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Uschi Klee (Referatsleiterin Frauen, Familien und SeniorInnen), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Patrizia Hueber (Metropol Kino Innsbruck) und Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider präsentierten im Rahmen der heutigen Frauen-Pressekonferenz das Programm zur Langen Nacht des Frauenfilms.
Uschi Klee (Referatsleiterin Frauen, Familien und SeniorInnen), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Patrizia Hueber (Metropol Kino Innsbruck) und Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider präsentierten im Rahmen der heutigen Frauen-Pressekonferenz das Programm zur Langen Nacht des Frauenfilms.

Chancengleichheit, Vorbilder und gelebte Gleichbehandlung

Der internationale Frauentag am 08. März rückt die zentralen Anliegen der Frauen in den Vordergrund.

Rund um den Internationalen Frauentag am 08. März findet in Innsbruck auch dieses Jahr wieder ein dichtes und abwechslungsreiches Programm zu relevanten Frauenthemen statt. Die Stadt Innsbruck setzt an diesem Tag verstärkt Aktionen, die zum Nachdenken anregen und zeigt mit dem Hissen der Frauenfahne am Rathaus sprichwörtlich „Flagge“ – ein sichtbares Zeichen für mehr Geschlechter-Gerechtigkeit. Als einzige Landeshauptstadt, die in ihrer jüngsten Geschichte gleich zwei Frauen an der Führungsspitze vorweisen kann, nimmt Innsbruck eine entscheidende Vorreiterrolle in Österreich ein. In diesem Sinne wird das Augenmerk verstärkt auf frauenpolitische Anliegen gelegt.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer ist davon überzeugt, dass eine aktive und gelebte Frauenpolitik viel bewegen kann: „Der jeweilige Führungsstil wird von einer Person, nicht von deren Geschlecht bestimmt. Dies wird allerdings nicht immer so wahrgenommen: So wird Frauen zwar starkes empathisches Einfühlungsvermögen zugeschrieben, Verhandlungsstärke und ein guter Umgang mit Zahlen sind allerdings nach wie vor typisch männlich behaftete Attribute. Hier gilt es, ein Bewusstsein für aktive Gleichbehandlung zu schaffen, die zwar juristisch selbstverständlich ist – in der Realität haben Frauen in dieser Hinsicht jedoch mit vielen Hürden zu kämpfen. Wir sind in Innsbruck auf einem guten Weg.“

Das beweisen auch die Mitarbeiterzahlen im Innsbrucker Stadtmagistrat: Betrug der gesamte Frauenanteil im Magistrat vor vier Jahren noch rund 45,7 Prozent, liegt er aktuell bei 48,2 Prozent – das bedeutet einen Anstieg der weiblichen Angestelltenquote um 2,5 Prozent. In Führungspositionen hat sich die Zahl der Frauen von 2011 bis 2015 nahezu verdoppelt, nämlich von 16 auf 29 weibliche Führungskräfte. Um qualifizierte Frauen in Führungspositionen verstärkt zu fördern, verfolgt die Tiroler Landeshauptstadt als Arbeitgeberin seit jeher eine aktive Gleichstellungspolitik und bietet Männern und Frauen Chancengleichheit bei der Aufnahme in ein Dienstverhältnis zur Stadt Innsbruck und im Hinblick auf ihre dortige berufliche Laufbahn. Die Entlohnung erfolgt unabhängig vom Geschlecht und orientiert sich ausschließlich an der Qualifikation der jeweiligen ArbeitnehmerInnen. Gezielte Förderprogramme unterstützen die MitarbeiterInnen in ihrer beruflichen Entwicklung.

Frauen im Magistrat verstärkt gefördert

Auf Ebene der Stadtregierung wurde an einem neuen Entwurf für das Frauen-Förderungsprogramm im Innsbrucker Stadtmagistrat gearbeitet. Das derzeit gültige Frauenförderungsprogramm ist jedoch bereits seit 2004 in Kraft, und in den vergangenen zehn Jahren hat sich vieles verändert. Daher wurden die Programminhalte jetzt einer gänzlichen Neubetrachtung auf Basis des Tiroler Gemeinde-Gleichbehandlungsgesetzes unterzogen und der Entwurf einstimmig im Stadtsenat sowie auch im Gemeinderat beschlossen. Die für Frauenförderung zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider weiß: „Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind wichtige Punkte im neuen Förderungsprogramm. Es ist von großer Bedeutung, ein Bewusstsein zu Fragen der Gleichbehandlung zu schaffen.“ Der Innsbrucker Stadtmagistrat hat bereits einen wichtigen Punkt im Gleichstellungsplan erfüllt und die darin festgesetzte, 40-prozentige Repräsentationsquote von Frauen in allen Organisationseinheiten erfüllt. Die Umsetzung des Frauenförderungsprogrammes wird künftig Teil der Führungsaufgabe aller Führungskräfte im Stadtmagistrat sein. Auch die Mitwirkungsmöglichkeiten der Gleichbehandlungsbeauftragten im Stadtmagistrat Innsbruck sollen ausgebaut werden.

Eine Nacht voller Film- und Kulturhighlights für Frauen

Um Frauen ins Zentrum zu stellen, veranstaltet das Referat Frauen, Familien und SeniorInnen unter der Leitung von Mag.a Uschi Klee jedes Jahr am internationalen Frauentag die „LangeNachtdesFrauenFilms“. In Kooperation mit dem Innsbrucker Metropol Kino wird ein vielfältiges Programm geboten, das die unterschiedlichsten Facetten im Leben von Frauen beleuchtet. Männer und Frauen sind dabei gleichermaßen angesprochen, über Chancengleichheit und gelebte Gleichberechtigung nachzudenken. Insgesamt sind bei der Veranstaltung am 07. März zehn ausgewählte Filme von bzw. über Frauen zu sehen. Schon am Nachmittag werden ab 14:00 Uhr Kinder- und Jugendfilme gezeigt, um bereits die Jüngsten für dieses Thema zu sensibilisieren. Um 19:30 Uhr wird die „LangeNachtdesFrauenFilms“ dann offiziell eröffnet.

„Im heurigen Jahr erwartet uns ein kontrastreiches Programm, das Mädchen und Frauen an einem Wendepunkt ihres Lebens begleitet“, so Mag.a Uschi Klee. „Dabei zeigen Mädchen und Frauen auf beeindruckende Weise, wie sie sich schwierigen Herausforderungen im Leben stellen und alleine oder gemeinsam mit ihrer Umgebung neue Perspektiven finden. Dieser Mut soll Frauen wie Männer gleichermaßen animieren.“

Patrizia Hueber vom Innsbrucker Metropolkino, die für die Programmkonzeption verantwortlich ist, betont die Vielfalt der gebotenen Inhalte: „Das Programm ist abwechslungsreich und bietet für Groß und Klein gleichermaßen interessante Schwerpunkte. Bei der Auswahl der Filme wurde großer Wert auf eine vielfältige Themenwahl gelegt. Komödien wechseln sich mit Dramen und Dokumentationen ab, um ein möglichst breites Spektrum an Beiträgen für und mit Frauen bieten zu können.“

Mehr Sicherheit für Frauen: das Frauennachttaxi

Auch die Sicherheit, insbesondere jene der Frauen, ist der Stadtregierung seit langer Zeit ein großes Anliegen. Aus diesem Grund fördert die Stadt Innsbruck schon seit vielen Jahren das Frauennachttaxi, um Innsbruckerinnen einen sicheren Weg nach Hause zu bieten – etwa nach einer langen Kinonacht. Die Kosten belaufen sich dabei auf nur 4,90 Euro im gesamten Stadtgebiet, das Taxi kann täglich zwischen 21:00 Uhr und 04:00 Uhr in Anspruch genommen werden, von November bis März verkehrt es bereits ab 20:00 Uhr. Die Initiative richtet sich an Frauen und Mädchen sowie Kinder beiderlei Geschlechts bis zum vollendeten 15. Lebensjahr in Begleitung von Frauen. Unter der Nummer 0512 / 55 17 11 kann der Dienst in Anspruch genommen werden.

Stationen rund um den Frauentag

Nicht nur von Seiten der Stadt wird anlässlich des Internationalen Frauentags einiges geboten. Vor allem das FrauenNetzwerk Tirol veranstaltet vom 06. bis 08. März ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Als Veranstalter und Kooperationspartner sind neben der Stadt Innsbruck auch das Land Tirol, die Medizinische Universität Innsbruck, das Büro für Gleichstellung und Gender Studies, das autonome FrauenLesbenzentrum, die AEP-Frauenbibliothek und ArchFem – das Interdisziplinäre Archiv für feministische Dokumentation – tätig. Das vollständige Programm mit allen Stationen rund um den Internationalen Frauentag finden Sie unter http://bidok.uibk.ac.at/projekte/arbeitswelt_tirol/veranstaltungen.

Ganzjähriger Schwerpunkt

Dass Themen wie Frauen, Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht nur am Internationalen Weltfrauentag, sondern das ganze Jahr hindurch präsent sind, zeigt ein Blick auf den städtischen Veranstaltungskalender. Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.), der jährlich aktuelle „Equal Pay Day“, der Innsbrucker Frauenlauf, die Förderung von Vereinen und Initiativen im Frauen- und Familienbereich sowie eine Vielzahl an Aktionen zur Frauensicherheit verdeutlichen, wie wichtig die Themen für die Innsbrucker Stadtregierung sind. (KS)