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Eine Verteterin der alten und seltenen Gattung der Alpenfledermaus in den Händen des Projektleiters Anton Vorauer von „Natur findet Stadt“.
Eine Verteterin der alten und seltenen Gattung der Alpenfledermaus in den Händen des Projektleiters Anton Vorauer von „Natur findet Stadt“.

Alte Fledermaus-Art in neuem Nistkasten

Gefährdete Tierarten finden in Innsbruck idealen Lebensraum.

Friedhöfe sind schon lange nicht mehr „nur“ Orte der Trauer. Vielmehr sind sie heute ein Begegnungsort von Trauernden und Ruhesuchenden, aber auch Menschen, die diese als Naherholungsorte nutzen.

Darüber hinaus entwickeln sich städtische Friedhöfe als ideale Lebensräume für Tiere. Mit dem Projekt „Natur findet Stadt“, eine Kooperation der Stadt Innsbruck und der Umweltschutzabteilung des Landes Tirol, werden gezielt Maßnahmen ergriffen, um verschiedenen Tierarten zu helfen, die sonst in der Stadt Überlebensschwierigkeiten hätten.

„Im vergangenen Jahr wurden etwa 15 Maßnahmen in den städtischen Friedhöfen verwirklicht, in der Hoffnung, dass Leben erhalten wird und neues entstehen kann“, ist Stadtrat Mag. Gerhard Fritz überzeugt vom Erfolg des Projektes: „So entstehen schöne Naherholungsräume für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker. Nebenbei bedeutet dies gelebter Artenschutz und Erschließung von neuem Lebensraum für gefährdete Tierarten – eine ideale Symbiose.“

 

Die Höhlenimitation als Nisthilfe für Fledermäuse wird am Innsbrucker Ostfriedhof angebracht (v.l.): Mitarbeiter der städtischen Grünanlagen Josef Reinisch, Projektleiter Anton Vorauer, Stadtrat Gerhard Fritz und Referatsleiter für städtische Friedhöfe Alexander Legniti.
Die Höhlenimitation als Nisthilfe für Fledermäuse wird am Innsbrucker Ostfriedhof angebracht (v.l.): Mitarbeiter der städtischen Grünanlagen Josef Reinisch, Projektleiter Anton Vorauer, Stadtrat Gerhard Fritz und Referatsleiter für städtische Friedhöfe Alexander Legniti.

Nistkästen für städtische Turmfalken

Mag. Anton Vorauer ist Projektleiter und seit vielen Jahren in Natur- und Artenschutzprojekten tätig. „Singvögel, Schwalben, Mauersegler, Igel und Fledermäuse sind einige der Tierarten, die seltener geworden sind und denen mit Nisthilfen, geeigneten Winterquartieren oder Blumenwiesen geholfen werden kann“, erläutert Vorauer und führt weiter aus: „Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den städtischen Friedhöfen konnten wir zahlreiche Artenschutzmaßnahmen treffen, wie zum Beispiel Quartiere für Fledermäuse, Vögel und Wildbienen.“

Mag. Alexander Legniti, Referatsleiter der städtischen Friedhöfe, ist ebenso begeistert über die Erfolge des Projekts: „Im Kapellenturm des Ostfriedshofs in Pradl wurde ein Turmfalkenkasten montiert und über den gesamten Friedhof wurden Nist- und Brutkästen, unter anderem auch für Fledermäuse, angebracht.“

Es besteht die Möglichkeit sich an diesem Projekt zu beteiligen und mitzumachen sowie eine fachgerechte Beratung in Anspruch zu nehmen, was Sie in Ihrem Eigenheim und –garten für hilfsbedürftige Tierarten tun können.

Kontakt:

Mag. Anton Vorauer

Brixnerstraße 4, 6020 Innsbruck

E-Mail: vorauer@ecotone.at

Mobil: +43 (0) 676 44 46 610