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Gemeinsamer Qualitätsstandard in städtischen Kindergärten

Arbeitsgruppe erarbeitet Ziele.
Der Prozess zur Entwicklung und Sicherung von Qualitätsstandards in den
städtischen Kindergärten läuft bereits seit eineinhalb Jahren. Die Initiative dient zur
verstärkten Professionalisierung und Orientierung der Kindergärten. Ziel ist es,
pädagogische Qualität zu definieren und damit sichtbar zu machen – für alle
städtischen Kindergärten sollen dieselben Standards gelten. Bereits bestehende
Qualitäten sollen weiter entwickelt und etabliert werden. Den Grundstein dazu bilden
die Konzeptionen, die jeder städtischer Kindergarten/Schülerhort bereits vor einigen
Jahren entwickelt hat.

„Qualitätsstandards sind ein wichtiges Kriterium, um geleistete Arbeit transparent zu
machen. Als Trägergemeinde ist es geradezu eine Verpflichtung der Stadt Innsbruck
gegenüber den Eltern und Erziehungsberechtigten derartige Standards zu
definieren“, betonte der zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann im
Rahmen eines Pressegesprächs am 4. April: „Ich finde diese Bemühungen
ausgesprochen positiv. Mittlerweile sind PädagogInnen mit einer kritischeren
Elternschaft und deren Kindern konfrontiert, als noch vor 30 Jahren. Es ist schön,
dass sich der Gedanke des Kindergartens als Bildungseinrichtung schrittweise
durchsetzt.“

Derzeit arbeiten 15 KindergartenpädagogInnen der Stadt gemeinsam mit
Bildungsexperten und Sozialpädagogen Matthias Schäfer daran, Ziele und
Kernaspekte der pädagogischen Arbeit zu formulieren. Es werden unterschiedliche
Module erarbeitet, anhand derer festgelegt wird, wie diese Qualitätsstandards in der
Praxis umzusetzen sind. Der Prozess der Implementierung startet im Herbst 2011
und dauert ca. zwei Jahre. „Im Vordergrund der Bewertung eines Kindergartens
stehen unter anderem Faktoren wie emotionale Sicherheit, Bildungsförderung oder
die Zusammenarbeit mit Eltern“, so Matthias Schäfer.

Investitionen in die Zukunft
Insgesamt investiert die Stadt jährlich rund 20.000 Euro in die Fort- und
Weiterbildung, rund 30.000 Euro stehen für Projekte und 415.000 Euro für
Infrastrukturausgaben in den Kindergärten und Schülerhorten zur Verfügung. Um
dem Bedarf und den rechtlichen Anforderungen zu entsprechen, baut die Stadt ihre
Einrichtungen kontinuierlich aus.

Mag.a Brigitte Berchtold, Leiterin des Amtes Kinder- und Jugendbetreuung richtete in
diesem Zusammenhang ihren Dank an die Stadtpolitik: „Durch diese Förderungen
sind viele Dinge möglich, die eine Qualitätssteigerung in den Kindergärten mit sich
bringen.“

Hochwertige Betreuung
Die Stadt Innsbruck betreibt 27 Kindergärten und zehn Schülerhorte. Für das
Kindergarten- und Hortjahr 2011/ 2012 wurden 942 Kinder neu eingeschrieben.
Insgesamt werden im nächsten Jahr 2.714 Kinder einen Kindergarten bzw.
Schülerhort der Stadt besuchen. Die Auslastung beträgt damit 99%.

Seit Herbst 2009 ist der Kindergartenbesuch für über 4-jährige Kinder in den
Innsbrucker Kindergärten bis 14 Uhr gratis. Zudem ist der Kindergartenbesuch für 5-
Jährige seit Herbst 2010 verpflichtend. Dieser verpflichtende Kindergartenbesuch
betrifft 2010/2011 insgesamt 1.020 Kinder – davon besuchen 743 Kinder einen
städtischen Kindergarten.
04. April 2011