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„Hallo Nachbar“

Die IIG stellt bei Nachhaltigkeit den Menschen in den Vordergrund
Nachhaltigkeit ganz konkret – dieses umfangreiche Projekt wollen die Verantwortlichen der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) nun mit dem Projekt „Hallo Nachbar“ starten. Parallel nimmt die IIG an zukunftsweisenden Forschungsprojekten zum verbesserten Energieeinsatz teil. Und aktive Teilnahme der Mieter bei der Innenhofgestaltung schafft Grünoasen nach individuellen Wunschvorstellungen.
IIG-Geschäftsführer Franz Danler: „Für uns als Unternehmen der Stadt Innsbruck ist Nach-haltigkeit ein grundsätzlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie. Der Umgang mit Mie-tern, Umwelt und Ressourcen ist oft gleichbedeutend mit wirtschaftlichem Erfolg und hoher Lebensqualität der Bewohner.“

BM Oppitz-Plörer: IIG Hüterin des sozialen Schatzes
Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer nimmt die IIG als „Hüterin des sozialen Schatzes“ in die Pflicht: „Wir wollen den künftigen Generationen den heutigen Bestand in besserer Qualität übergeben, als wir ihn übernommen haben. Dazu sind noch mehr An-strengungen in Sachen Ökologie, sozialem Handeln und Ökonomie notwendig. Unsere Maßnahmen müssen enkeltauglich werden.“

Nachbarn treffen sich
Beim Projekt „Hallo Nachbar“ werden die BewohnerInnen wiederholt mit unterhaltsamen Aktionen zu verbessertem Umgang mit ihren Nachbarn ermuntert. Ob es dadurch zu gele-gentlichen Kaffeetreffen, nachbarschaftlichem Ausborgen von Werkzeug oder Unterstüt-zung beim Einkaufen und Babysitten kommt, entscheiden die Bewohner selber. Langfristig kommt diese Idee der sozialen Säule der Nachhaltigkeit entgegen, indem auf Mitmenschen geachtet und Konflikte oder Einsamkeit vermieden werden.

Mitbestimmung über Grünräume
Zuerst als Pilotprojekt gedacht, bindet die IIG nun wiederholt ihre Mieter in die Gestaltung der Innenhöfe mit ein. In Arbeitsgruppen planen sie Grünanlagen mit Hochbeeten. Statt Zierpflanzen kommen Ribisel und Apfelbäume in den Gemeinschaftsgarten, und Bänke wählt man nicht mehr nach Design, sondern nach Bequemlichkeit aus. Schließlich träumen die Mieter von gemeinsamen Picknicks im Freien. Und auch die Kinder sind bei diesen Workshops eifrig beim Spielplatz entwerfen. Partizipation stärkt das Selbstwertgefühl und den Miteinander-Gedanken der IIG-Mieter. Die IIG wiederum lernt dadurch ihre Mieter bes-ser kennen und geht davon aus, dass sie Dinge, die nach ihren Wünschen umgesetzt wer-den, auch sorgfältiger behandeln.

Umweltschonendes Bauen und Sanieren
„Um diese Ziele zu erreichen, ist ein neues Verständnis für die Ressourcen in allen Berei-chen notwendig“, betont Danler. So setzt die IIG bei der Sanierung und bei Neubauten auf die Passivhausbauweise. Dies sichert niedrige Energiekosten für die Mieter und reduziert den Anteil fossiler Energie. Bei den zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden Innsbrucks sind umweltgerechtere Heizungen mit weniger Feinstaubausstoß wichtig. Denkmalgeschützte Bauten erlauben nur eine Innendämmung. Gerade für die Sanierung bestehender Gebäuden müssen innovative Lösungen gesucht werden. Dies verlangt verstärktes integrales Planen mit unterschiedlichen Experten, sowohl was Dämmung und Lüftung betrifft, als auch Detaillösungen für die Reduktion von Wärmebrücken.

Schulklassen als Forschungsprojekte
Gerade auch die ökologische Nachhaltigkeit lebt die IIG anhand ganz konkreter For-schungs-Projekte. So zum Beispiel sind derzeit zwei Schulklassen der – ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden - Neuen Mittelschule Hötting Prototypen dafür, wie auch ältere öffentliche Schulen bzw. Gebäude Zukunft nachhaltig sein können. Dazu nimmt die IIG an EU-Projekten „Sinfonia, 3encult und Pass Reg“ teil.

Strategische Partnerschaften pflegt die IIG auch mit der IKB, AlpS der Universität usw. Da-bei geht es unter anderem darum, wie sich eine Sanierung auf die CO2-Belastung, Hitze und Luftqualität in den Innenräumen auswirkt. Inzwischen stellt die IIG auch Dachflächen für Sonnenkollektoren zur Verfügung. An dieser innovativen Art der Stromgewinnung kön-nen sich die Bürger mittels Innsbrucker Sonnenscheinen beteiligen.

Nägel mit Köpfen machen
Damit es nicht nur bei schönen Worten bleibt, hat die IIG seit Anfang dieses Jahres eine eigene Nachhaltigkeitsbeauftragte im Team. Elisabeth Meze: „Mit kreativen Ideen und Hu-mor lässt sich Nachhaltigkeit am besten verwirklichen. Dies bleibt besser in den Köpfen der Menschen hängen, als strenge Schulrhetorik.“
Danler: „Nachhaltigkeit ist für uns kein Modebegriff. In der Forstwirtschaft hieß es früher, nicht mehr Holz zu fällen, als nachwächst. Dieser generationenübergreifende Grundgedan-ke gilt für die IIG als städtischer Immobilienverwalter heute mehr denn je.“
29. September 2014