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VertreterInnen der Stadt Innsbruck sowie anderer Organisationen wie beispielsweise dem Roten Kreuz spielten gemeinsam den Ernstfall durch.
VertreterInnen der Stadt Innsbruck sowie anderer Organisationen wie beispielsweise dem Roten Kreuz spielten gemeinsam den Ernstfall durch.

Katastrophenübung der Gemeindeeinsatzleitung

Stadt Innsbruck und des Roten Kreuzes im Rahmen des EU Projektes prepAGE

Im Falle einer Katastrophe braucht es schnelle, kompetente, effiziente aber vor allem auch individuelle Hilfe, denn nicht jeder Betroffene ist gleich belastet. Eine besondere Rolle kommt dabei älteren Personen zu, denn ihre Bedürfnisse während einer Katastrophe sind vielfältiger und diffiziler, gleichzeitig sind aber auch die Erfahrungen und spezielles Wissen dieses Personenkreises von unschätzbarer Bedeutung. Das Projekt „prepAGE“, das vom Österreichischen Roten Kreuz koordiniert wird, untersucht seit 2014 in fünf verschiedenen Ländern Europas wie die Bedürfnisse von älteren Menschen in Katastrophenvorsorgeprogrammen besser berücksichtigt werden können.

prepAGE – was ist das?

Zusammen mit den Rot - Kreuz - Gesellschaften aus Bulgarien, Kroatien, Lettland und Großbritannien sowie der Universität Innsbruck werden in den genannten Ländern Übungen auf Gemeindeebene durchgeführt. Hier geht es darum, zu erproben, wie die Bedürfnisse von älteren Personen in einem Katastrophenfall am besten berücksichtigt werden können. Die dabei gewonnen Erkenntnisse sollen länderübergreifend in Form von Empfehlungen in die Katastrophenvorsorge einfließen, um so die Strukturen und Prozesse zu optimieren, damit ältere Menschen in Katastrophensituationen bestmöglich betreut und eingebunden werden. Dieses Projekt wird von der EU -Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Zivilschutz (DG ECHO) gefördert.

Übung der Gemeindeeinsatzleitung Innsbruck zusammen mit dem Roten Kreuz

Am 29.01.2015 übte die Gemeindeeinsatzleitung der Stadt Innsbruck in enger Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Innsbruck einen Stromausfall, der weite Teile der Landeshauptstadt betraf. An dieser Übung nahmen 15 Rot-Kreuz-Mitarbeiter aus Innsbruck und Wien sowie einige Personen, der Gemeindeeinsatzleitung der Stadt Innsbruck teil. „Die Bedürfnisse und Möglichkeiten von Senioren stehen im Mittelpunkt“, erzählt Veronika Biebel, die für das Rote Kreuz Innsbruck das Projekt betreut und ihre Offiziersarbeit darüber verfasst. „Ziel ist es in Zusammenarbeit mit Organisationen, die außerhalb von Katastrophen ältere Menschen betreuen, in einer Katastrophensituation raschest möglich jene Menschen zu identifizieren, für die auf Grund der Situation am dringendsten Hilfe benötigt wird. So können wir durch frühzeitige Planung noch effektiver und schneller helfen.“

Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer erläutert: „Im Katastrophenfall wird im Stadtmagistrat die Gemeindeeinsatzleitung alarmiert. Diese kommt zusammen und weiß was zu tun ist. Schulungen wie die Ende Jänner sind wichtig, um die unterschiedlichen Abläufe zu üben und zu automatisieren. Jede Übung trägt dazu bei, dass in einer Notfallsituation schneller reagiert werden kann. Dass der Fokus dieser Übung auf Seniorinnen und Senioren gelegt wurde, finde ich gut. Es gilt auf die speziellen Bedürfnisse der älteren Menschen besonders im Ausnahmezustand Rücksicht zu nehmen.“

 „Natürlich müssen wir unsere Erkenntnisse noch ganz genau analysieren“, meint Bezirksrettungskommandant Christian Schneider, „aber so viel vorweg – es macht uns Freude unsere gewonnenen Erfahrungen in ein gesamteuropäisches Projekt einbringen zu dürfen. Hier geht es darum, Menschen zu retten, indem wir Wissen teilen – eine herausfordernde und wertvolle Erfahrung. Besonderer Dank gilt neben der Stadt Innsbruck den teilnehmenden Organisationen Innsbrucker soziale Dienste mit allen Bereichen, Johanniter Unfallhilfe, Innsbrucker Immobilien Gesellschaft, TIGEWOSI und die Neue Heimat Tirol“

Das Projekt aus Innsbrucker Sicht:

Jedes teilnehmenden Land hat auf Gemeindeebene eine solche Übung durchgeführt, deren Erkenntnisse in der Empfehlung zusammenfließen werden, darüber hinaus fanden aber auch weitere Veranstaltungen statt, die mit prepAGE in engem Zusammenhang stehen. Das Rote Kreuz Innsbruck organisierte beispielsweise schon bei der SEN Aktiv – einer Messe für Senioren – eine Informationsveranstaltung zum Thema Senioren und Katastrophe. Ebenfalls gab es eine Konferenz mit den in Innsbruck relevanten Organisationen im Bereich der Betreuung älterer Menschen, die eine umfassende Kooperation zu diesem Thema anstrebte. (Rotes Kreuz)