorgaben als auch den Anspruch eines für die Bevölkerung und Kulturschaffenden offenen Begegnungsortes erfüllen“, sieht Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs mit Spannung und hohen Erwartungen entgegen.

Bundes-Finanzierung über neun Millionen Euro bereitgestellt
Das Land Tirol investiert rund 19,3 Millionen Euro und die Stadt Innsbruck rund 18,5 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln in dieses kulturelle Großprojekt. Seitens des Bundes wurde nun die zugesagte Finanzierung von neun Millionen Euro bereitgestellt.

Pulsierender kultureller Raum
Der Architekturwettbewerb zum Haus der Musik ist ein EU-weit offener, zweistufiger Realisierungswettbewerb zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten. Beim ersten Hearing standen seitens der ArchitektInnen unter anderem Fragen zum Umsetzungszeitplan, zu den städtebaulichen Rahmenbedingungen sowie zur umliegenden Grünraumgestaltung im Mittelpunkt.

Das Haus der Musik ist als offenes Haus geplant, das die Kommunikation und Begegnung zwischen Kulturschaffenden und Bevölkerung bestmöglich fördert. Offene Begegnungsräume für unterschiedliche NutzerInnengruppen stehen ebenso im Mittelpunkt wie offene Foyers und eine architektonische Hinwendung zum Platz. Dies erschafft einen Ort mit kultureller Identität, der auf das gesamte Umfeld ausstrahlt. Sowohl beheimatete Institutionen als auch andere KulturveranstalterInnen werden darin optimale Arbeitsbedingungen vorfinden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf adäquaten Probe- und Unterrichtsräumen für Musikschaffende, Studierende und Lehrende.

Die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs werden im Juli/August 2014 vorliegen. Die Abbrucharbeiten beginnen in der Niedrigwasserperiode im September 2015, der Neubau schon im November 2015. Die Fertigstellung des Hauses der Musik erfolgt in der ersten Jahreshälfte 2018.

Vorgaben für das detaillierte Raum- und Funktionsprogramm:
Als zukunftsorientiertes und vielfältig nutzbares Gebäude, das der Bevölkerung als lebendiger Kulturraum zur Verfügung stehen wird, verfügt das Haus der Musik über ein detailliertes Raum- und Funktionsprogramm: Vorgesehen sind unter anderem Probe- und Veranstaltungssäle (mit Nebenräumen und Foyer), Räume für das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck (TSOI), die Kammerspiele, das Tiroler Landeskonservatorium, das Institut für Musikwissenschaft (Universität Innsbruck) sowie den Innsbrucker Standort des Mozarteums. Auch Räumlichkeiten für Landesvereine (Sängerbund, Volksmusikverein, Blasmusikverband), eine Gemeinschaftsbibliothek sowie Flächen für Gastronomie sind eingeplant. Allein der große Veranstaltungssaal wird zwischen 450 und 500 Personen Platz bieten und in der Größe variabel teilbar sein.
31. März 2014