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Großes Wohnbauprojekt mit Modellcharakter

Zukunft Wohnen
Im „Geviert“ Knoller-/Hörmann- und Hunoldstraße in Innsbruck werden 246 Wohnungen saniert, neuer Wohnraum geschaffen und die Infrastruktur weiterentwickelt

Unter dem Motto „Zukunft Wohnen“ wurde am Dienstag durch die BWS-Gruppe eines der größten Siedlungserneuerungs- und Weiterentwicklungsprojekte in Innsbruck vorgestellt. Von den Qualitätsverbesserungsmaßnahmen an der Knoller-, Hörmann- und Hunoldstraße sind insgesamt 246 Wohnungen betroffen. Der Baubestand wird saniert, die Infrastruktur weiterentwickelt und zusätzlicher Wohnraum geschaffen. Die Mieter gestalten den Prozess von Anfang an aktiv mit.

„Alleine der Umstand, dass wir für dieses Vorhaben im Rahmen eines mehrstufigen Wettbewerbsverfahrens 40 Architekten eingeladen haben, zeigt die Wichtigkeit, die dieses Projekt für uns hat. Es geht nicht nur um die Sanierung von 246 Wohnungen, sondern es geht darum eine zeitgemäße Wohn-und Lebensqualität für die Mieter im Viertel zu schaffen und damit auch darum den gesamten Stadtteil attraktiver zu gestalten“, erklärt Wilhelm Haberzettl, Vorstandsvorsitzender der BWS-Gruppe, in deren Eigentum die Wohnungen stehen.

100 Jahre Baugeschichte
Bauhistorisch blickt das „Geviert“ Knoller-, Hörmann und Hunoldstraße, das zwischen dem historisch gewachsenen Stadtteil Pradl und dem Tivoli-Schwimmbad liegt, auf eine 100jährige Geschichte zurück. Bereits 1912/13 wurden an der Knoller- und Hörmannstrasse die ersten Gebäude errichtet. In den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde dort der Baubestand laufend ergänzt. In den 60er Jahren wurden schließlich die Bauteile in der Hörmannstrasse und der Hunoldstraße errichtet.
„Gerade die bauhistorische Geschichte dieses Viertels stellt die Architekten vor eine spannende Herausforderung. Aus Bausubstanz aus unterschiedlichen Epochen, aus Wohnungen in unterschiedlichen Qualitätskategorien, aus Bauteilen, die nicht barrierefrei zugänglich sind und aus fehlender Infrastruktur soll ein Viertel entstehen, das den heutigen Ansprüchen des Wohnens gerecht wird“, sagt Architekt DI Thomas Klima, der mit der Ausschreibung des zweistufigen Wettbewerbsverfahrens beauftragt ist.

Mieter nehmen aktiv am Entscheidungsprozess teil
Die Mieter wurden von Anfang an in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen und sind auch in der Jury vertreten, die über das Siegerprojekt entscheiden wird.
11. September 2013