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Verrieten anlässlich ihrer Gnadenhochzeit ihr Geheimrezept für eine lange Ehe: Ursula und Wilhelm Hanke.
Verrieten anlässlich ihrer Gnadenhochzeit ihr Geheimrezept für eine lange Ehe: Ursula und Wilhelm Hanke.

„Man ist immer so alt wie man sich fühlt“

Das Ehepaar Hanke ist seit 70 Jahren miteinander verheiratet

Ihr 70-jähriges Hochzeitsjubiläum, die sogenannte Gnadene Hochzeit, erleben nicht allzu viele Paare. Ursula und Wilhelm Hanke gehören zu den wenigen, die diesen Ehrentag vor Kurzem gemeinsam feiern durften. Vizebürgermeister Franz X. Gruber gratulierte im Namen der Stadt Innsbruck und überreichte ein kleines Präsent und bunte Blumen.

„Seit März 1949 sind Sie verheiratet – alle Achtung, Frau und Herr Hanke. Dazu gratuliere ich herzlich“, erklärte Gruber bei seinem Besuch im Wohnheim Lohbach. Dort leben inzwischen beide Eheleute und fühlen sich sehr wohl. Kennengelernt haben sich die ehemalige Ordinationsassistentin und der Laborant über einen Arbeitskollegen von Wilhelm. Auf die Hochzeit folgte ein Sohn, zwei Enkelkinder und zwei Urenkelinnen.

Aus Deutschland nach Tirol

Auf die Frage, welches Geheimrezept sich hinter ihrer langjährigen Ehe versteckt, erklärte Ursula Hanke: „Wir waren uns eigentlich immer einig und haben uns nie gestritten. Wenn was war, haben wir’s ausgeredet.“

Ursprünglich stammt die Seniorin aus Ostdeutschland, über den Arbeitsdienst kam sie zuerst nach Vorarlberg und im Krieg dann nach Innsbruck. Dort hat sie eine neue Heimat gefunden. Im Gespräch entdeckten sie und Vizebürgermeister Gruber Gemeinsamkeiten: Seine Großmutter kam zu Kriegszeiten ebenfalls von Deutschland nach Tirol.

Auch Wilhelm Hanke erzählte aus seinem Leben: Vier Jahre war er im Militärdienst, zwei weitere in Gefangenschaft in den USA. Dort hatte er die Tiroler Landeshauptstadt stets bei sich: Ein Bild der Maria-Theresien-Straße konnte er nämlich mitnehmen. Inzwischen haben die beiden ein stolzes Alter von 97 bzw. 94 Jahren erreicht – das macht ihnen aber nichts aus, denn: „Man ist immer so alt, wie man sich fühlt“, erklärt Wilhelm Hanke mit einem Augenzwinkern.