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Gemeinsam wohnen. Gemeinsam leben

Handbuch für ein besseres Zusammenleben.

(RMS) Das Projekt „gemeinsam wohnen. gemeinsam leben.“ hat seine Fortsetzung in einem Handbuch gefunden, das am 20. Juni von Landesrat Gerhard Reheis und Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter gemeinsam mit den Projektbeteiligten präsentiert wurde. „Die Ergebnisse und Erkenntnisse des arbeitsintensiven Prozesses, die jetzt in Buchform vorliegen, sollen auch bei den anderen öffentlichen Wohnanlagen in Innsbruck eingesetzt werden und auch für andere Kommunen in Tirol und darüber hinaus Handlungsmöglichkeiten für ein besseres Zusammenleben aufzeigen“, so Wohnungsstadträtin Pokorny-Reitter.

„Mit dem Thema Wohnen haben wir ein Kernthema des menschlichen Zusammenlebens behandelt – und damit auch eines der zentralen Themen im Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Prägungen, unterschiedlicher Interessen und Lebensvorstellungen“, so Tirols Soziallandesrat Gerhard Reheis. Selten seien kulturelle Unterschiede Ursachen für Probleme, meist seien „banale Dinge“, wie lärmende Kinder, Sauberkeit, Müllentsorgung etc. Anlass für Konflikte. „Es sind meist soziale Konflikte, die gerne ethnisiert werden“, räumt auch die Integrationsstellenleiterin der Stadt Innsbruck Notburga Troger mit einem Vorurteil auf.

Handlungsmöglichkeiten
Das Buch zeigt nun erstmals kompakt zusammengefasst konkrete Optionen für Politik, Hausverwaltungen und MieterInnen auf. „Das Handbuch ist für Hausverwaltungen ebenso interessant und lesenswert wie für Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung. Es ist praxisorientiert und zeigt zu unterschiedlichsten Themen wie Wohnungsvergabe, Hausverwaltung, Einzugsbegleitung, Architektur und Bau informative und leicht verständliche Handlungsmöglichkeiten“, berichtete Dr. Franz Danler, Geschäftsführer der IIG.
„Das Projekt hat gezeigt, dass Probleme klar angesprochen werden müssen, damit eine gute und für alle annehmbare Lösung gefunden werden kann. Bereits gestartete Nachfolgeprojekte geben uns Impulse, dass wir im kleinen Rahmen sehr schnell und handlungsorientiert reagieren können“, so Notburga Troger, die sich schon auf die Herausforderung, auch andere, bestehende Wohnanlagen zu analysieren und zu verbessern, aber auch auf die Möglichkeiten, die sich für Neubezüge aus den erarbeiteten Handlungsmöglichkeiten ergeben, freut.

Schon während des Projekts sei auf Mieterwünsche konkret eingegangen worden, erläuterte die Wohnungsstadträtin Pokorny-Reitter. Beispiele von einer verstärkten Zusammenarbeit und Intensivierung der Kommunikation mit den BewohnerInnen berichteten auch TIGEWOSI-Geschäftsführer Ing. Franz Mariacher und DI (FH) Heidi Geisler von der NHT. Nun sollen die Erkenntnisse auch in weiteren Wohnanlagen umgesetzt werden.
20. Juni 2011