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Fit und aktiv – auch mit 100 Jahren

Am 15. Dezember bekam Frau Pluch einen Blumenstrauß überreicht.
Gut gelaunt empfing Maria Olga Schnaller-Pluch am 15. Dezember alle Gäste, die zum ihrem 100. Geburtstag gekommen waren. Unter den Gratulanten befand sich auch Sozialreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber. Er überbrachte dem Geburtstagskind einen weihnachtlichen Blumenstrauß und die besten Wünsche der Stadt Innsbruck.

Maria Pluch ist am 13. Dezember 1911 als erste von vier Töchtern einer Köchin und eines Kaiserjägers geboren. Frau Pluch war zweimal verheiratet, mit ihrem ersten Mann betrieb sie gemeinsam eine Hundezucht, beruflich beschäftigte sich die gelernte Friseurin als Fußpflegerin. In ihrer Wohnung hatte sie einen eigenen Kosmetiksalon eingerichtet, den sie bis zu ihrem 85. Lebensjahr führte. Kinder hat Frau Pluch keine, jedoch sechs Neffen und Nichten, die sich rührend um sie kümmern und zu ihrem besonderen Geburtstag eigens aus ihren teils entfernten Heimatorten in Deutschland und Italien angereist sind.

90 Stufen jeden Tag
In ihrer Freizeit beschäftigte sich die Jubilarin gerne mit Sport und Musik. Sie nahm an Skirennen teil, wobei sie einige Medaillen gewann, und ist das letzte noch lebende Mitglied des Mandolinen Clubs Tirol. Noch heute ist „Mitzi“ Pluch sehr sportlich, mit ihren 100 Jahren steigt sie immer noch alleine die Stiegen zu ihrer Wohnung im dritten Stock hoch und hält sich mit einem Hometrainer fit.

Frau Pluch fühlte sie nie für etwas zu alt: Noch mit 50 Jahren machte sie den Führerschein und bereiste mit ihrem Auto halb Österreich. Das Fernweh verging auch mit dem Alter nicht, mit 75 machte das Geburtstagskind in Tunesien Urlaub und schaute sich Griechenland, Sizilien und die Toskana an. Bis vor kurzem ging die Seniorin noch täglich in die Markthalle einkaufen und kochte für sich selbst, mittlerweile tut sie dies allerdings nur noch an Sonntagen. Die körperlich und geistig rüstige Frau lebt noch immer in ihrer eigenen Wohnung und freut sich über die täglichen Besuche ihres Neffen, der im selben Haus wohnt.

„Einen Wunsch habe ich allerdings“, gestand die sympathische 100-Jährige, „ich hätte gerne einen Partner zum Kartenspielen.“ Vizebürgermeister Gruber versprach der leidenschaftlichen „Watten“- und „Schnapsen“-Spielerin, einen fähigen Spielpartner zu suchen und verkündete, dass er sich schon freue, im nächsten Jahr wieder zu kommen.
16. Dezember 2011