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Gemeinsame Auszeit vom Pflegealltag

Innsbrucks Vizebürgermeister besuchte Pflegepaare in Westendorf
Bereits zum zweiten Mal bietet die Stadt Innsbruck pflegenden InnsbruckerInnen und ihren pflegebedürftigen Angehörigen die Möglichkeit, kostenlos ein paar Tage der gemeinsamen Erholung in Westendorf zu genießen. Durch die Kooperation mit dem AZW (Ausbildungszentrum West) konnten ideale Rahmenbedingungen geschaffen werden, sodass einer Auszeit aus dem fordernden Alltag nichts im Wege steht.

Gemeinsam mit Referentin Mag.a Uschi Klee (Frauen, Familien und SeniorInnen) besuchte SeniorInnenreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann am 27. Mai die TeilnehmerInnen des Projektes. „Mit dieser Initiative, die meines Wissens nach einzigartig ist, kann die Stadt Innsbruck pflegenden Menschen ihre Anerkennung und Wertschätzung zeigen“, betonte er: „Die Kooperation mit dem Ausbildungszentrum West ermöglicht einen unbeschwerten Urlaub in der idyllischen Umgebung von Westendorf.“ Weiters erklärte der Vizebürgermeister: „So kann die Stadt Innsbruck einen wichtigen Beitrag für die Erholung dieser Menschen leisten, die einige Tage in geselligem Kreise dem Alltag entfliehen können.“

Anerkennung und Unterstützung
In der Stadt Innsbruck gibt es eine Vielzahl an Personen, die auf eigenen Wunsch zu Hause eine/n Angehörige/n pflegen und nur selten institutionelle oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Aufgrund der Autonomie ist die Gefahr groß, dass diese Gruppe in Vergessenheit gerät. Deshalb wurde in Kooperation mit dem AZW für Gesundheitsberufe der TILAK dieses einzigartiges Projekt, das Erholung und Prävention verbindet, konzipiert:
Als Auszeit aus dem herausfordernden Alltag und als Burn-out-Prävention soll das Urlaubsangebot dabei helfen, die anspruchsvolle Lebensaufgabe wieder gut zu meistern. Jedem Pflegepaar wird ein/e SchülerIn des AZW zur Seite gestellt. So können in diesen Tagen Ausflüge (z. B. nach Kitzbühel oder zum Schwarzsee) und sonstige Aktivitäten unternommen werden. Natürlich kann auch einfach eine Auszeit in idyllischer Umgebung genommen werden – je nach Vorliebe gemeinsam oder beruhigt alleine, da für die optimale Betreuung des/r zu pflegenden Angehörigen gesorgt ist.
Drei Lehrpersonen (diplomierte Pflegekräfte) und 15 SchülerInnen begleiten die Paare während ihres Aufenthaltes.

Prävention und Langzeitwirkung
Um sie noch besser für ihre ambitionierte Aufgabe zu rüsten, werden zusätzlich zum Freizeitprogramm Mikroschulungen für die pflegenden Angehörigen angeboten. So erfahren sie etwa Wissenswertes über Themen wie „Rückenschonendes Arbeiten“, „Wie bewege ich mich richtig in Pflegesituationen?“ oder „Tipps und Tricks für die Körperpflege“.
28. Mai 2014