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Grüße vom Goldenen Dachl

Postkartenausstellung
Postkarten gelten als das erste schriftliche und bebilderte Massenkommunikationsmittel der Welt. Seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert präsentiert sich darauf auch das Innsbrucker Stadtwahrzeichen Goldenes Dachl als buntes, facettenreiches und kreatives Bildmotiv. Doch erst in den letzten Jahrzehnten begann weltweit die wissenschaftliche Aufarbeitung dieses Mediums.

Seit 27. September kann nun auch im Innsbrucker Museum Goldenes Dachl Einblick in die kulturhistorische Entwicklung der Postkarte genommen werden: Im Rahmen der Ausstellung „Gruß vom Goldenen Dachl“ werden ausschließlich Postkarten-Bestände des Innsbrucker Stadtarchives präsentiert. Eröffnet wurde die Ausstellung durch Kulturausschuss-Vorsitzende Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser, Stadtarchivar DDr. Lukas Morscher sowie Initiatorin und Ausstellungskuratorin Mag.a Angelika Kollmann-Rozin (Stadtarchiv/Stadtmuseum, Museum Goldenes Dachl). Parallel zur Ausstellung erscheint auch ein reich bebilderter Ausstellungskatalog.

Von Österreich in die Welt
Die Ausstellung zeigt die bunte und facettenreiche Welt historischer Postkarten. Dabei dreht sich alles um die kreative und manchmal auch kitschige Darstellung des Innsbrucker Wahrzeichens und seiner Umgebung auf diesem hochinteressanten Bildmedium. Als Erfinder der Postkarte gilt der in Klagenfurt geborene Dr. Emanuel Herrmann (1839–1902). Auf seine Anregung hin führte die Österreichische Postverwaltung 1869 die sogenannte „Correspondenz-Karte“ als erste offizielle Postkarte der Welt ein.

Von Österreich aus trat dieses zuerst nur schriftliche, bereits nach kurzer Zeit aber auch bebilderte erste Massenkommunikationsmittel der Welt seinen Siegeszug um den Erdball an. Postkarten waren ursprünglich nur als günstiges, leicht handhabbares Medium für Kurzmitteilungen privater, aber auch geschäftlicher Natur gedacht. Rasch weckte dieses äußerst vielseitig gestaltbare Bildmedium jedoch auch das Interesse von SammlerInnen. Es entstanden unzählige Vereine für PostkartensammlerInnen. Sammelalben und Fachzeitschriften fanden reißenden Absatz.

Heute ersetzen SMS/Facebook/E-Mails und E-Postcards zwar immer mehr die
klassischen Postkartengrüße, trotzdem werden noch immer Millionen Postkarten als
Urlaubsgrüße, aber auch zu Werbezwecken in alle Welt versendet.
28. September 2012