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ArchFem und Stadt Innsbruck installierten wieder ein mobiles Denkmal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in der Maria-Theresien-Straße: Anlässlich des Internationalen Frauentags versammelten sich die Vertreterinnen Innsbrucker Frauenorganisationen und Innsbrucker Politikerinnen  vor der Skulptur, um auf die Anliegen der Frauen aufmerksam zu machen.
ArchFem und Stadt Innsbruck installierten wieder ein mobiles Denkmal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in der Maria-Theresien-Straße: Anlässlich des Internationalen Frauentags versammelten sich die Vertreterinnen Innsbrucker Frauenorganisationen und Innsbrucker Politikerinnen vor der Skulptur, um auf die Anliegen der Frauen aufmerksam zu machen.

Internationaler Frauentag: Ein Denkmal gegen Gewalt

Das bevorstehende Wochenende steht in Innsbruck im Zeichen der Frauen

Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, der Schweiz, in den USA und in Österreich statt. Zehn Jahre später – 1921 – wurde er auf den 08. März festgelegt. Seither wird an diesem Tag weltweit mit Veranstaltungen und Aktionen auf die Anliegen der Frauen aufmerksam gemacht. Auch in der Tiroler Landeshauptstadt findet rund um den 08. März wieder ein dichtes und abwechslungsreiches Programm zu relevanten Frauenthemen statt, das zum Nachdenken anregt. Mit der Errichtung des mobilen Frauen-Denkmals gegen Gewalt an Frauen und dem Hissen der Frauenfahne am Rathaus bekennt sich Innsbruck klar zu mehr Geschlechter-Gerechtigkeit.

Wenngleich sich die Lebenssituation von Frauen in den letzten 100 Jahren maßgeblich verbessert hat, gilt es nach wie vor, die unerfüllten Grundforderungen weiter zu verfolgen und neue frauenpolitische Anliegen zu formulieren. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer ist davon überzeugt, dass eine aktive und gelebte Frauenpolitik viel bewegen kann: „Es gilt besonders, ein Bewusstsein für aktive Gleichbehandlung zu schaffen, die zwar juristisch selbstverständlich ist – in der Realität haben Frauen in dieser Hinsicht jedoch nach wie vor mit vielen Hürden zu kämpfen. Wir sind in Innsbruck auf einem guten Weg.“

Eine gemeinsame Aktion gegen Gewalt an Frauen

In Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Archiv für feministische Dokumentation (ArchFem) initiiert die Stadt Innsbruck zum Internationalen Frauentag eine Aktion, die von den Einrichtungen der FrauenLesbenvernetzung und weiteren engagierten Frauen und Mädchen getragen wird. Das mobile Denkmal in der Maria-Theresien-Straße ist schon von weitem zu erkennen: Ein attraktives Frauengesicht scheint leicht und bunt aus dem Boden der Stadt zu wachsen. Die Beschriftung eröffnet den BetrachterInnen dann den traurigen Kontext und offenbart die harten Fakten zu Gewalt an Frauen und Mädchen. Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider findet zu der Aktion klare Worte: „Gewalt an Frauen und Mädchen passiert täglich und permanent. Es ist von größter Bedeutung, das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen. Unsere Gesellschaft – Frauen wie Männer – muss dafür sensibilisiert werden, ihre Wahrnehmung zu schärfen und gemeinsam deutliche Signale gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen.“

Stationen rund um den Frauentag

Zum Internationalen Frauentag veranstaltet das Referat Frauen, Familien und SeniorInnen unter der Leitung von Mag.a Uschi Klee jedes Jahr die „LangeNachtdesFrauenFilms“ im Innsbrucker Metropol Kino. Das vielfältige Programm soll dabei Männer und Frauen gleichermaßen anregen, über Chancengleichheit und gelebte Gleichberechtigung nachzudenken. Die diesjährige Veranstaltung am 07. März zeigt zehn ausgewählte Filme von bzw. über Frauen. Schon am Nachmittag werden ab 14:00 Uhr Kinder- und Jugendfilme gezeigt, um bereits die Jüngsten für dieses Thema zu sensibilisieren. Um 19:30 Uhr wird die „LangeNachtdesFrauenFilms“ dann offiziell von Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider eröffnet.

Doch nicht nur von Seiten der Stadt wird anlässlich des Internationalen Frauentags einiges geboten. Vor allem das FrauenNetzwerk Tirol veranstaltet an dem Wochenende von 06. bis 08. März ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Als Veranstalter und Kooperationspartner sind neben der Stadt Innsbruck auch das Land Tirol, die Medizinische Universität Innsbruck, das Büro für Gleichstellung und Gender Studies, das autonome FrauenLesbenzentrum, die AEP-Frauenbibliothek und ArchFem – das Interdisziplinäre Archiv für feministische Dokumentation – tätig. Das vollständige Programm mit allen Stationen finden Sie unter http://bidok.uibk.ac.at/projekte/arbeitswelt_tirol/veranstaltungen.

Ganzjähriger Schwerpunkt

Dass Themen wie Frauen, Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht nur am Internationalen Weltfrauentag, sondern das ganze Jahr hindurch präsent sind, zeigt ein Blick auf den städtischen Veranstaltungskalender. Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.), der jährlich aktuelle „Equal Pay Day“, der Innsbrucker Frauenlauf, die Förderung von Vereinen und Initiativen im Frauen- und Familienbereich sowie eine Vielzahl an Aktionen zur Frauensicherheit verdeutlichen, wie wichtig die Themen für die Innsbrucker Stadtregierung sind. (KS)