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„Flüchtige Momentaufnahmen“

Ausstellung von Claudia Fritz in der Andechsgalerie
Im April zeigt die städtische Andechsgalerie unter dem Titel „Passenger“ Werke von Claudia Fritz. Am 02. April eröffnete Mag.a Natalie Pedevilla (Referentin Kultur-Konzept und Veranstaltungen) feierlich die Vernissage und stimmte die interessierten BesucherInnen auf die Ausstellung ein. Viele KunstliebhaberInnen ließen es sich nicht nehmen und besuchten die Eröffnungsfeier. Darunter waren unter anderem Kulturamtsvorständin Maria-Luise Mayr, Gemeinderätin Mag.a Uschi Schwarzl, die ehemalige Gemeinderätin Mag.ª Gerti Mayr, Gemeinderätin Gerda Springer und Gemeinderat Franz Hitzl, die sich die Eröffnung nicht entgehen ließen.

„Passenger“
„I am a passenger and I ride and I ride…“ lautet der Anfang eines Liedtextes von Iggy Pop, in dem er sich selber als Passagier des Lebens beschreibt. Für die Fotokünstlerin Claudia Fritz sind diese Songzeilen Inspiration ihrer jüngsten Serie.
In ihrer für die Andechsgalerie entwickelten Ausstellung setzt sich die Künstlerin mit den Fragen über Lebensraum, das Sich-Bewegen und die Beziehung zwischen Individuum und das Umfeld auseinander. Durch ihre Herangehensweise gelingt es ihr, das Schöne im Unscheinbaren, Flüchtigen und Vergänglichen auf erzählerische Weise festzuhalten. In der neuesten Werkproduktion „Passenger“ bezieht sich die Künstlerin auf den urbanen Kontext. Claudia Fritz konzentriert sich hierbei nicht auf das Fassbare, vielmehr geht es ihr um die Wahrnehmung des Vorbeiziehenden, um das Festhalten sich stetig wandelnder, zeitabhängiger Momente.
Der Mensch im Stadtgefüge ist unweigerlich dem stetigen Fluss ausgesetzt und somit Teil eines zeitlichen Kontinuums. Das Verweilen des Augenblicks und das Vermögen, Momente einzufrieren, sind die inhaltlichen Bausteine der Arbeit von Claudia Fritz. Dafür begibt sich die Künstlerin entweder selbst in einen Zustand der Fortbewegung oder stellt sich strategisch an sorgfältig gewählte Positionen, um das Vorbeiziehen festzuhalten.
Ihre Bilder haben durch die Schnelllebigkeit der flüchtigen Momentaufnahmen selten scharfe Konturen. Sie wirken wie Überlappungen verschiedener Anschauungsebenen von Vorder- und Hintergrund, zwischen denen das Auge des Betrachtenden hin und her schweift. Unterstützt wird der Eindruck von auf der Bildoberfläche schwebenden, sich verdichtenden Realitätsausschnitten dadurch, dass Claudia Fritz für diese Serie kaum direkt, sonder durch und vor Glasscheiben fotografiert.

Künstlerin
Claudia Fritz wurde im Jahr 1973 in Innsbruck geboren und studierte Architektur in Innsbruck und Paris. Seit 1996 beschäftigte sich die Künstlerin intensiv mit künstlerischer Fotografie und entwickelte eigenständige Fotoprojekte. An Projekten der Tiroler Landesfotodokumentation nahm Claudia Fritz seit 2007 teil. Im Jahr 2013 erhielt die Künstlerin ein Arbeitsstipendium als Stadtfotografin in der Innsbrucker Partnerstadt Freiburg im Breisgau. Sie lebt und arbeitet in Innsbruck.

03. April 2014