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Firstfeier für Messe Innsbruck Neu

Fertigstellung Ende Dezember 2011.
Seit Jänner 2010 wird die Messe Innsbruck zu einem der modernsten Messezentren des Alpenraums umgebaut. Weder Bauzeiten noch Baukosten werden überschritten und die Herbstmesse 2011 wird bereits in der neuen Halle stattfinden können. Am 11. Februar fand in Anwesenheit zahlreicher Prominenz die Firstfeier statt.

In Vertretung von Bürgermeisterin Oppitz-Plörer gab Vizebgm. Franz Xaver Gruber im Namen der Stadt Innsbruck seiner Freude Ausdruck, dass mit der Firstfeier nun schon die Ausmaße der Neugestaltung sichtbar werden und bezeichnete die Entscheidung für den Erhalt der Messe im Herzen der Stadt als gut und wichtig.
LT-Präsident DDr. Herwig van Staa würdigte den Einsatz von Stadt, Land und Wirtschaftskammer, durch die Neugestaltung und Modernisierung der Messe, den Wirtschaftsstandort Innsbruck zu stärken und neu zu beleben, während Landsrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Bezug nehmend auf die Aufrüstung von Messezentren in anderen Städten, meinte, es sei höchste Zeit, dass Innsbruck nicht nur nachholt, sondern überholt.

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Baufortschritt
Seit dem Baubeginn im Jänner 2010 wurde neben den Abbruch der Halle 1 und teilweisem Abbruch der Halle 2 die gesamte Halle 2 saniert – (neue WC Einheiten im Erdgeschoss, Treppenaufgänge und Rolltreppen neu sowie ein neuer Lift und ein neues Treppenhaus im Bereich Halle 2 Süd). Zudem wurde der Bereich zwischen bestehender Halle 4 und Halle 2 mit einem Dach geschlossen. Die Halle 3 neu wurde thermisch saniert (Wände und Dach) und mit neuen Rauch- und Wärmeabzugsklappen ausgestattet. Die Dacheindichtung Halle 3 neu wurde inklusive neuer Oberlichten saniert. Der Rohbau der gesamten Tiefgarage, der Halle 1 neu sowie des Mehrzwecksaales wurde ohne gröbere Zwischenfälle hochgezogen.

Zeitplan
Obwohl sämtliche Veranstaltungen auf der Messe plangemäß über die Bühne gehen, entspricht der derzeitige Stand der Baumaßnahmen dem ursprünglichen Terminplan. Sämtliche vorgesehene Baumaßnahmen wurden laut dem vorliegenden Terminplan unter starker Mithilfe des Bauherrn umgesetzt. Die Ausbauarbeiten im Neubaubereich beginnen mit März 2011. Die Übersiedelung der Büroeinheiten erfolgt ab dem Frühjahr 2011, der Abbruch der alten Halle 3 nach der Interalpin 2011.

Bisher verbaute Mengen
Betonmenge gesamt: 11.500,00 Kubikmeter
Bewehrungsstahl gesamt 1.025,00 Tonnen
Stahlträger (Formstahl) 270.000,00 Kilogramm
Fertigteildecken 10.600,00 Quadratmeter

Sicherheit hat Vorrang
Auf einem Gelände, das bis zu 20.000 Besucher fasst, hat höchste Sicherheit oberste Priorität. Die durchgehende Barrierefreiheit auf der Messe Neu verhindert „Stolpersteine“ in gewissem Maß von Vornherein. Die Barrierefreiheit ermöglicht auch einen so genannten flüssigen Rundlauf von Halle zu Halle, das heißt man gelangt durchgängig von der einen in die andere.

Eine, dem neuesten Stand entsprechende Evakuierungsanlage in den Sprachen Deutsch, Englisch und Italienisch sorgt ebenso für die Sicherheit der Kunden und Aussteller wie ein Brandschutz mit Brandmeldezentrale und Sprinklerzentrale. Die dazu gehörenden beiden Sprinklerbecken haben eine Fassungsvermögen von jeweils 300.000 Liter, bergen also 600.000 Liter Wasser. Die Not- und Sicherheitsbeleuchtung entspricht dem neuesten Stand der LED Technik und ist somit auch kostensparend.

Selbstredend entsprechen sämtliche Rolltreppen, Lifte und Ähnliches den neuesten Sicherheitsstandards.

Umwelt- und Kosten schonend
Die Beheizung der Ausstellungs- und Veranstaltungsräume erfolgt im Niedertemperaturbereich. Die Grundabdeckung der Energie wird mittels Grundwasser-Wärmepumpe erzielt, wobei Grundwasser als primärer Energieträger dient. Für die Spitzenabdeckung sind Brennwert-Gaskessel vorgesehen. Das Grundwasser, das im Winter als Primärenergieträger für die Heizung dient, wird in den Sommermonaten zur „freien Kühlung“ verwendet. Freie Kühlung bedeutet: Das dem Erdreich entnommene Wasser hat, je nach Jahreszeit, eine bestimmte Temperatur und wird zur Kühlung der Ausstellungsflächen verwendet. Dadurch ist für die Grundkühlung des Messegeländes ein Energie- und kostenaufwendiger Kalt-Wassersatz nur zur Spitzenabdeckung notwendig. Durch die Grundwasser-Wärmepumpenanlage, die moderne Brennwerttechnik sowie durch die freie Kühlung ist eine kostengünstige und vor allem umweltfreundliche Energieversorgung des Messegeländes gegeben.

Bei der Errichtung der neuen Halle wird auch auf einen entsprechend isolierenden Lärmschutz geachtet, der die Anrainer des Saggens weitgehend entlasten soll. Durch die neue Eingangssituation können die einzelnen Hallen bzw. mehrere Veranstaltungen bei Bedarf über einen einzigen Eingang bespielt werden (ideal für Kombitickets). Ebenso können aber mehrere Eingänge geöffnet werden. Die Waren und Ausstellungsgüter können wesentlich vereinfacht über eine neue zweispurige Rampe auf der Nordseite eingebracht werden.

Fertigstellung
Die Nutzung der neuen Halle 1 für die Herbstmesse 2011 ist unter den derzeitigen Gesichtspunkten gesichert. Gesamtfertigstellung inklusive Außenanlagen und Mehrzwecksaal Ende Dezember 2011.

Innsbrucker Messebau fördert Tiroler Wirtschaft
Im Rahmen des zügig voranschreitenden Um- und Neubaus der Messe Innsbruck wurden bisher 89,7 Prozent der Aufträge vergeben, davon 78,3 Prozent an Firmen mit Sitz in Tirol. Lediglich 0,1 Prozent gingen ins Ausland. Die Vergaben verteilen sich quer über alle Gewerke und steuern nicht unerheblich zur Förderung der Tiroler Wirtschaft bei.

Um- und Zubau Hauptprojekt (Zwischenstand Auftragsvergaben)
• Vergaben an Unternehmer mit Sitz in Innsbruck: 35,4 Prozent
• Vergaben an Unternehmer mit Sitz in Tirol ohne Innsbruck: 42,9 Prozent
• Vergaben an Unternehmer mit Sitz in Tirol: 78,3 Prozent
• Vergaben an Unternehmer mit Sitz in Österreich ohne Tirol und Innsbruck: 21,6 Prozent
• Vergaben an Unternehmer mit Sitz in der EU ohne Österreich, Tirol und Innsbruck: 0,1 Prozent

Optimiertes Angebot
Die Planung ist so ausgerichtet, dass sich die drei Spielstätten Congress, Messe und congresspark igls ergänzen und das Gesamtangebot optimieren. Auf der Messe werden die Baulichkeiten auf einen Stand gebracht, der sowohl Besuchern als auch Veranstaltern beste und übersichtliche Möglichkeiten bietet: ein zentraler Eingang für eine optimale Verteilerfunktion, barrierefreie Zugänge zu allen Räumlichkeiten, Teilbarkeit von großen Flächen für kleinere Veranstaltungen und Ausstellungen, beste gastronomische Versorgung und ein Ambiente, das allen Arten von Veranstaltungen höchste Qualität bietet. Wie aktuelle Befragungen zeigen, spielt der „Wohlfühlcharakter“, den nur helle, sichere und großzügige Hallen bieten, sowohl für Aussteller als auch für Besucher eine ständig zunehmende Rolle. Wesentlich ist auch, dass alle Bereiche des Messegeländes trockenen Fußes zu erreichen sind. Ebenso wichtig ist es, die Teilbereiche auch betriebskostentechnisch so zu gestalten, dass der Aufwand auf ein Minimum reduziert wird.

Mehr Geschäft durch Entkoppelung
Die neue Messe Innsbruck will als eines der modernsten Zentren im Alpenraum vor allem mit dem Angebot in Kombination mit dem Congress Innsbruck punkten. Viele Anfragen im Congress Innsbruck - speziell im kurzfristigen Tagungssegment - können aufgrund terminlicher Kollisionen nicht realisiert werden. Die Messe Neu bietet die einmalige Gelegenheit, durch Entkoppelung mehr Geschäft an Land zu ziehen, das heißt beispielsweise Eintagesveranstaltungen vom Congress Innsbruck in die Messe zu verlegen, um damit im Congress Platz für mehrtätige Veranstaltungen zu schaffen. Beispiele dafür sind die Verlegung von Bällen (Schülerbälle), von Konzerten (nicht klassisch) und Ausstellungen (Hochzeitsmesse, Senaktiv, Karrieremesse etc.). Andererseits können neue Kongressdimensionen in das Portfolio der CMI (Congress Messe Innsbruck) aufgenommen werden. Kongresse mit über 2.000 Teilnehmern waren bisher nur unter immensem logistischem Aufwand möglich, vor allem aber waren potentielle Veranstalter nicht bereit, diesen Aufwand zu bestreiten und wanderten in den meisten Fällen in eine andere Stadt ab. Großkongresse waren bisher die Ausnahme.

Ziel ist es, das Messegelände bereits im Eröffnungsjahr mit mindestens 100 Veranstaltungen zu füllen. Im Geschäftsjahr 2010 verzeichnet CMI exakt 456 Veranstaltungen mit 523.534 Besuchern an den drei Spielstätten Congress, Messe und congresspark igls.

Innsbruck ist nicht nur Sport und Tourismusstadt, sondern auch Universitäts- und Kongressstadt. Mit der neuen Messe kann sich Innsbruck auch verstärkt als Messestadt positionieren.
16. Februar 2011