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Informierten über den Umbau im Museum Goldenes Dachl vor der neuen Treppe, die zum Balkon führt: Leiter des Stadtarchiv/Stadtmuseum Lukas Morscher, Museumsleiterin Angelika Kollmann-Rozin, IIG-Projektleiter Herbert Rainer, Stadträtin Uschi Schwarzl und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (v.r.).
Informierten über den Umbau im Museum Goldenes Dachl vor der neuen Treppe, die zum Balkon führt: Leiter des Stadtarchiv/Stadtmuseum Lukas Morscher, Museumsleiterin Angelika Kollmann-Rozin, IIG-Projektleiter Herbert Rainer, Stadträtin Uschi Schwarzl und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (v.r.).

Museum Goldenes Dachl in modernem Gewand

Im Maximilianjahr bietet das städtische Museum in der Altstadt Neuerungen

Knapp 30.000 BesucherInnen zählt das Museum Goldenes Dachl in der Innsbrucker Altstadt durchschnittlich pro Jahr. Ab der Wiedereröffnung kommende Woche ist das städtische Museum auch für BesucherInnen im Rollstuhl frei zugänglich. Bei einem Pressegespräch im Vorfeld der Wiedereröffnung am 18. Februar informierte Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl mit dem Museumsteam über die Neuerungen.

„Mit dem Maximilianjahr wollen wir umfassend über die historische Persönlichkeit Maximilians I. informieren und seine Bedeutung für Tirol thematisieren“, betonte Kulturlandesrätin Dr.in Beate Palfrader im Vorfeld der Museumseröffnung und ergänzte: „Das Museum Goldenes Dachl trägt in einem hohen Ausmaß dazu bei und wird sicherlich auch mit der Sonderausstellung ‚Was bleibt?‘ zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland begeistern.“

„Die Neukonzeptionierung des Museums ist bereits im ersten Schritt gelungen. Damit wird nicht nur eine historische Persönlichkeit gewürdigt, sondern auch der Bogen in die Zukunft gespannt“, betont Kulturstadträtin Schwarzl.

Herausforderungen

„Herausforderung war es, den Denkmalschutz mit modernen baulichen Standards zu verbinden – schlussendlich entstand ein neues Leitsystem mit Aufzug, das Menschen mit Gehbehinderung den selbstständigen Besuch der Ausstellung ermöglicht“, betont IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler. Referatsleiter DDr. Lukas Morscher (Stadtarchiv/Stadtmuseum) und Museumsleiterin Mag.a Angelika Kollmann-Rozin ergänzen unisono: „Erstmals sind die Originalreliefs des Goldenen Dachls wieder an ihrem ursprünglichen Schauplatz zu sehen. Zudem wird nun ein einzigartiger Blick vor der Tür zum Prunkerker auf die Altstadt geboten.“

Neuheiten

Mithilfe unterschiedlicher Schwerpunktthemen wirft die neue Dauerausstellung inklusive Sonderausstellung „Was bleibt?“ Licht auf die zahlreichen Facetten des Lebens von Maximilian – auf seine Familie, sein Wirken, sein Medienprogramm und seine Kunstförderung. Multimedial wird nicht das abstrakte Bild eines Herrschers aus längst vergangenen Tagen gezeichnet, vielmehr findet eine breitgefächerte Annäherung an den für Innsbruck und Tirol so wichtigen Kaiser statt. Für jüngere BesucherInnen gibt es im Museum verteilt Kinderstationen und eine Rätsel-Rallye, sodass die neue Ausstellung auch ein Highlight für Familien darstellt. Im Gedenkjahr finden mehrere Veranstaltungen statt. Interessierte erhalten beispielsweise bei einem kostenlosen Tag der offenen Tür am 24. Februar einen Einblick in das umgebaute Museum und die „Was bleibt?“-Sonderausstellung.

Geschichtliches

Im Jahr 1996 ist das Museum als Nachfolger des sogenannten Olympia-Museums in Betrieb gegangen. Die Stadt Innsbruck übernahm diese Außenstelle des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum sieben Jahre später. Damals verzeichnete die Einrichtung rund 6.000 BesucherInnen jährlich. Ein erster Umbau erfolgte 2006, bei den aktuellen Arbeiten handelt es sich somit um den zweiten Umbau in der Geschichte des städtischen Museums. Die zweite Bauphase wird weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit, wie ein taktiles Leitsystem, beinhalten.

Die Gesamtkosten betragen rund 970.000 Euro, davon entfallen 217.000 Euro auf die Sonderausstellung. Von Seiten des Projektes „Max goes digital“ wurden rund 92.500 Euro in die elektronischen Stationen investiert. Die offizielle Neueröffnung findet am Montag, 18. Februar um 18.00 Uhr statt. Tags darauf ist das Innsbrucker Wahrzeichen für alle jeden Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. (SAKU)

Museumsleiterin Mag.a Angelika Kollmann-Rozin über den Umbau des Museums.

Stadträtin Uschi Schwarzl (M.) eröffnete mit Referatsleiter Lukas Morscher, Museumsplanerin Katharina Knoll, Museumsleiterin Angelika Kollmann-Rozin, Kulturausschuss-Obfrau Irene Heisz, IIG-Geschäftsführer Franz Danler und Grafiker Kurt Höretzeder (v.l.) das neugestaltete Museum.
Stadträtin Uschi Schwarzl (M.) eröffnete mit Referatsleiter Lukas Morscher, Museumsplanerin Katharina Knoll, Museumsleiterin Angelika Kollmann-Rozin, Kulturausschuss-Obfrau Irene Heisz, IIG-Geschäftsführer Franz Danler und Grafiker Kurt Höretzeder (v.l.) das neugestaltete Museum.