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Grab der Einsamen am Pradler Ostfriedhof

Feierliche Beisetzung von 26 Urnen
Jeden ersten Donnerstag im März und im Oktober werden Urnen im „Grab der Einsamen“ in Zusammenarbeit der Stadt Innsbruck mit dem Verein „Die Flamme – Freunde der Feuerbestattung in Tirol“ am Westfriedhof bzw. am Pradler Friedhof feierlich beigesetzt. An der feierlichen Zeremonie am 3. Oktober, die zum 60. Mal durchgeführt wurde, nahmen Sozialstadtrat Ernst Pechlaner und Gemeinderätin Gerda Springer sowie Friedhofsreferent Mag. Alexander Legniti und zahlreiche BürgerInnen teil.

Die Verabschiedung von 26 Verstorbenen in der Einsegnungshalle des Pradler Friedhofs nahm Richard Nedl, Obmann des Vereins „Die Flamme“, vor. Neben trostreichen Worten verwies er in seiner Ansprache auf die zunehmende Bedeutung der Feuerbestattung. Die von der Zugehörigkeit von Religions- und Glaubensgemeinschaften unabhängige Kremierung – eine der ältesten Bestattungsformen – war bis 1963 vom Kirchenbann belegt, ist seitdem jedoch auch aus christlicher Sicht erlaubt.

Würdevoller Abschied ohne soziale Unterschiede

Im „Grab der Einsamen“ werden Urnen aus aufgelassenen Gräbern und solche von BürgerInnen, die aus sozialen Gründen keine eigene Grabstätte haben, zur letzten Ruhe gebettet. Auch jene InnsbruckerInnen, die jenseits des Wohlstands oder einsam lebten, sollen im Rahmen einer würdevollen Feier bestattet werden können. Bereits seit August 1999 verfügt Innsbruck über ein  Krematorium im Süden des Pradler Friedhofs.
03. Oktober 2013