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Ganzheitliche Sprachförderung in den Kindergärten der Stadt

Vizebgm. Christoph Kaufmann stellte neue Programme vor.
In Zeiten der Globalisierung werden sprachliche Kompetenzen immer wichtiger. Ein möglichst früher Kontakt mit der deutschen Muttersprache und der wichtigsten Fremdsprache Englisch kann auch kleinen Kindern nur zum Vorteil gereichen.
Die Stadt Innsbruck konzentriert sich seit Jahren auf eine ganzheitliche Förderung der Kindergartenkinder, damit diese ihre Persönlichkeit bestmöglich entfalten können. Vizebürgermeister Christoph Kaufmann stellte gemeinsam mit Amtsleiterin Mag.a Brigitte Berchtold (Amt für Kinder- und Jugendbetreuung) und Mag. Ronald Zecha (Geschäftsführer der Volkshochschule Tirol) die Sprachförderungsprojekte der Stadt Innsbruck im Rahmen eines Pressegespräches am 25. November vor.

„In unsere Einrichtungen kommen immer wieder Kinder mit großen sprachlichen Defiziten“, berichtete Vizebgm. Kaufmann, „und das beschränkt sich nicht nur auf Kinder mit Migrationshintergrund, die mit einer anderen Muttersprache aufwachsen. Uns ist aber wichtig, dass für alle Kinder schon in den ersten Jahren des Bildungsweges Chancengleichheit herrscht. Daher werden wir unsere umfassenden Sprachförderungsprogramme in den nächsten Jahren in vielen städtischen Kindergärten weiter ausbauen.“

Förderungen der deutschen Sprache

Im Mittelpunkt stehen dabei vertiefende Sprachkurse, die die Stadt Innsbruck schon seit 2006 auf Initiative der damaligen Stadträtin Bgm. Mag.a Christine Oppitz-Plörer anbietet und die, parallel zur pädagogischen Betreuung, durch die KindergärtnerInnen stattfinden. Organisiert vom Amt für Kinder- und Jugendbetreuung und in enger Kooperation mit der VHS Innsbruck finden 2010/2011 in 14 Kindergärten insgesamt 15 Kurse für 4 bis 5-Jährige statt, die von SprachlehrerInnen der VHS Innsbruck geleitet werden. Daran nehmen circa 140 Kinder teil.

Auch das Land wird seine Sprachförderungen an städtischen Kindergärten weiter abhalten. Eigene SprachförderInnen des Landes Tirol arbeiten 2010/2011 an 21 Kindergärten mit insgesamt 237 Kindern.

Englische Sprachkurse

Eine Besonderheit sind die Englischkurse, die auf eine Initiative von Vizebgm. Christoph Kaufmann zurückgehen und 2010/2011 insgesamt 50 Kinder in fünf städtischen Kindergärten erreichen werden. Auch hier kooperiert das städtische Amt für Kinder- und Jugendbetreuung mit der VHS Innsbruck.

In zusätzlichen Projekten wird darüber hinaus die Kontaktaufnahme mit Büchern bzw. Bibliotheken besonders in den Vordergrund gestellt, etwa bei speziellen Besuchen der Stadtbücherei.

„Sowohl bei den Deutschkursen als auch bei den neu gestarteten Englischkursen geht es darum, Kindern spielerisch den Umgang mit einer für sie neuen Sprache zu eröffnen“, erklärte Mag. Zecha. „Das funktioniert, indem die SprachlehrerInnen nach dem Motto ‚Lernen mit allen Sinnen’ vorgehen.“

Auch Mag.a Berchtold kann die Notwendigkeit des spielerischen Lernens bestätigen: „Lernen mit Freude steht im Mittelpunkt aller Förderungsbemühungen. Unsere Pädagoginnen und Pädagogen leisten jeden Tag einen unglaublich wichtigen Beitrag zur Sprachförderung, indem sie den Kinder beim Vorlesen, Spielen, Erzählen oder auch bei der Bewegung die deutsche Sprache korrekt nahe bringen.“

Insgesamt besuchen 1.915 Kinder in diesem Jahr einen der 27 Kindergärten der Stadt Innsbruck. Sie sind wichtige Orte der Identitätsfindung, wo das Kind erstmals Teil einer Gemeinschaft ist und auf den späteren Bildungs- und Lebensweg spielerisch vorbereitet wird.
In die laufende Fortbildung und Schulung der PädagogInnen investiert die Stadt Innsbruck jährlich rund 50.000 Euro, etwa in den Bereichen Sprachentwicklung oder interkulturelle Bildung.
25. November 2010