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Der Gemeinderat tagt im Mai

Die Gemeinderatssitzung findet am 21. Mai 2015 ab 15:00 Uhr im Plenarsaal des Rathauses (6. OG) statt.

Die Bevölkerung Innsbrucks ist herzlich zu der Sitzung des Gemeinderates eingeladen.

Die Tagesordnung zur Sitzung entnehmen Sie bitte dem Anhang.

 

Die Radio-Übertragung des Mai-Gemeinderates können Sie bei Freirad (105,9 MHz) hören.

 

Die aktuelle Stunde - "Sinfonia"

Das größte Smart City-Projekt Österreichs macht Innsbruck und Bozen mit Energieeffizienz-Investitionen in Millionenhöhe fit für die Zukunft: Innovative Energielösungen, entwickelt von Tiroler Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und internationalen Partnern, dienen als Vorbild für die europäischen Städte von morgen.

Rund 80% der EuropäerInnen leben in städtischen Ballungszentren. Mit steigendem Energieverbrauch und einer Zunahme des CO2-Ausstoßes nimmt die Nachfrage nach erneuerbaren Energiequellen und energetischen Sanierungen zu. Moderne Städte müssen sich darum in Zukunft noch höheren Ansprüchen in Hinsicht auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit stellen und dafür in eine Vielzahl bestehender Strukturen eingreifen. Mit genau dieser Thematik setzt sich das EU-weite Projekt „Sinfonia“ auseinander. Innsbruck und Bozen kommt dabei eine Vorreiterrolle zuteil: Mit Unterstützung von „Sinfonia“ werden die beiden Landeshauptstädte zukunftsfit gemacht und dadurch zu europaweiten Pionierregionen für „Smart Cities & Communities“.

Hohe Investitionen für mehr Lebensqualität

Das Projekt „Sinfonia“ setzt in Innsbruck und Bozen auf Nachhaltigkeit. Investiert wird vor allem in die hochwertige und kosteneffiziente Sanierung von Wohngebäuden, die Optimierung von Wärme- und Kältenetzen und den Ausbau von neuen Stromnetzen („Smart Grids“). Ziel des europaweiten Leuchtturmprojekts ist es, den Energiebedarf in Teilen der beiden Städte – sogenannten „Smart Districts“ – mittels technischen Innovationen und Maßnahmenpakten bis 2018 um 40 bis 50 Prozent zu senken, den Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtbedarf um 20 Prozent zu steigern, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und damit die Lebensqualität zu verbessern. Mit bis zu 27,5 Millionen Euro wird das zukunftsweisende Stadtsanierungsmodell dabei von der Europäischen Kommission gefördert, wodurch sich Sanierungsmöglichkeiten ergeben, die deutlich über das übliche Maß hinausgehen und den Menschen in den „Smart Districts“ direkt zugutekommen. Für die MieterInnen fallen dabei keine weiteren Kosten an.

Smart District mit europäischer Vorbildwirkung: Im Innsbrucker Osten wird mit Hilfe von Sinfonia der Energiebedarf um 40-50% gesenkt, der Anteil regenerativer Quellen in der Strom- und Wärmeversorgung um 30% erhöht und der CO2-Ausstoß um 20% gesenkt.
Smart District mit europäischer Vorbildwirkung: Im Innsbrucker Osten wird mit Hilfe von Sinfonia der Energiebedarf um 40-50% gesenkt, der Anteil regenerativer Quellen in der Strom- und Wärmeversorgung um 30% erhöht und der CO2-Ausstoß um 20% gesenkt.

Wie Sinfonia Innsbruck verändert

„Bereits im Jahr 2013 haben wir mit der städtischen Sanierungsförderung ‚Innsbruck fördert: energetische Sanierung‘ einen Meilenstein im Wohnbau gelegt. Nun gilt es, weitere Akzente der Bewusstseinsbildung zu setzen sich der Umsetzung von Best-Practice Vorzeigeprojekten zu widmen. ‚Sinfonia‘ bietet sich hierzu optimal an, und am meisten profitieren davon unsere Bürgerinnen und Bürger“, bestätigt Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider die positiven Auswirkungen des EU-Projektes auf die Stadt Innsbruck.

Aufbauend auf bestehende Energiestrategien wird ein „Smart District“ im Osten von Innsbruck entstehen, in welchem der Anteil der Umsetzungsmaßnahmen besonders hoch ist. Insgesamt sollen in der Tiroler Landeshauptstadt rund 66.000 m² Wohnfläche energieeffizienter gemacht und der Heizwärmebedarf dieser Wohnungen auf durchschnittlich 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr gesenkt werden. Bei diesen Maßnahmen wird auf eine hohe Replizierbarkeit geachtet und neben der hochwertigen Sanierung von Wohngebäuden auch auf innovative Kälte- und Wärmenetze sowie Mittel- und Niederspannungsnetzen aus erneuerbarer Energie gesetzt. Konkret werden im Rahmen von „Sinfonia“ beispielsweise die Sanierung des Sillblocks I und des Schubert-Mozartblocks sowie die Teilsanierung der Siegmairschule von der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) durchgeführt. Die Innsbrucker Kommunalbetriebe und die TIGAS versorgen den Innsbrucker Osten mit intelligenten, aufeinander abgestimmten Strom-, Wärme- und Kältenetzen. Diese sogenannten „Smart Grids“ sind unter anderem in der Lage, untereinander zu „kommunizieren“ und Energie aus Photovoltaik, Biomasse oder Wärme aus Industrie, Umwelt und Abwasser produktions-, kosten und verbrauchsabhängig in die Netze einfließen zu lassen.

Pionierstadt Innsbruck

Maßnahmen, die sich in den „Smart Cities“ bewährt haben, werden im Anschluss für fünf weitere europäische Städte adaptiert. Bei diesen sogenannten „Early Adopter Cities“ handelt es sich um Rosenheim (D), La Rochelle (F), Sevilla (ES), Paphos (CY) und Boras (SE). Auch weitere Städte zeigen bereits Interesse an den Ergebnissen aus Innsbruck und Bozen – beide Pionierstädte rücken dank „Sinfonia“ europaweit in den öffentlichen Fokus. Für Innsbruck und Tirol bedeutet das nicht nur Wertschöpfung, Erfahrung und einer Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch internationale Aufmerksamkeit für die „Zukunftsfrage Energie“.

Zahlen, Daten, Fakten

„Sinfonia“ ist das bisher größte EU-Projekt aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) im Bereich Energie, welches nach Tirol geholt werden konnte und zugleich das größte FP7-Projekt aus dem Programm „Smart Cities“, das in Österreich umgesetzt wird. Es ist auf einer Dauer von 5 Jahren angelegt, die 37 beteiligten Partner stammen aus insgesamt acht Ländern. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 43,1 Millionen Euro, von denen mehr als 63% (27,5 Millionen Euro) von der EU gefördert werden. Insgesamt wird Sinfonia bis zu 125 Mio. Euro an Investitionen für ein energieeffizientes Innsbruck auslösen. Übrigens: Seinen klingenden Namen hat das Projekt nicht von ungefähr: Es steht für „Smart INitative of cities Fully cOmmitted do iNvest In Advanced large-scaled energy solutions (Smarte Initiative von Städten, die voll und ganz in erweiterte, große Energielösungen investieren). (KS)