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Förderung der wissenschaftlichen Kunst

Fellowship Stipendium des Künstlerhauses Büchsenhausen für Geschichte der Britischen Kolonien
Das Fellowship Stipendium des Künstlerhauses Büchsenhausen, gewährt von der Stadt Innsbruck, ermöglicht Emma Wolukau-Wanambwa fünf Monate in Tirols Landeshauptstadt zu verbringen, um ihre Arbeit als Wissenschaftlerin, Künstlerin und Historikerin weiterzuführen. Sie berichtete bei ihrem Besuch bei Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer von ihrem Leben zwischen London, Uganda, Berlin und dem Rest der Welt.

Seit 2011 arbeitet Wolukau-Wanambwa an Recherchen zum Erbe des britischen Kolonialismus in Ostafrika. Insbesondere interessiert sie sich in diesem Zusammenhang für Museen, Bücher und Staatsarchive, die während der Kolonialära in der Region entstanden sind.
7.000 UrkainerInnen und PolInnen wurden 1941 aus dem sibirischen Gulag über Teheran und die Indische Kolonie in das damalige Protektorat Uganda deportiert, wo sie ohne Kontakt zur Außenwelt oder der dortigen Bevölkerung bis 1952 lebten. Ihre Geschichte zu erforschen und die letzten Überlebenden zu interviewen hat sich die Stipendiatin zur Aufgabe gemacht.
Für diese verantwortungsvolle Arbeit erhielt sie das Fellowship Stipendium des Künstlerhauses Büchsenhausen, dotiert mit 5.000,- Euro.
Wolukau-Wanambwa freut sich schon auf die kreative Schaffens- und Recherchearbeit im Künstlerhaus Büchsenhausen. Das Ergebnis ihrer Arbeit wird am 17. Juni 2015 im Kunstpavillon der Tiroler Künstlerschaft zu sehen sein.

Innsbrucks Stadtoberhaupt bedankt sich bei der engagierten Wissenschaftlerin und wünscht ihr „eine schöne Zeit und einen produktiven Aufenthalt in unserer schönen Landeshauptstadt“ und versichert sich bei dem Leiter des Künstlerhauses Büchsenhausen Mag. Andrei Siclodi, dass er mit ihr „die schönsten Berge des Alpenraumes“, Nordkette und Patscherkofel, besteigt.

Zum zehnjährigen Jubiläum des Internationalen Fellowship-Programmes für Kunst und Theorie überreichte Siclodi Innsbrucks Bürgermeisterin eine gebundene Lexikonausgabe mit den Arbeiten der KünstlerInnen der vergangenen zehn Jahre.
21. Oktober 2014