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Große Vorhaben des Forstamtes im Jahr des Waldes

Vizebgm. Gruber und AV Steiger geben Überblick über Projekte 2011.
2011 ist das „Jahr des Waldes“ und auch in Innsbrucks Naturgebieten sorgt das Forstamt heuer mit zahlreichen verschiedenen Projekten für einen gesunden Wirtschafts- und Naherholungsraum.
Am 1. Februar präsentierte Forst- und Grünraumreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber gemeinsam mit DI Leonhard Steiger (Vorstand Amt für Land- und Forstwirtschaft) eine Vorschau auf wichtige Initiativen, Vorhaben und Projekte im Jahr 2011.

Die Neuauflage des Almentages wird ausgeweitet

Nach der Höttinger und der Arzler Alm im Vorjahr erhalten heuer die Froneben und die Bodenstein Alm neue Pachtverträge. „Wir haben uns hier einige Interessenten angesehen, um den Markt besser kennenzulernen“, so Vizebgm. Gruber. „Dadurch möchten wir auch vermeiden, dass sich zu hohe Pachtpreise auf die Preise am Gast auswirken. Das ist nicht der Sinn der Sache.“
Die Höttinger Alm soll außerdem heuer endlich kanalisiert werden – eine Maßnahme, die nach Meinung des Almenreferenten nicht nur unbedingt notwendig, sondern auch die effizienteste und kostengünstigste sei. Notwendig war im Vorjahr auch die Sanierung der Lawinenverbauungen auf der Arzler Alm, die heuer weitergeführt werden. 120.000 Euro flossen dabei seitens der Stadt Innsbruck insgesamt in dieses Projekt.

Der Innsbrucker Almentag, der 2010 auf Initiative Grubers das erste Mal durchgeführt wurde, wird aufgrund des großen Erfolges 2011 neu aufgelegt. „Heuer werden wir noch mehr Musik auf den Almen anbieten und auch die Almen am Patscherkofel – obwohl das nicht mehr Innsbrucker Stadtgebiet ist – in den Almentag mit einbinden.“

Erlebniswelt Nordkette und Down-Hill-Paradies Lanser Kopf

Ebenfalls im Süden der Tiroler Landeshauptstadt gelegen, wird der Lanser Kopf im laufenden Jahr noch zum ersehnten „Downhill-Mekka“ Innsbrucks reifen. Sobald mit den rund 30 betroffenen Grundeigentümern eine Einigung erzielt wird und seitens der Innsbrucker Verkehrsbetriebe ein adäquates Verkehrskonzept ausgearbeitet ist, könnte die Umsetzung noch im Frühjahr 2011 starten. Neben der eigentlichen Strecke, die in Kooperation mit den Downhill-FahrerInnen angelegt wird, sind seitens der IVB ein eigener Shuttle-Dienst und Haltestellen jeweils am Anfang und Ende der Strecke geplant.

Großes Augenmerk wird das Amt für Land- und Forstwirtschaft 2011 aber auf die Nordkette legen. Die Neuinszenierung dieses Gebirgszuges im Zuge des Markenprozesses soll in diesem Jahr entscheidende Fortschritte machen. Neben einer einheitlichen Neubeschilderung der Wanderwege wird etwa der Themenwanderweg von der Hungerburg bis zur Arzler Alm noch im Sommer 2011 umgesetzt werden. Unter dem Motto „Tor zum Karwendel“ soll der Reichtum der Natur des Karwendels Jung und Alt näher gebracht werden. Etwa 60.000 Euro sind dafür budgetiert.

Ruhe und Entspannung am Berg

Der Ausbau von Ruhe- und Relaxzonen in Form einer konsumfreien Aussichtsplattform unterhalb der Seegrube soll auch die höher gelegenen Gebiete der Nordkette zugänglich machen. Bei Kosten von 155.000 Euro (aufgeteilt zwischen Nordkettenbahnen, Stadt Innsbruck und dem Tourismusverband) soll noch im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden.
Ebenso werden 2011 die Planungen für die weiteren Projekte an der Nordkette weitergeführt – etwa für die „Villa Wild“ (eine Erweiterung des Alpenzoos mit „Kulturfolgern“ wie Hausratte, Steinmarder und Buntspecht) inklusive Wipfelschwung (Holzsteg in 21 Metern Höhe als Verbindung zwischen Hungerburgbahn und Alpenzoo) oder den „Kosmos Hafelekar“.

„Wichtig ist uns bei all diesen Projekten, dass für alle Altersklassen etwas dabei ist“, erklärte Vizebgm. Gruber. „Und natürlich soll die Natur geschont bleiben, weshalb immer nur begrenzte Teile des Waldes bzw. der Natur ‚bespielt’ werden.“
01. Februar 2011